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Hillibaby's Glosse im März 2012
Jetzt haben wir den richtigen?„Was für ein schöner Sonntag“ sagte er als erstes in seiner Dankesrede nach der Wahl, der neue Bundespräsident Joachim Gauck, unser erstes Staatsoberhaupt ohne Parteibuch. Aus meiner bescheidenen persönlichen Sicht ein großer Tag für die Demokratie in Deutschland Das hätten wir ja auch schon zwei Jahre früher haben können, wenn nicht.... Schwamm drüber.
Da wir als Bürger dieser Republik hier selbst nicht mitwählen dürfen, haben Bundestagsabgeordnete und von den Parteien bestimmte Wahlfrauen und -männer wirklich mal dem Volk aufs Maul geschaut und, oh Wunder, mit überwältigender Mehrheit über Parteigrenzen hinaus das, was die Bürger wollten, umgesetzt. Nach allem, was wir jetzt wissen, verhielt sich der letzte höchste Repräsentant unseres Landes wahrlich desaströs. Auch wenn wir oft zu Recht über den Umgang der öffentlichen Medien mit Themen und Menschen zu klagen haben, so kommt ihnen diesmal doch der Verdienst zu, Aufklärung geleistet und mitgewirkt zu haben, den 18. März zu einem wirklich denkwürdigen Tag zu machen. Die Bundesrepublik wird jetzt an herausragender Stelle durch z w e i ehemalige Bürger der Ex-DDR vertreten, unsere Landsleute aus dem ehemals unfreien Teil der Republik sollten darauf wirklich stolz darauf sein.
A propos 18. März. An jenem Tag wurde
- 1793 in Mainz im Jakobinerclub schon einmal versucht, Demokratie durch den „Nationalkonvent der Freien Teutschen“ auszurufen und zu üben. Der Versuch scheiterte aber leider bereits nach 4 Tagen,
- 1990 das erste demokratische Parlament der DDR gewählt, was dann letztlich später zur Wiedervereinigung führte.
Fakt ist, dass es keine bessere Regierungsform gibt als die Demokratie, auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen. Kommunismus oder Sozialismus ist gescheitert, weil Karl Marx sich einen Denkfehler geleistet hat. Wenn alle gleich sein sollen, dann kann nicht einer oder mehrere gleicher sein als die restlichen Volksgenossen und denen vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen haben, so einfach ist das simpel ausgedrückt.
Geben wir unserem neuen Bundespräsidenten also die Chance und die Zeit, den Nachweis zu erbringen, der richtige Mann zur richtigen Zeit am richtigen Platz zu sein. Wer seinen Lebenslauf verfolgt hat, sollte Zweifel erst einmal zurückstellen. Ich habe ihn bei einer Lesung als Mensch wie du und ich erleben dürfen, als er im Traum nicht daran denken konnte, tatsächlich einmal das höchste Staatsamt auszuüben.
Wir wissen alle: „nobody is perfect.“ Also, gute Zeit.
Euer Hillibaby
PS: Ich habe seine Biografie gelesen.
(eingestellt am 19.3.12)

Hallo Hillibaby, sehr nachdenkliche Zeilen, die Du uns hier als erste Glosse des Jahres 2011 in die Leseecke gestellt hast. Genauso ist es, viele haben Angst die Feiertage allein zu verbringen, ich gehöre nicht dazu, freue mich sehr immer auf Weihnachten. Es ist eine schöne Zeit, jedoch denke ich, wenn ich mal in Rente bin und dann an Weihnachten allein sein sollte, dass das wieder etwas anderes ist. Denn ist man noch im Arbeitsleben, freut man sich auf so ruhige Tage wie Weihnachten. Jedoch finden viele diese Tage hektisch, das war es bei uns noch nie. Das neue Jahr, was wird es bringen, hoffen wir mal alle dass es ein gutes Jahr wird, denn das wünsche ich auch Dir und Deiner Maus, so wie den 8 Pfoten. Liebe Grüße, Karin
Hallo Hillibaby, ich möchte einen Teil des ersten Satzes aus Deiner Glosse aufgreifen und wünsche Dir für 2011, dass alles, was Dir wünschenswert erscheint, in der Zukunft eintritt. Liebe Grüße Edda
Hallo! Wo lebst denn Du? Ich lebe in einem totalen Überwachungsstaat, der völkerrechtswidrige Kriege führt, deshalb völlig am deutschen Volk vorbeiregiert und dabei ist, dieses auszutauschen!
Mein Vertrauen ist schon lange dem Mißtrauen gewichen unseren Politikern gegenüber, aber noch mehr den ausländischen. Zum Teil schütteln diese den Kopf über uns, machen sich sogar lustig über unser Aufbegehren und reiben sich die Hände in der Hoffnung, an unserem Abschalten nun zu verdienen.
Glosse im Mai: Ich kenne diesen Ausspruch von Dumbledore sehr gut, da ich die Bücher über Harry Potter mindestens 2 mal im Jahr lese und immer wieder Neues und anspornendes entdecke. Hilfe für den Alltag oder besondere Situationen. Hört sich vielleicht komisch an, ist aber so. Habe auch viel über Entscheidungen in unsrem Leben nachgedacht. Unser Leben ist dennoch zu einem großen Teil fremdbestimmt und nachträglich können wir nichts mehr ändern. Die Zukunft läßt sich noch ein bißchen beeinflussen, doch wie weit wir durch unsre Erziehung, unsre eigenen Lebenserfahrungen, unsre ganz persönlichen Traumen usw. diese noch wirklich eigenbestimmt tun, ist die Frage. Danke für Deine Glosse phantasie53
Hallo Hillibaby, ich habe gerade deine Oktober Glosse gelesen und kann dich nur bestätigen. Auch wir haben auf unseren Reisen immer nur positive Erfahrungen mit der Einheimischen Bevölkerung gemacht. Ich denke es kommt aber auch auf die eigene Offenheit und das Interesse an anderen Menschen an. Nun werde ich mich bald auch durch die anderen Glossen lesen. Aber erst einmal Danke und liebe Grüße Henny
Hallo Hillibaby, zu der Glosse März/April habe ich vor einiger Zeit etwas sehr passendes gelesen: Wir leben in einem gefährlichen Zeitalter. Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat sich selbst zu beherrschen. Ich glaube, das hat Albert Schweitzer gesagt. Liebe Grüße von Karin
Du sprichst mir total aus dem Herzen. Ich kann mir gut vorstellen, bei dem Einen oder Anderen wird sich die Stirn in Falten gelegt haben über die Tatsache: nach über zehn Jahren vereintes Deutschland zwei Ostdeutsche an der Spitze. Ich persönlich finde das gut und hoffe, mit Herrn Gauck endlich einen starken Bundespräsidenten zu haben.
Es sind ja sogar schon über zwanzig Jahre, daß Deutschland vereint wurde.Ich habe auch im Fernsehen die vergangenen Jahre unseres neuen Bundespräsidenten gesehen und mir in etwa ein Bild machen können.Mir fällt es schwer, Leute zu beurteilen, die ich nicht kenne, aber das lasse ich mich überzeugen. Dir , Hillibaby, Danke für Deine aufschlußreichen Beiträge.Immer interessant!!
Hallo Hillibaby, ich hatte mich schon vor 2 Jahren für diesen reifen, erfahrenen Mann entschieden, bin aber nicht wahlberechtigt!! Ganz bestimmt wird Herr Gauck immer und überall unser Land richtig vertreten.
Hallo Hillibaby, Deinen Bericht finde ich treffend und mir aus der Seele geschrieben. Ich habe natürlich auch die Biografie von J. Gauck gelesen und konnte mir eine gute Meinung bilden. Freundliche Grüße von Hannelore
ich habe mich unglaublich gefreut, dass sich diesmal das "Volk" mal wirklich Gehör verschafft hat und doch noch ein "würdiger" Repräsentant für unser Volk gewählt wurde.
Nicht das ganze Volk,oder der größte Teil war für Herrn Gauck,vor allem die ,die in hier mehr oder minder in Aktion oder nicht in Aktion erlebten.Und das er von uns aus dem Osten kam, hat noch nichts zu besagen.Es gab andere,die leider nicht mehr leben,wie die Regine Hildebrandt,die hatte den Menschen aufs Maul geschaut und kannte ihre Sorgen,Nöte aber nicht der Herr Pastor. Er ist kein Wundermann und wird es auch nicht werden.Lest doch mal die Meinung der eine oder anderen Menschen aus Mecklenburg ,aus Rostock.die stehen zu dieser Wahl zum ganz großen Teil anders als Menschen aus dem Süden oder aus dem restlichen Norden. Abwarten und Tee trinken,aber ---Menschen,die aus ihrem Leben nach der Wende geworfen wurden und werden,sind doch für ihn daran selber schuld indirekt.Und wenn ein ehemaliger Pastor so eine Einstellung hat,--
Lieber Hillibaby, so ganz nach meinem Herzen geschrieben, Deine Glosse gefällt mir. LG Afro
na ja....... Bienie *smile*
....und wenn irgendeinem etwas an unserem Bundespräsidenten nicht passt, wird die öffentliche Meinung über die Presse etc. manipuliert und schon findet irgendeiner/eine ein Haar in der Suppe. Die eine oder andere partei hilft dann feste mit, anstatt geschlossen hinter dem Bundespräsidenten zu stehen!
Dem ist nichts hin zu zu fügen! Ich freue mich an und für Joachim Gauck! Hoch lebe die Demogratie!
Hallo Hilmar, ich gratuliere dir zu diesem gelungenen Artikel, dem ich nichts hinzuzufügen habe... Ganz sicher wird Joachim Gauck das Amt des Bundespräsidenten tadellos führen. Er ist der Mann, den das deutsche Volk schon längst favorisierte - aber durch die Manipulation gewisser Parteileute, hatte man wieder einmal das höchste Amt in Deutschland durch die "Falschbesetzung" auf eine harte Probe gestellt. Zum Glück ist dieses Debakel schnellstens beendet worden. Wir alle sollten Herrn Gauck in seiner Arbeit mit unserem Vertrauen unterstützen - er hat es verdient. Herzlicher Gruß - Ute
....eigentlich bin ich ein sehr neutraler mensch, trotzdem ich auch ein "Ossi" bin. Doch bin ich der Meinung, dass man mit 2 "Ossi's" ein wenig unruhe im land gestiftet hat.Hat man denn wirklich keinen geeigneten "Wessi" für das amt des bundespresidenten gefunden ?
ich lese hier oft,ost oder west,sind wir nicht alle deutsche,nur aus verschiedenen gegenden, und kam in der früheren zeit nicht die intelligenz meistens aus dem osten deutschlands-- (religions bedingt,die ev. waren immer schon weltoffener)bin kath,
Hilmar, ob Du mit (in) Deiner Glosse Recht hast, mus sich erst noch erweisen. Richtig ist auf alle Fälle, dass die Machenschaften des vorhergehenden B.-Präs. nicht erst zu Zeiten seiner B.-Präsidentschaft entstanden sind. Obwohl alle (die sog. von uns Gewählten) einen Amtseid ablegen, der beinhaltet: Im Namen des Volkes, handelt wohl kaum einer eine danach(auch nicht unsere B.-Kanzlerin) Und dass jetzt 2 Repräsentanten aus dem ehemaligen Mitteldeutschland kommen - Zufall - bringt uns als Volk aber sehr wenig (gar nichts). Deswegen bekommt auch Herr Gauck von mir keine Vorschußlorbeeren. Denn jeder von uns - egal ob Arbeiter oder Angestellter - muß sich bewähren und wir haben es bestimmt viel schwerer als viele der sog. Repräsentanten. Doch meine Frage, auch an die etablierten Parteien: Warum werdn nicht (wie z.B. in wirklich demokratischen Ländern - hier die Schweiz) die Personen vom Volk gewählt, die auch in der Vergangenheit Volksnähe gezeigt hat? Viele Abgeordnete (ja parteilische Abgeordnete)sind nur aus Parteigründen daß, was sie heute sind. Nämlich Abnicker und in die eigene Tasche wirtschaftende. Dafür muß man aber parteilisch organisiert sein. Sonst hat man keine Chance, in den oberen Bereich (Entscheidungsbereich) zu kommen. Nein ich bin parteilisch nicht aktiv, möchte es auch nicht, habe aber in der Verwandtschaft dieses Hickhack mitbekommen, da geht es zwar nur um Kommunalpolitik, aber selbst da ist man nicht volksnah, denn Entscheidungen werden nur nach Parteizugehörigkeit (Abstimmungen) getroffen. Richtig ist, dass alle Senatsmitglieder im Namen des Volkes ihre Stimme abgeben. Diese Stimmen sind aber parteipolitisch ausgerichtet. Das war mir wichtig, so etwas zu sagen. Natürlich gibt es viele Einwandmöglichkeiten. Volkmar (rheinlahn)
nun haben wir, was ich/wir uns vor 2 Jahren schon gewünscht haben. Einen demokratischen Bundespräsidenten ohne Starallüren. Den wir (fast) der ganzen Welt vorzeigen können. Und ohne uns schämen zu müssen. Ich freue mich. Danke für die aufschlußreiche Glosse. Liebe Grüße, Bärbel
Volksgenosse. Dieser Begriff wurde in der Zeit der Hitlerdiktatur zum stehenden Schlagwort. Mir scheint, du hast das III. Reich noch nicht ganz bewältigt! In Punkt 4 des 25-Punkte-Programms der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) von 1920 war festgelegt: „Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf die Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.“ Adolf Hitler prägte in seiner 1924 entstandenen Schrift Mein Kampf die Begriffe der „Volks- und Rassegenossen“, sowie des „rassen- und nationalbewußten Volksgenossen“ als Gegenbegriff zu der Anrede „Genossin, Genosse“ in den sozialistischen Organisationen (z. B. SPD, KPD). Nach 1933 wurde Volksgenosse zum viel gebrauchten Schlagwort im Dritten Reich, mit dem Reden und Kundgebungen eingeleitet wurden. Im nationalsozialistischen Sprachgebrauch verschmolzen die drei oben genannten Akzentuierungen. Dabei stand der rassische Aspekt im Vordergrund: der Begriff schloss „nicht-deutschblütige“ Bürger von vorneherein aus. Auch Bevölkerungsgruppen, die als „Asoziale“ oder „Behinderte“ definiert wurden, galten nicht als Volksgenossen. An den Gemeinsinn der Volksgenossen wurde zum Beispiel bei Sammlungen zum Winterhilfswerk appelliert. Der Begriff Volksgenosse bezeichnete nach Vorstellung der Nationalsozialisten die Angehörigen „deutschen Blutes“. In den frühen Jahren des NS-Regimes galten auch Slawen als Angehörige eines dem deutschen „artverwandten Blutes“,[3][4] aber bereits mit den sogenannten Polen-Erlassen vom 8. März 1940 und spätestens durch eine Geheime Anordnung des RFSS und RKF Heinrich Himmler vom 23. März 1942 erfolgte dann die „klare Abgrenzung der nichtgermanischen Völker, insbesondere der Slawen und der Fremdarbeiter“, von „aus rassischen Gründen als eindeutschungsfähig anzusehenden Angehörigen nichtgermanischer Völker“.