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Engagement in Deutschland
Aktuelle Studie
Dass sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren und gerade in Zeiten des Abbaus des "Wohlfahrtstaates" die Freiräume für bürgerschaftliches Engagement wachsen, ist hinlänglich bekannt. Doch in welchen Regionen sich die Menschen am stärksten im Ehrenamt engagieren und wo noch Nachholbedarf besteht, hat jetzt eine Studie, der sogenannte „Engagementatlas“ der Prognos AG, aufgezeigt. Wie Spiegel Online berichtet, ist das freiwillige Engagement in Sportvereinen, Jugendarbeit, Umweltverbänden oder den Kirchen in Deutschland zweigeteilt. Während sich im Westen und Süden, sowie in den ländlichen Regionen fast 50% der Bevölkerung ehrenamtlich engagieren, zuckeln der Osten Deutschlands sowie die Metropolen Hamburg, Berlin oder Köln hinterher. Ausgesprochen aktiv sind die Menschen demnach in Osthessen, Lüneburg und Franken.
Dabei ist der volkswirtschaftliche Nutzen der ehrenamtlichen Arbeit enorm. Durchschnittlich werden in Deutschland monatlich 16,2 Stunden ehrenamtlich geleistet. Diese entsprechen demnach rund 3,2 Millionen Vollarbeitsstellen und damit bei einem Stundenlohn von 7,50 Euro einem Arbeitswert von 35 Milliarden Euro. Bundesweit engagieren sich ein Drittel aller Einwohner über 16 Jahren „bürgerschaftlich“.
Für den Atlas wurden flächendeckend die Daten aus 439 Landkreisen und kreisfreien Städten ausgewertet und 44.000 Interviews geführt. Zu Tage kamen dabei einige interessante Details der ehrenamtlichen Arbeit in Deutschland: Insbesondere in ländlichen Gegenden mit einer relativ großen Zahl von Familien ist das Engagement überdurchschnittlich hoch. Dabei sind im Bereich Politik, Altenarbeit sowie Umwelt- und Tierschutz nur rund fünf Prozent der Bevölkerung engagiert. Sport, Feuerwehr, Jugendarbeit oder Kirchen bilden hingegen die Schwerpunkte des freiwilligen Engagements. Während sich die unter 30-Jährigen zum großen Teil in der Kinder- und Jugendarbeit sowie im Sport- und Freizeitbereich engagieren, helfen die über 55-Jährigen in Kirche, Religion, Pflege, Gesundheit und im sozialen Bereich ehrenamtlich aus.
Erstaunlich ist nur, dass ausgerechnet die ältere Generation mit mehr Zeit und Lebenserfahrung in dem Engagementatlas auf den hinteren Plätzen landet. So engagieren sich von den Über-55-Jährigen nur 26 Prozent für das Gemeinwohl, bei den 30- bis 55-Jährigen sind es immerhin 34 Prozent.
Erstaunlich ist nur, dass ausgerechnet die ältere Generation mit mehr Zeit und Lebenserfahrung in dem Engagementatlas auf den hinteren Plätzen landet. So engagieren sich von den Über-55-Jährigen nur 26 Prozent für das Gemeinwohl, bei den 30- bis 55-Jährigen sind es immerhin 34 Prozent.












Gerade für die Senioren wird es künftig wichtig sein, sich in Senioren-Selbsthilfegruppen einzubringen. Vor allem für die, die sich langweilen.