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Nur 3 Mutigen lag Markranstädt zu Füßen
Wir besuchten Markranstädt
Markranstädt liegt im Westen von Leipzig am Kulkwitzer See. Die Stadt hat ca. 17.000 Einwohner mit den Eingemeindungen, die Kernstadt etwa 9.000 Einwohner.Die Stadt nennt sich gern „Die Stadt am See“ oder auch „Sportstadt“, schließlich hat Markranstädt eine sehr gute Damenhandballmannschaft den Sportclub Markranstädt e.V. Piranhas, die in der zweiten Bundesliga um den Aufstieg in die erste Bundesliga kämpft. Die Fußballer des Spiel- und Sportverein Markranstädt e.V. spielen in der Oberliga und stehen im Moment auf Tabellenplatz 1. Da können sich die Leutzscher eine Scheibe abschneiden...
Um 14 Uhr traf sich die Gruppe und wurde von Heimsprudler in Empfang genommen. Es ging zuerst in das Heimatmuseum. Frau Kämmer, die Leiterin des Teams Heimatmuseum/Stadtgeschichte Markranstädt führte uns durch die „heiligen Hallen“. Sie gab uns einen Überblick zur Stadtgeschichte, Ersterwähnung im 13.Jahrhundert. Aus Alt Ranstädt und der Mark Ranstädt entstand Markranstädt. Markranstädt gehörte zum Bistum Merseburg. Soviel zu Geschichte. Wer mehr wissen will kann sich im Internet umfassend informieren.
Das Heimatmuseum bestand von 1925 bis 1968. Erst im Jahr 1992 wurde es wieder eröffnet.
In diesem kleinen Museum gibt es sehr viele interessante Exponate zu sehen. Angefangen bei frühgeschichtlichen Bodenfunden, über einen Bergbaustollen, alten Hausrat, Schulbänken, viel Schulmaterialien, Landkarten, Fotos, alten Bierkrügen, Petroleumlampen, eine Innungslade der Fleischer mit Fahne, alte Truhen, Werkzeuge einer Schusterwerkstatt usw. Interessant auch die Sammlung der Kinderfesttassen. Seit 1888 gibt es in Markranstädt die Kinderfeste, mit Unterbrechung. Jetzt wieder jährlich. Das Kinderfest von Markranstädt ist ein Höhepunkt im Jahr. Das Kinderfest steht jedes Jahr unter einem anderen Motto.
Frau Kämmer gilt ein besonderer Dank für ihre fachkundigen Ausführungen. Sie war gesundheitlich sehr angeschlagen, hat die Veranstaltung aber nicht abgesagt.
Um 15 Uhr trafen wir uns mit Herrn Schmidt, Leiter des „Fördervereins zur Erhaltung der St.Laurentiuskirche Markranstädt e.V.“. Er konnte viele Interessante Fakten zur Kirche nennen. Um 1200 wurde ein erstes romanisches „Kirchlein“ in „Ranstedt“ gebaut. Ab 1518 erfolgte der An-/Neubau des gewölbten Chorraumes mit Sakristei und Sängerchor. 1520 bis 1525 Anbau und teilweise Überbauung der Kirche. Erhöhung des Kirchenschiffes. 1555 bis 1557 Erhöhung des Turmes in 8-eckiger Form. 1899 bis 1900 große Außenrenovierung mit baulichen Veränderungen unter Pfarrer Lindner durch den Leipziger Architekten Zeisig. Die Initialen von Zeisig findet man u.a. am Gestühl in der Kirche. Der Turm erhält seine heutige Form (Höhe des Turmes 56 m).
Im Jahr 1994 gründete sich der Förderverein. Von 1998 – 2007 wurde die Außen- und Innensanierung der Kirche durchgeführt. Zur Zeit wird das Altarbild restauriert. Die Gruppe durfte der Restauratorin, Frau Natschinski, über die Schultergucken und Fragen stellen.
Danach führte Herr Schmidt unsere Gruppe zur Orgelempore und erklärte die Kreutzbach-
Orgel. Die Orgel wurde 1886 von Richard Kreutzbach aus Borna, erbaut. Auch die Orgel wurde total aus- und neu eingebaut. Die Orgel erklingt heute wieder so schön, wie sie ursprünglich geklungen hat. Vom Klang der Orgel konnten sich die Teilnehmer überzeugen, denn T.G. spielte ein paar Töne. Das Innenleben der Orgel war interessant anzuschauen. Die Kirche besitzt auch ein „Antikkabinett“. Das Kabinett befindet sich auf dem Dachboden der Kirche. Eine kleine Ausstellung über die Geschichte der Kirche befindet sich ebenfalls dort und wird noch erweitert.
Es bestand die Möglichkeit den Kirchturm zu ersteigen. Dies wagten aber nur 3 Mutige. Vom Turm der Kirche hat man einen sehr schönen Rundblick in das Leipziger Land.
Sachsenkoch und Seeblick hatten sich nach der Besichtigung des Altarbildes in das wunderschön gestaltete Gemeindehaus begeben um die Vorbereitungen für den Kaffeeklatsch zu treffen. Der Kaffee wurde gekocht, Gebäck auf die Tische gestellt, Kerzen angezündet. Als die Feierabendfreunde dann kamen, war alles vorbereitet und es konnte ohne Pause der „Sturm aufs kalte Buffet“ losgehen. Alle waren froh, dass es heißen Kaffee gab, denn viele waren etwas durchgefroren.
Herr Schmidt und Seeblick hatten schon am Tag zuvor die Tafel aufgebaut und andere Vorbereitungen getroffen.
Auch Herrn Schmidt ein großes Dankeschön für seine Mühe und seine kompetenten Darlegungen.
Ich denke, dass es ein gelungener Nachmittag war. Ein Dankeschön möchte ich an die Freunde weitergeben, die bei dem Wegräumen von Tischen und Stühlen sowie dem Bestücken des Geschirrspülers fleißig mitgeholfen haben.
Text: Seeblick, Fotos: Heimsprudler, Seeblick und Aprila
Reinhard war mit dem Mikrofon für Radio blau dabei.
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