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Kabelsalat
oder
Unkenntnis schützt vor Kosten nicht!
Hallo, liebe Feierabend-Freunde, heute sollt Ihr Kenntnis von einer wahren Begebenheit erhalten und vielleicht vor unerfreulichen Ausgaben gewarnt werden.
Es begab sich im Sommer 2003, dass meine jungen Leute sich während meines Urlaubs meinen PC holten, um mich mit technischen Verbesserungen zu überraschen.
Das Gerät wurde dazu von allen Kabeln "entbunden" und ins ferne Magdeburg entführt.
Die "Heimkehr" meines Lieblings-Spielzeuges verzögerte sich.
Wenige Tage vor Urlaubs-Ende erfuhr ich aus dem Fernsehen, dass in Leipzig ein schweres Gewitter getobt habe.
Wieder zu Hause angekommen, war ich von der weiten Welt abgeschnitten, denn mein Telefon war tot.
Nach Überprüfung aller Verbindungen in der Wohnung meldete ich die Störung der Telekom und fragte nach der voraussichtlichen Reparatur-Dauer.
Oh Schreck, die Antwort lautete: Wir haben im Netz einen größeren Blitzschaden, mehr als 3000 (in Worten: drei Tausend) Störungsmeldungen sind vor Ihnen gemeldet worden!
Bitte um Geduld!
Und ich übte mich in Geduld.
Nach einer reichlichen Woche kam schließlich der Telekom-Monteur.
Die Störung hatte nichts mit dem Blitzschaden zu tun. Im Grunde war es eine winzige Kleinigkeit, man musste nur Bescheid wissen.
Beim "Entbinden" des PC von allen Kabeln war natürlich auch das Verbindungskabel zwischen Telefonanschluß und PC mit eingebautem Modem herausgezogen worden und hing nun lose herum. Das andere Ende steckte jedoch noch in der Telefon-Anschlussdose. Ein Griff hätte genügt, auch diesen Stecker zu ziehen!
Bei der Überprüfung aller Verbindungen in der Wohnung hatte ich das zwar gemerkt, aber keine Veranlassung zum Handeln gesehen. Nach meinem , wie ich nun weiß, beschränkten Sachverstand glaubte ich, dass dieses Anschlusskabel gleiche Eigenschaften wie eine Verlängerungsschnur hat, d.h. ohne Probleme in der Steckdose stecken kann, wenn an der anderen Seite kein Stromverbraucher angeschlossen ist (bei Mehrfachsteckdosen sind ja auch nicht immer alle Anschlussmöglichkeiten besetzt).
Fazit:
Die nächste Telefonrechnung enthielt auch einen Posten "Reparatur- sowie Anfahrtskosten einschließlich Mehrwertsteuer" in Höhe von
Ich erspare mir das Nachdenken darüer, welchen Wunsch ich mir für diesen Betrag hätte außerplanmäßig erfüllen können!
. . . und die Moral von der Geschicht':
