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Aktive Seniorin ausgezeichnet

Gerda Brandes erhielt Annen-Medaille

Gerda Brandes
Mit der "Annen-Medaille" ausgezeichnet: Gerda Brandes
Mit 87 Jahren auf einer Bühne zu stehen und über die Macken der unterschiedlichen Generationen kabarettistisch zu berichten, wer kann das schon? Gerda Brandes hat dieses Talent gerade in den letzten 13 Jahren bewiesen.
Für die "Unverbesserlichen", dem Kabarett des Vereins der Aktiven Senioren Leipzig, schrieb sie die Texte für 13 Programme. Immer aktuell der Stimmung des Landes unangepasst setzt Gerda Brandes den Jugendwahn, die hilflose Mutterrolle und das Jammern der armen Alten humorvoll selbst auf der Bühne um. Dieses ehrenamtliche Engagement hat weit über die Leipziger Grenzen hinaus, auf kleinen und großen Bühnen, vor alten und jungen Publikum, Freude und Nachdenklichkeit bereitet.
Am 19. November erhält Gerda Brandes für die vielen freudigen Stunden, die sie Anderen bereitet hat vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales die "Annen-Medaille". "Die Sächsische Staatsregierung drückt damit ihre ganz besondere Wertschätzung für die geleistete Arbeit aus und verschafft ihr damit auch öffentliche Anerkennung", heißt es im Pressebericht.
Die Annen-Medaille trägt den Namen der Kurfürstin Anna von Sachsen. Sie ist aus Meißener Porzellan und hat einen Durchmesser von acht Zentimetern. Auf der Vorderseite ist das Porträt der Kurfürstin und die Lebensdaten (1532-1585) sowie die Inschrift "HELFEN PFLEGEN FÖRDERN geprägt.
Die Rückseite zeigt das Wappen des Freistaates Sachsen und die Worte "SOZIALES SACHSEN" und "MITEINANDER LEBEN-FÜREINANDER DA SEIN".
Natürlich freut sich das Ensemble, das aus weiteren fünf Mitgliedern besteht , von denen vier die 80 überschritten haben, über die Auszeichnung ihrer Frontfrau.
Text und Foto Marita Syrbe

Auszeichnung zum Tag des Ehrenamtes

Frau Reinke
Annelies Reinke und OBM Burkhard Jung
Im Beisein von Freunden und Vereinsmitgliedern wurde der Vereinsvorsitzenden der Aktiven Senioren Leipzig, Annelies Reinke, die Ehrennadel und
Oberbürgermeister Burkhard Jung empfing persönlich am 29. Mai acht Leipzigerinnen und Leipziger stellvertretend für alle, die ein Ehrenamt ausführen im Ratsplenarsaal des Neuen Rathauses. In seiner Festrede betonte der Oberbürgermeister, dass eine Großstadt nur funktionieren kann, wenn sie engagierte Bürger hat, Menschen, die nicht nach Zeit, Kosten und Mühe fragen, Menschen, die sich in ihrer Einzigartigkeit an ihrem Platz uneigennützig einsetzen.
Dass unsere Vorsitzende zu diesen engagierten Bürgern gehört, begründete er mit den Worten: „Annelies Reinke engagierte sich in ihrem Ehrenamt von der ersten Stunde an mit ganzem Wissen und aller Kraft für die Lösung der anstehenden Probleme und die Erfüllung aller Aufgaben einer sinnvollen zielgerichteten Seniorenarbeit.
In den Bereichen Sport, Kultur und Bildung unterbreitet der Verein ein sozial ausgerichtetes und beispielhaftes Angebot für alle Älteren mit dem Ziel, Seniorinnen und Senioren durch körperliche und geistige Aktivität mit Gleichgesinnten lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen und Vereinsamung entgegen zu wirken.
Unter dem Vereinsmotto „Fit, gesund und frohgelaunt im Alter“ setzt sich Annelies Reinke uneigennützig und ohne Zeitlimit für die Belange ihrer Mitarbeiter und der Vereinsmitglieder ein.
Für dieses ehrenamtliche Wirken zum Wohl der Allgemeinheit gebührt Frau Reinke der Dank und die Anerkennung der Stadt Leipzig.“
(Text und Foto: Maritta Syrbe)

Einblicke in generationsübergreifende Lebensweisen

Zwiebelkuchen
Beim Zwiebeln schneiden und Zwiebelkuchen essen: Gertraud Macholeth, Katarina Link, Thomas Schubert, Kevin Richter, Sebastian Drese Franziska Thiele und Edith Markert (v.l.)
Bunt und vielfältig wie das Leben eben ist, so sehen die Bilder aus, die seit Mitte März im Foyer des Engelsdorfer Ärztehauses in der Werkstättenstraße 6 ausgestellt sind. Es ist nicht das Werk eines Künstlers. In dieser neuen Ausstellung sind es Einblicke in generationsübergreifende Lebensweisen.
Schüler des Engelsdorfer Gymnasiums unter Anleitung ihrer Kunstlehrerinnen Gabriele Meyer und Verena Otto und malende Senioren aus dem Verein Aktive Senioren Leipzig unter ihrer Dozentin Tatiana Petkova haben ihre Sichtweisen zum Thema „So schmeckt das Leben“ mit verschiedenen Techniken umgesetzt.
Dominik und Hagen, beide Schüler der fünften Klasse, malten ein Tier mit einem großen Maul und einem dicken Bauch. Es ist ein Spielzeugfresser, der den Schülern sicher die nervenden Aufräumarbeiten in ihren Zimmern abnehmen soll.
Die älteren Gymnasiasten zeigen ihre Vorstellungen von Stadtbildern und Wohnideen in unterschiedlichen Collagen oder Malereien und sie haben gegenständliche Arbeiten mit Wünschen an das Leben versehen. Romy Thomas hat sich in einer Plastik mit dem Thema Botox bei den Schönen und Reichen auseinandergesetzt, während Sara Richter mit ihrer Plastik auf das Problem Alkohol aufmerksam macht.
Aus den Bildern der Senioren spricht sehr viel Leben. Ursula Mai hält auf ihrem Bild ein Kätzchen im Arm. Um sie herum steht ein Häuschen im Grünen, ein Klavier, ihre Malutensilien und in dünner Einfarbigkeit jugendliche sportliche Figuren, die eine sportliche Vergangenheit von ihr erkennen lassen. Susanne Schumann steht mit strengem Blick vor der Theke am Süßwarenstand, während Sibylle Rehfeld ihren Namen in ihre Bildidee eingebracht hat. Von der Natur umgeben blickt sie als Reh hinter einem Baum hervor.
Aus verschiedenen anderen Bildern gehen Wünsche nach Reisen, Neugier auf fremde Kulturen, Liebe zu Tieren, zur Musik und ein harmonisches Umfeld hervor. Zur Eröffnung setzte sich die 80-jährige Ingeborg Kühn im Wechsel mit dem Gymnasiasten Rico Feist ans Klavier und beide spielten Musikstücke aus unterschiedlichen Zeiten. Die Gymnasiasten Thomas Schubert, Kevin Richter und Sebastian Drese zeigten symbolisch einen mühsamen Schritt ins Leben. Thomas und Kevin musste Zwiebeln schälen, da rollten einige Tränen. Sebastian durfte schon eine Brille beim Schälen tragen.
Wer diese Schritte gemeistert hatte, war eingeladen zum Zwiebelkuchenessen. „Es ist eine gelungene Ausstellung“, resümierte der Gastgeber Dr. Thomas Barth und ergänzte: „Die Zusammenarbeit des Gymnasiums mit den Aktiven Senioren gefällt mir sehrgut. Die Jungen und die Alten gehören zusammen.“
Die Ausstellung „So schmeckt das Leben“ kann noch bis Juni angeschaut werden.
Text und Foto: Marita Syrbe

Auszeichnung als "Verein 2006"

ASL Ball 07
Annelies Reinke nimmt die Auszeichnung „Verein des Jahres 2006“ entgegen
„Besser kann ein Jahr ja kaum beginnen“, schwärmt Annelies Reinke, Vereinsvorsitzende des Aktive Senioren Leipzig e.V., mit der Einladung zum „Ball des Sports 2007“ in der Hand. Natürlich hoffte sie wie auch alle Vereinsmitglieder auf einen Preis.
Im Vorfeld waren 350 Vereine aufgefordert worden sich am Wettbewerb „Verein des Jahres 2006“ zu beteiligen. Zum Thema „Sport gegen Gewalt – Sport spricht eine gemeinsame Sprache“ sollten die Vereine ihre Aktivitäten öffentlich machen. Ohne dass mit diesem Thema je gewuchert wurde, ist Integration bei Sport und Spiel, gemeinsamen Wandern und Singen schon lange Herzenssache der Aktiven Senioren.
Jetzt mussten die vielen Gruppenarbeiten nur noch aufs Papier gebracht werden. Erst bei der bewussten Zusammenfassung der vielen Möglichkeiten wurde klar, bei so vielen Angeboten kann jeder etwas finden. Beim Nordic Walking, Kegeln, Schwimmen, der Wasser- und Beckenrandgymnastik und dem Kreativen Tanz sind auch Aussiedler und Zuwanderer seit Langem mit Freude dabei und haben schon viele Sprachbarrieren überwunden. Für alle, die Musik und Tanz lieben ist es auch jedes Mal ein Erlebnis, wenn die Integrationsgruppe auf Festen ihre Bewegungsfreude zeigt. Ob bei einem Besuch auf der Buchmesse, einer Informationsveranstaltung, einer Bootsfahrt auf der Weißen Elster oder bei Buchlesungen, Migranten sind immer gerngesehene Gäste. Richtig stolz sind die vielen Helfer im Verein, die am Gelingen der 1. Sächsischen Makkabiade, dem Sportfest der jüdischen Migranten, teil hatten. Dieses Sportfest, zu dem 120 jüdische Sportler aus Leipzig, Dresden und Chemnitz angereist waren, war das erste wieder in Leipzig nach 70 Jahren und fand auf dem Sportplatzgelände der Aktiven Senioren statt.
Auf dem „16. Ball des Sports“ konnte Annelies Reinke die Auszeichnung „Verein des Jahres 2006“, persönlich von Oberbürgermeister Burkhard Jung entgegennehmen, der sie sogar freudig in die Arme schloss. Den Preis, der mit 1000 Euro Preisgeld verbunden ist, erhielten ebenfalls die Vereinsvorsitzenden vom HSG DHfK Leipzig e.V. und dem Kampfsport- und Fitness-Club Leipzig e.V., die gemeinsam mit Annelies Reinke auf der Bühne standen.
Text und Foto: Marita Syrbe

Aktive Senioren erhielten Preis

Preis zum Tag der Sachsen
Gert Große, Christine Börner, Annelies Reinke, Marianne Biller u. Lianne Petrasch v.l. mit ihrem Preis zum Tag der Sachsen in Marienberg
Foto: Marita Syrbe>
„Lasst euch alle umarmen“, mit diesem Worten ging Annelies Reinke, Vorsitzende des Aktiven Senioren Leipzig e.V. (ASL), mit einem
symbolischen Goldbarren in der Hand Freudestrahlend auf die mitgereisten Vereinsmitglieder zu.
Erstmals war zum „Tag der Sachsen“ in Marienberg
„Sachsens VereinsGold 2006“ in den vier Kategorien „Kultur“, „Sport“, „Soziales“, „Natur - Umwelt und Heimat“ vergeben worden. In der Bewerbung „Sport“ hatten die Aktiven Senioren Leipzig für ihre zahlreichen Aktivitäten im Präventiv- und Rehasport den ersten Preis errungen.
Zur Preisverleihung betraten Annelies Reinke und Christine Börner, verantwortlich für Kultur im Verein, mit jugendlichem Schwung die Bühne. Aus den Händen des Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen, Georg Milbradt, erhielt die Vorsitzende den Preis im Wert von1500 Euro und eine Urkunde.
Vom Programmdirektor von Radio PSR bekamen die beiden Frauen Glückwünsche und Blumen. Eine große Tulpe für drei Liter Bier und ein Fass Sternquell wurden vom Chef der Sterquell
Brauerei Plauen überreicht. Beide Unternehmen hatten gemeinsam mit dem Freistaat Sachsen diese Preise gesponsert. Marita Syrbe

Aktive Senioren e.V.
Aus der Arbeit des Aktive Senioren Leipzig e.V.
Marita Syrbe

Der Verein der Aktiven Senioren Leipzig e.V. macht von sich reden

„Fit, gesund und frohgelaunt im Alter“ - getreu diesem Motto sehen wir im Verein der Aktiven Senioren Leipzig e.V. unsere Aufgabe darin, Sport, Kultur, Weiterbildung und Geselligkeit sowie Beratungen zu sozialpolitischen Fragen in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen.
Unseren Aktivitäten steht ein Sportplatzgelände mit Gaststätte und Kegelbahn im Stadtteil Paunsdorf, in der Döllingstraße 31, zur Verfügung.
In der Innenstadt können sich die Mitglieder in einer Mehrzweckhalle oder im Unterrichtsraum im Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Straße 152, treffen, wo außerdem ein Büro mit freundlichen Mitarbeiterinnen für alle offen steht.
An einem Tag in der Woche bewegen sich die Frauen der rhythmischen Gymnastik in der Mehrzweckhalle. Vor der Tür warten schon die Teilnehmer der Sportwerbegruppe auf ihre Trainingszeit. Auf der Kegelbahn rollen die Kugeln und in der Studiobühne lauschen Interessenten einem Kunstdozenten.
So geht es bereits seit 15 Jahren im Verein der Aktiven Senioren Leipzig e.V. zu. Die über 1000 Mitglieder engagieren sich in Sprachkursen, Computerkursen, in Leipzigs Schwimmhallen, auf Wanderungen quer durchs Umland oder bringen mittels Pinsel und Farbe große oder kleine Kunstwerke aufs Papier. Die Kultur- und Bildungsangebote zeigten sowohl Dynamik als auch Bestand.
Manches hat sich überholt, anderes etablierte sich im Verein. So stellten beispielsweise die Kabarettisten „Die Unverbesserlichen“ bereits ihr zwölftes Programm vor. Die „Die Herbstzeitlosen“ sind eine Gruppe Frauen, die sich sowohl Sport und Tanz als auch der Parodie widmen. Sie feierten im vergangenen Sommer ihr zehnjähriges Bestehen. Die Combo spielt bereits seit elf Jahren zusammen und der Chor traf sich vor 14 Jahren zum ersten Mal.
Unser Hauptaugenmerk gilt dem Sport mit einer Vielzahl gesundheitsorientierter
Disziplinen, wie Wirbelsäulen- und Osteoporosegymnastik, Qi Gong, Yoga, Gelenksport, Pilates, Haltungs- und Fitnessgymnastik, Schwimmen, Wasser- und Beckenrandgymnastik und neuerdings auch dem Rehasport.

Zusatzinformation
Ab 6.9.06 stehen unserem Verein Mittwochs von 7 bis 8 Uhr zusätzlich für alle Wasserratten drei Schwimmbahnen in der Schwimmhalle Tarostraße zur Verfügung.
Infos zu Wasserbeckengymnastik, Schwimmen und Beckenrandgymnastik unter
Tel. 0341 2521451 oder 0341 3065281.


Insgesamt stehen pro Woche 80 sportliche und 20 kulturelle Veranstaltungen auf dem Programm.
Große Beliebtheit finden Freizeitsportarten wie Kegeln und Tischtennis. Viele unserer Senioren halten sich bei Stepptanz, Kreativem Tanz und Seniorentanz fit.
Auch kulturell sind die „Aktiven“ sehr aktiv. Die Veranstaltungsreihe „Davon gehört - noch nicht gesehen“ hat sich zu einem festen Bestandteil unserer monatlichen Programmgestaltung entwickelt.
So werden sehenswerte Einrichtungen in unserer Stadt und der näheren Umgebung vorgestellt. Auf Wanderungen erkunden wir Wald und Flur. Selbst Bustouren gehören zu unserem Vereinsleben.
Alle diese Angebote verfolgen das Ziel, den Bedürfnissen der Senioren zu entsprechen. Das heißt soziale Kontakte zu knüpfen, Stressabbau zu erreichen, seelische Konflikte zu lösen, Selbstbewusstsein zu stärken, verborgene Talente zu wecken und zu fördern oder ganz einfach Freude und Frohsinn auch im Alter zu finden und zu erhalten sowie ein Stück Lebensqualität zurückzugewinnen.
All das fand im vergangenen Jahr auch überregional große Anerkennung. So wurde unserer
Vorsitzenden Annelies Reinke die „Ehrennadel in Silber“ vom Landessportbund Sachsen verliehen. Der Verein erhielt den zweiten Platz beim „Altershilfepreis 2005“ der Stadt Leipzig und das Kabarett „Die Unverbesserlichen“ brachten aus Dresden den „Demokratiepreis 2005“ mit, der von der Landtagsfraktion der SPD Sachsen verliehen wurde.

Interview mit der Vorsitzenden des ASL, Frau Reinke für Radio blau - Länge: 7:01 min

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