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Auf den Spuren der Leipzoger Geschichte
Besuch im Erich-Zeigner-Haus
Eine Ausstellung erinnert hier an den ehemaligen Leipziger Oberbürgermeister(16. Juli 1945–5. April 1949) Erich Zeigner als Büchersammler, Kunst- und Musikliebhaber.Anfang Dezember war unsere Regionalgruppe hier zu Gast.
Dr. Manfred Hötzel gestaltet für uns die Führung mit Vortrag.
Danach hatten wir Gelegenheit die Ausstellung zu besichtigen. Bei einer Tasse Kaffee konnte uns Herr Dr. Hötzel noch manche interessanten Details aus dem Leben dieses, unseres ersten Oberbürgermeisters nach dem 2. Weltkrieg, vermitteln.
Das Erich-Zeigner-Haus findet man in der Zschochersche Straße 21 in Leipzig-Plagwitz.
Das Gebäude wurde um 1860 als privates Wohnhaus erbaut. 1895 wurde die Lücke zum 1890 errichteten großen Eckhaus Karl-Heine-Straße 30 (2005 abgerissen) durch einen Anbau geschlossen. Gebäude und Grundstück sind seit 1950 im städtischen Besitz. Das Wohnhaus und die Arbeitsräume Erich Zeigners stehen unter Denkmalschutz.
Nach der Einsetzung Erich Zeigners als Oberbürgermeister von Leipzig 1945 wurde das gesamte Erdgeschoß als seine Wohnung eingerichtet. Erich Zeigner starb am 4. April 1949.
Heute ist die Wohnung Sitz des 1999 gegründeten Erich-Zeigner-Haus e.V., der das Andenken an Erich Zeigner pflegt und den musealen Charakter der Räume erhält. Dazu zählen das Arbeitszimmer und die Bibliothek Zeigners sowie das Musikzimmer mit Möbeln, Büchern, Noten und Kunstgegenständen wie Gemälde, Graphiken, Vasen u. a. Besonders hervorzuheben sind eingebaute Bücherregale und Wandschränke, ein Flügel aus dem Jahre 1922 sowie ein Porträt Erich Zeigners von Walter Tiemann aus dem Jahr 1948.
Materiellen wie ideellen Wert besitzt auch der große Auszieh-Tisch, eine Handwerkerarbeit eines mit der Familie Zeigner befreundeten Tischlers. An ihm trafen sich während des Nationalsozialismus Antifaschisten, um Hilfe für Verfolgte zu organisieren. Er ist deshalb heute Namensgeber für das Vereinsprojekt "Der Tisch" zur Förderung von Zivilcourage.






