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An der Quelle - bei QUELLE
Schuma (wenn auch mit etwas Verspätung...) berichtet davon:
Wir wurden sehr freundlich in Empfang genommen. In einem Filmvortrag erhielten wir einen umfassenden Einblick in die logistischen Prozesse von der Kundenbestellung bis zur Versendung der Ware.
Die auf dem ehemaligen Agrarflughafen Leipzig-Mockau errichtete Anlage gilt als wichtiges Referenzobjekt für zeitgemäße Logistik und angewandte Spitzentechnologien.
Das Gelände hat eine Größe von 72 Hektar (ca.44 Fußballfelder), davon sind 115.000 qm bebaute Fläche.
Mit einem eigenen Gleisanschluss, einer Autobahnauffahrt sowie einer guten Anbindung an den Flughafen Leipzig-Halle verfügt Leipzig über optimale Strukturbedingungen, was für die Anlieferung der Ware sowie der Versendung (z.B. 120 Millionen einzelner Warenstücke in mehr als 43 Millionen Sendungen) eine unbedingte Voraussetzung ist.
Wir konnten uns vom Zusammenspiel zwischen Mensch und Technik
bei der Führung durch die einzelnen Abteilungen selbst überzeugen.
Hier ein kleiner Überblick über die Führung:
Auf den Fotos trifft sich die Gruppe zum Rundgang. Im Objekt war das Fotografieren (leider) verboten!
Täglich werden in der Zeit von 6.00 bis 23.00 Uhr bis zu 90.000 Lieferantenkartons per LKW und Zug angeliefert. Es gibt 40 Andocktore, die sich über eine Länge von 225 m im Wareneingangsbereich erstrecken.
Über 18 Teleskop-Förderbänder werden die LKWs entladen. Auf einem Band werden die Kartons gewogen und per Infrarot vermessen. Das ermöglicht , den Inhalt der Lieferung zu erkennen. Die Pakete werden automatisch gezählt und anschließend auf Tablare oder Paletten verladen.
Das Hochregallager:
Die Kartons nehmen nun den von Computern bestimmten Weg in das Hochregallager. Auf einem Förderband werden die Tablare (680.00 Tablarplätze) ins Lager transportiert. Die Paletten (42.000 Palettenplätze) gelangen über eine Elektro-Hängebahn dorthin.
Das Lager erstreckt sich über eine Höhe von 32 m, eine Länge von 165 m und eine Breite 128 m, das entspricht einem umbauten Raum von ca. 750.000 qm. Alle Abläufe im Warenlager werden durch Computer gesteuert.
Dieses Warenlager war mehr als beeindruckend für uns - ein Programmfehler oder Ausfall darf allerdings nicht passieren. Man würde Jahre brauchen, um die gelagerte Ware inhaltlich bestimmen zu können.
Verteilerlager
Hier wird die Ware zur Entnahme bereitgestellt. (74.000 Kartonplätze, 2.700 Palettenplätze) Der Bestand wird genauestens registriert, ist der im Rechner verankerter Mindestbestand erreicht, erfolgt automatisch die Nachbestellung.
Das bestücken der Regale erfolgt über den Computer, die Entnahme der Ware entsprechend der Kundenbestellung ebenfalls. In diesem Bereich sind vorwiegend Frauen beschäftigt. Das tägliche Laufpensum beträgt durchschnittlich 15-20 km pro Schicht.
Die in den so genannten Wannen abgearbeiteten Bestellungen werden dann über ein Förderband in den
Versand
zur weiteren Sortierung gebracht.
Wir konnten den Frauen über die Schulter schauen und so mancher von uns war froh, nicht an so einem Sortierband stehen zu müssen.
Zwei Signallichter zeigten an, ob die Warenbestellung eines Kunden komplett ist.
Packerei
Die Packerinnen vergleichen nochmals die angaben auf den Versandpapieren und den Warenscheinen. Die Kartongröße wurde vorher vom Computer berechnet - die Kartons geschlossen und die Adressenetiketten aufgeklebt und mit einem Knopfdruck wird die Paketrutsche wieder freigegeben und das nächste Päckchen kann abgefertigt werden - alles in einem angemessenen Tempo.
Nach diesem Rundgang - der immerhin 2 Stunden dauerte und einige Kilometer treppauf und treppab beinhaltete - hatte ich große Achtung vor den technischen Leistungen, aber auch vor den Anforderungen an die dort beschäftigten Frauen, denn auch mir taten die Füße weh...
Es war ein sehr lehrreicher Tag und ich kann einen Besuch im Versandzentrum Leipzig nur an alle die empfehlen, die einmal erleben möchten, wie eine Bestellung bei Quelle per Computer und Hand


