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Trotz Prothese mit „ beiden Beinen“ im Leben
Rando und sein Team hatte am 29. 9. 2004 zum Tag der offenen Tür in der
MSB Orthopädietechnik GmbH Leipzig, Semmelweißstraße 10, eingeladen.
Rando war lange Zeit Geschäftsführer dieses Betriebes. Sein Sohn Volker führt jetzt den Betrieb weiter. Dadurch hat Rando mehr Zeit sich für die „Feierabendler“ zu betätigen.
Schon 10 Uhr nahm Rando uns, die Feierabendmitglieder Uhuline, Seeblick, Heimsprudler und Sigrid., am Eingang in Empfang.
Die MSB Orthopädietechnik ist der Ansprechpartner für viele Belange Betroffener. Die Ursachen für Beinamputationen sind vielfältig. Hierzu zählen Gefäßerkrankungen, Verletzungsfolgen, bösartige Tumore, Infektionen und angeborene Missbildungen.
Rando als Orthopädiemechanikermeister zeigte uns die einzelnen Abteilungen und erklärte sehr anschaulich, wie die verschiedenartigsten Prothesen und Orthesen angefertigt werden.
Uns wurde bei der Führung klar, welcher Unterschied es zwischen Prothese und Orthese gibt.
Eine Prothese ist ein künstlicher Ersatz von amputierten Körperteilen wie z. B. Gliedmaße.
Eine Orthese dient zur Stabilisierung, Entlastung, Ruhigstellung, Führung oder Korrektur von Gliedmaßen. Rando zeigte uns entsprechende Prothesen und Orthesen, die sich in der Fertigung befanden. Auch die Anfertigung von orthopädischen Schuhen wurde erklärt.
Die Beschäftigten dieses Betriebes sind alles sehr gut ausgebildete Orthopädietechniker und Handwerksmeister. Die Berufsausbildung beträgt 3,5 Jahre und die zum Meister 5 Jahre.
Besonders kommt es bei dieser Arbeit auf ein genaues Arbeiten an. Die gefertigten Teile für den Patienten müssen ohne Nacharbeiten angepasst werden. Jedes angefertigte Teil ist ein Unikat.
Rando machte uns mit Patienten bekannt, die schon über Jahre Beinprothesenträger sind, ihren Lebensmut nicht verloren haben und mit „ beiden Beinen“ im Leben stehen.
Ein gutes Vertrauensverhältnis zwischen Techniker und Patient ist von großer Bedeutung.
Die Mitarbeiter müssen in der Lage sein, auf die Psyche der Patienten einzugehen. Man kann sich als Gesunder in die Situation eines Patienten, der durch Unfall ein Bein verloren hat, nicht hineinversetzten.
Wir bedanken uns bei Rando und seinem Team für den interessanten Tag. Gelernt haben wir sehr viel. Eine klare Vorstellung erhielten wir von dem Beruf eines Orthopädietechnikers.
Der Bericht soll anregen den nächsten Tag der offenen Tür der Orthopädietechnik zu nutzen.
Fotos: Uhuline


