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Auf den Spuren der Geschichte der Kiesbahn Leipzig-Lindenau
Ein Besuch beim Museumsfeldbahn Leipzig-Lindenau e.V.
26 Mitglieder unserer Regionalgruppe konnten erleben, wie sich ein Verein um die Erhaltung technischer Denkmale kümmert.Auf dem Vereinsgelände am alten Lindenauer Hafen, in der Plautstraße erwarteten wir am Treffpunkt die Museumsfeldbahn.Von Vereinsvorsitzenden Uwe Köhler werden wir auf 2 Wagen verteilt. Offen oder geschlossen können wir wählen. Optikermeister Hädicke in Bahnuniform überwacht den Vorgang.
Die Fahrt geht am letzten Betreiber, der Günter Papenburg GmbH vorbei. Der GmbH und den Denkmalbehörden haben wir es zu verdanken, dass das letzte 1 km Streckenstück, sowie der Lokschuppen mit einigen Nebengelassen vor dem Abriss bewahrt wurde. Der Ausbau erfolgte auf 1,5 km. Der Endbahnhof heißt "Schönauer Lachen".
Ausstieg, mitten im Wohngebiet, die Lachen mit vielen Vögeln und Reihern. Auf der Fahrt Blick zu den Speichern. Diese sollen bald rekonstruiert werden.
Während der Fahrt gab es Hinweise zu der 800 mm - spurigen Feldbahn. Die ersten nachweisbaren Einsätze gehen auf das Jahr 1856 zurück. Sie war beim Bau des heutigen Karl-Heine-Kanals eingesetzt. Zugmittel der hölzernen Kipploren waren Pferde. Als die Kanalbaustelle 1888 auf die mächtigen Kiesschichten der Schönauer Flur stieß, war ihr weiteres Wachsen und Werden dann stets mit dem Kiesabbau verbunden. Die Feldbahn übernahm in der Folge sämtliche Transportaufgaben zwischen den Kiesgruben und dem 1891 errichteten Mörtelwerk. 1902 wurde das Kanalprojekt aufgegeben. Die Kiesgruben erweiterten sich. Nach dem II. Weltkrieg musste die Bahn ihre Leistungsfähigkeit beweisen. Das zerstörte Leipzig brauchte Baustoffe. Die Bahn lief bis zur Stillegung im Mai 1991.
Dank der Initiative der Vereinsmitglieder konnte der Fahrzeugpark und das Schienenetz jetzt im Museumsbetrieb weitergeführt werden.
Vor dem Lokschuppen bittet Hans zum Fototermin. Uhuline hat den roten Regenschirm mit dem Feierabend-Logo aufgespannt. Diesen brauchten wir gottseidank nur als Sonnenschirm.
Quelle: Webseite des Vereins Text: Hans - Fotos: Hans, Traudel und Gerhard













