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Wir sind in der LVZ
© Leipziger Volkszeitung vom Mittwoch, 29. Oktober 2003
76-Jährige plaudert im Netz über Kanada-Tripp
Berichte übers Inlineskaten, über die "Eroberung" des Moseltals und vieles andere ist nachzulesen im Internet unter www.feierabend.de. Das Besondere daran: Die Autoren sind ausnahmslos älter als 50 Jahre. Als einer der mehr als 40 Regionalclubs wird die Leipziger Community geleitet von Reinhard Rädler aus Taucha und Heinz Klose aus Markkleeberg, Bruder des dortigen OBM Bernd Klose.
"Senioren sind nicht zwangsläufig alt, das merkt man vor allem, wenn sie am Computer sitzen", meint Reinhard Rädler. Er arbeitet zusammen mit Heinz Klose als so genannter Leipziger Regionalbotschafter für die seit fünf Jahren existierende Feierabend AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Das kostenlose Seniorenportal im Internet mit mehr als 15.000 Seiten richtet sich an Leute über 50. Chaträume und Diskussionsforen ermuntern zum Plaudern via Tastatur.
"Wie die Jungfrau zum Kind" seien Reinhard Rädler und Heinz Klose zu ihrem Job gekommen.
"Die Zentrale in Frankfurt hatte vor zwei Jahren Leipziger ,Feierabend'-Nutzer zu einem Treffen eingeladen", erzählt Heinz Klose. "Sie wollten wissen, ob hier Interesse für einen Regionalclub besteht." Bei der Frage nach dem Betreuen der Seiten hätten alle außer ihnen beiden den Kopf gesenkt, "und so war alles klar." Sie kümmern sich um die messestädtischen Seiten und organisieren Zusammenkünfte der etwa 150 angemeldeten Leipziger Nutzer. "Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat in der Seniorenresidenz 'Maternus' im Dresdner Hof", sagt Heinz Klose. "Wir sind aber kein Computerclub", betont der 57-Jährige. Im Mittelpunkt stehen Geselligkeit und das Organisieren von Ausflügen und Festen. "Im Mai sind wir über den Karl-Heine-Kanal geschippert oder haben das MDR-Gebäude in Halle besichtigt", zählt Reinhard Rädler auf. "Mittlerweile treffen sich die Mitglieder auch privat, ganz, wie es die ,Feierabend'-Philosophie vorsieht", so der Pressesprecher der sächsischen Bereitschaftspolizei.
76-Jährige plaudert im Netz über Kanada-Tripp
Berichte übers Inlineskaten, über die "Eroberung" des Moseltals und vieles andere ist nachzulesen im Internet unter www.feierabend.de. Das Besondere daran: Die Autoren sind ausnahmslos älter als 50 Jahre. Als einer der mehr als 40 Regionalclubs wird die Leipziger Community geleitet von Reinhard Rädler aus Taucha und Heinz Klose aus Markkleeberg, Bruder des dortigen OBM Bernd Klose.
"Senioren sind nicht zwangsläufig alt, das merkt man vor allem, wenn sie am Computer sitzen", meint Reinhard Rädler. Er arbeitet zusammen mit Heinz Klose als so genannter Leipziger Regionalbotschafter für die seit fünf Jahren existierende Feierabend AG mit Sitz in Frankfurt am Main. Das kostenlose Seniorenportal im Internet mit mehr als 15.000 Seiten richtet sich an Leute über 50. Chaträume und Diskussionsforen ermuntern zum Plaudern via Tastatur.
"Wie die Jungfrau zum Kind" seien Reinhard Rädler und Heinz Klose zu ihrem Job gekommen.
"Die Zentrale in Frankfurt hatte vor zwei Jahren Leipziger ,Feierabend'-Nutzer zu einem Treffen eingeladen", erzählt Heinz Klose. "Sie wollten wissen, ob hier Interesse für einen Regionalclub besteht." Bei der Frage nach dem Betreuen der Seiten hätten alle außer ihnen beiden den Kopf gesenkt, "und so war alles klar." Sie kümmern sich um die messestädtischen Seiten und organisieren Zusammenkünfte der etwa 150 angemeldeten Leipziger Nutzer. "Wir treffen uns jeden ersten Mittwoch im Monat in der Seniorenresidenz 'Maternus' im Dresdner Hof", sagt Heinz Klose. "Wir sind aber kein Computerclub", betont der 57-Jährige. Im Mittelpunkt stehen Geselligkeit und das Organisieren von Ausflügen und Festen. "Im Mai sind wir über den Karl-Heine-Kanal geschippert oder haben das MDR-Gebäude in Halle besichtigt", zählt Reinhard Rädler auf. "Mittlerweile treffen sich die Mitglieder auch privat, ganz, wie es die ,Feierabend'-Philosophie vorsieht", so der Pressesprecher der sächsischen Bereitschaftspolizei.
Zu den Treffen kommen regelmäßig etwa 30 Leute, wenn es um das Füllen der Internetseite geht, machen sie sich jedoch rar.
"Die Menschen haben vielleicht Berührungsängste, trauen sich nicht, etwas zu veröffentlichen", vermutet "Feierabend"-Mitglied Jürgen Vogel.
Gertraude Petrasch hat damit allerdings keine Probleme. Die 76-Jährige hat beispielsweise ihre Urlaubserlebnisse in Kanada ins Netz gestellt, außerdem ihre negativen Erfahrungen mit einem großen Telefonkonzern. "Den Umgang mit dem Computer habe ich in einemKurs bei den Aktiven Senioren gelernt", erzählt sie.
Ihr Hobby ist das Fotografieren, gerade erst hat sie ein virtuelles Fotoalbum fertiggestellt. "Mit 50 dachte ich, in 25 Jahren bist du eine richtig alte Frau, jetzt denke ich, Oma, du wirst nie erwachsen", schmunzelt die Leipzigerin. Fit hält sie sich mit Denksportaufgaben aus dem Netz.
Wer Mitglied in der Leipziger Community werden will, kann sich auf www.feierabend.de mit Namen und Adresse anmelden, muss sich dann nur noch einen Spitznamen und ein Zugangspasswort ausdenken. "Auf jeden Fall hilft ,Feierabend' gegen das Vereinsamen", meint Heinz Klose. "Und die grauen Zellen rosten nicht ein", fügt Gertraude Petrasch hinzu.
Anja Matsch
(Foto: W. Zeyen>
"Die Menschen haben vielleicht Berührungsängste, trauen sich nicht, etwas zu veröffentlichen", vermutet "Feierabend"-Mitglied Jürgen Vogel.
Gertraude Petrasch hat damit allerdings keine Probleme. Die 76-Jährige hat beispielsweise ihre Urlaubserlebnisse in Kanada ins Netz gestellt, außerdem ihre negativen Erfahrungen mit einem großen Telefonkonzern. "Den Umgang mit dem Computer habe ich in einemKurs bei den Aktiven Senioren gelernt", erzählt sie.
Ihr Hobby ist das Fotografieren, gerade erst hat sie ein virtuelles Fotoalbum fertiggestellt. "Mit 50 dachte ich, in 25 Jahren bist du eine richtig alte Frau, jetzt denke ich, Oma, du wirst nie erwachsen", schmunzelt die Leipzigerin. Fit hält sie sich mit Denksportaufgaben aus dem Netz.
Wer Mitglied in der Leipziger Community werden will, kann sich auf www.feierabend.de mit Namen und Adresse anmelden, muss sich dann nur noch einen Spitznamen und ein Zugangspasswort ausdenken. "Auf jeden Fall hilft ,Feierabend' gegen das Vereinsamen", meint Heinz Klose. "Und die grauen Zellen rosten nicht ein", fügt Gertraude Petrasch hinzu.
Anja Matsch
(Foto: W. Zeyen>



lang, lang wie der Chinese sagt.