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Kleinod im Leipziger Westen

Der Palmengarten

Palmengarten
Optikermeister Hädicke bei seiner Führung im Palmengarten
Zwischen der Jahnallee im Norden und Karl-Heine-Straße im Süden Leipzigs, liegt der ehemalige Palmengarten, eine historische Parkanlage.
Anlässlich des 50jährigen Bestehens des Leipziger Gärtner-Vereins im Jahre 1893 fand hier die Jubiläums-Gartenbau-Ausstellung statt. Das Gelände wurde nach Plänen des Leipziger Landschaftsgärtners Otto Moßdorf gestaltet.
Jahre später wurde ein Wettbewerb zur Schaffung eines Palmengartens nach Vorbild des Frankfurter Palmengartens ausgeschrieben, den der Gartentechniker Eduard May aus Frankfurt am Main zwar gewann, mit der Umsetzung des Siegerentwurfs wurde aber wiederum Otto Moßdorf, der Zweitplatzierte, beauftragt. Das Kernstück des Palmengartens bildete das Gesellschaftshaus mit einem angeschlossenen Palmenhaus.
Beide Gebäude stehen heute leider nicht mehr.
Das Gesellschaftshaus gewährte Platz für ca. 2000 Personen und das 1.280 m² große Palmenhaus bot mit tropischer Urwaldvegation, einem Rosengarten, Orchideen sowie mehreren hundert Dahlienarten eine prächtige Naturkulisse.
Im Jahr 1955 wurde der Palmengarten mit dem König-Albert-Park, dem Johannapark und dem Scheibenholzpark zum Clara-Zetkin-Park zusammengefasst, so dass sein eigentlicher Name immer mehr verdrängt wurde.
Hans-Joachim Hädicke, ein Leipziger Optikermeister, der sich der Leipziger Geschichte und insbesondere der des Palmengarten verschrieben hat, verstand es ausgezeichnet, während einer zweistündigen Führung die Mitglieder der Regionalgruppe in den Bann zu ziehen. An Hand vieler historischer Ansichten aus der Blütezeit des Palmengartens konnte man sich ein Bild von der vergangenen Pracht des Parkes verschaffen.
Man findet aber heute immer noch pure Erholung in einer Vielzahl von prächtigen und stattlichen Bäumen, Rhododendren, Teichen und Wanderwegen. Das schöne Wetter an diesem Vormittag verstärkte den Eindruck noch und weckte sicher bei vielen den Wunsch, dieses herrliche Stück Natur im Leipziger Westen wieder einmal zu besuchen.
Text: Reinhard (Sachse) Fotos: Hans (Heimsprudler)

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