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Besuch im Schokoladenmuseum Halle

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Am 10. März 2005 machten sich 22 Feierabend’ler der Regionalgruppe Leipzig auf den Weg gen Halle, um die Geheimnisse des Kakao, der Schokolade und der Pralinen zu erkunden. Mehr als 200 Jahre gibt es sie, die Halloren Schokoladenfabrik und damit ist sie Deutschlands älteste Schokoladenfabrik. Grund genug dem Schokoladenmuseum und der Schauproduktion einen Besuch abzustatten.

Schokoladengenuss hat eine über 3000 Jahre alte Tradition. Bei den Mayas und Azteken wurde der Kakao nicht nur als „göttliches Getränk“, sondern auch als Zahlungsmittel und zur Herstellung von Medikamenten genutzt. Der spanische Eroberer Hernan Cortez brachte den Kakao als "Göttertrank" 1529 nach Spanien, wo er mit einer neuen süßen Rezeptur bald große Beliebtheit erlangte. Von dort bis zur Schokolade, wie wir sie kennen, war es aber noch ein weiter Weg. Nachdem im 17. und 18. Jahrhunderts die Schokolade ein Statussymbol der Aristokraten war, wandelte sie sich im Verlauf des 19. Jahrhunderts von einem Luxusartikel zu einem Nahrungsmittel für breitere Bevölkerungskreise – ausgelöst zum einen durch die Ausweitung der Kakaoanbaugebiete, zum anderen durch die technische Entwicklung im Zuge der Industrialisierung.

In diese Zeit fällt auch die Gründung der Schokoladenfabrik in Halle. Die wechselvolle Geschichte begann mit einer Konditorei und Honigkuchenbäckerei in der Schokolade verarbeitet wurde und führte schnell zu einer Schokoladenfabrik mit hohem Ansehen. Vor allem die Marke „Mignon“ machte Schokolade aus Halle weltbekannt.


Nach dem 2. Weltkrieg bekam das Unternehmen den Namen Halloren. Damit verbunden wurde auch eine außergewöhnliche Schokoladenspezialität kreiert – die Hallorenkugel. Die Original Halloren Kugel hat die Form der Knöpfe der Trachten der Halloren, der Salzsieder von Halle an der Saale und hat im Inneren immer mindestens zwei verschiedene Füllungen unter einer zarten Haut von Schokolade.


Das alles und noch manches mehr haben wir auf unserem Rundgang und bei der Besichtigung der Schauproduktion erfahren. Höhepunkt war das Schokoladenzimmer, ein Raum in dem fast alle Gegenstände kunstvoll aus Schokolade gefertigt wurden. Nachdem wir in einem Video nochmals Firmengeschichte und Firmenphilosophie gezeigt bekamen, klang der Nachmittag mit reichlichen Schokoladen- und Confiserieproben und bei anschließendem Kaffee und Kuchen aus.


Wer dann immer noch nicht genug von der Schokolade hatte, konnte beim Werksverkauf für Ostern noch dies und das an Süßigkeiten einkaufen.



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