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Enkelgeschichten I

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In Erwartung der Enkel...

von magico



In der warmen Mittagsonne des Tages verlasse ich das Haus. Gerade als ich den Fuß auf das Straßenpflaster setzen will, springt mir ein Kreisel vor die Füße, angetrieben von der Schnur eines Kreiselstöckchens, den ein Siebenjähriger über die Steine flitzen läßt.
Nach einigen Schritten schon mußich ausweichen, denn einige Mädchen aus der Nachbarschaft haben mit weißer Kreideihre Hopsfelder auf den Fußweg gemalt und wetteifern nun, wer am fehlerfreiesten springen kann.
Natürlich gehtes dabei auch etwas laut zu, denn die Ulrike wird mächtig von ihren Freundinnen angefeuert.
Aber das ist noch gar nichts. An der Straßenecke wird es viel, viel lauter.
Beim Haschespielen wird jeder, der sich an der Wand freiklopfen kann, mit einem indianischen Geheul empfangen.
Ganz im Gegensatz zum fünfjährigen Peter und der kleinen Lisa, die ein paar Häusereingänge weiter auf den Stufen sitzen und Puppeneltern spielen. Dazu haben sie ein hübsches Puppenbettchen aus Stoffresten über eine Stufe bereitet und der "Vati" bereitet gerade auf der anderen Stufe seine Einkäufe aus:" eine Flasche Milch, ein Brot, ein Glas Marmelade..." und wieder wird ein Steinchen mehr auf den gespielten
Tisch gelegt. Puppenmutti Lisa ist ganz begeistert und sagt zu ihrer Puppentochter Lotti: "Schau nur, was der liebe Pappi alles eingekauft hat".

Es ist wirklich erstaunlich, geht es mir durch den Kopf, welche Phantasie
Kinder entwickeln können, und wie aus kleinen Steinen beseelte und wichtige Dinge des täglichen Lebens werden. Und wie im spielerischen Ausdruck das Verhalten und die Gespräche der Erwachsenen wiedergegeben werden.

In diesem Moment biegt eine Straßenbahn um die Ecke. Schrill und schäppernd ertönt ihre Warnklingel...
Ach, nein, es ist mein Wecker! Ganz benommen fahre ich aus meinem schönen Herbsttraum hoch und schaue um mich.
Richtig, Montag! Heute kommen meine Enkel.
Dort liegt der neue GameBoy, der ihn erst einmal für eine Weile ruhig stellen wird, und das Dreirad für Gitti habe ich auch beschafft. Muß jetzt nur zusehen, dass sie mir nicht beim Fahrenlernen die Möbel ramponiert.
Tja, und am Nachmittag werden wir zu "Belantis" fahren. Habe mir von meiner knappen Rente schon fünfzig Euro angespart, denn billiger wird es mit Straßenbahn, Bus und Eintritt kaum werden.
Wenn ich nur noch wüßte, was ich eigentlich geträumt habe?!


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Die "Besteigung" des Mount Everest in Leipzig
von gelimac

Hallo liebe Angelika,
"Hilfe, die Enkel kommen! Was nun?".
...so begann die eMail an alle Regionalmitglieder...

...hallo Reinhard, gerade diesen Ausruf mußte ich in diesen Herbstferien nicht tun, doch an manch andere freien Tage in anderen Jahren war es wirklich manchmal eine Quahl der Wahl...muß natürlich auch sagen, einmal bin ich wirklich nicht einfallslos, zum anderen hat ja unser Leipzig wirklich viel zu bieten und es ist immer für jeden etwas dabei...
Hatte gerade voriges Wochenende 3 Mitglieder meines Clubs hier in Leipzig zu Besuch und da habe ich eine Tagestour !! mit dem Auto durch Leipzig mit all seinen Sehenswürdigkeiten gemacht, mit vielen Stopps, habe viel vorher zusammengesucht und dann auch für jdenen ausgedruckt, ich denke auch sie waren begeistert von unserer Stadt...
Meine Enkelin ist 14 Jahre, wohnt nicht in Leipzig und so bot sich ein Besuch vorige Woche hier an...
8848 Everest das größte Panorama der Welt von Yadegar Asisi
Vom 24. Mai 2003 bis einschl. 31. Dez. 2003 im Gasometer der Stadtwerke Leipzig.

Was kann man da schon falsch machen?...eigentlich nichts, also sind wir los..., die 7 Euro Eintritt bezahlt und dann waren wir drin...ja, man kann sagen, wirklich mitten drin...im Eis, im Schnee, im Getümmel der anderen und wir bestaunten diesen monumentalen Berg in seiner Größe und seiner Schönheit mit all den anderen Besuchern.

"Der höchste Berg braucht auch das größte Panorama der Welt", sagt sich Architekt und Maler Yadegar Asisi. Und: "Wer einmal bewegt ist vom Thema Everest, der macht das einfach. Da braucht man keinen Grund." So einfach ist das also. Alles andere aber ist komplex: Modell-Erstellung und akribische Analyse von mehr als 100 Fotografien am Computer wechselt mit Malerei "Öl auf Leinwand". Das Ergebnis wird digital nachbearbeitet und beleuchtet, bis endlich die perfekte Illusion entsteht. Wie er sich auch dreht und wendet, der Betrachter hat den Mount Everest im Blick."
...und so war es auch...aus jedem Blickwinkel, aus jeder Stellung, man sah auf den Berg...
2003 jährt sich zum fünfzigsten Mal die Erstbesteigung des Mount Everest durch den Neuseeländer Edmund Hillary und den Nepalen Tenzing Norgay.
Schon immer hat der Everest, der mit 8848 Metern höchste Berg der Welt, die Menschen fasziniert. Es ist nicht nur die Höhe, die den alles überragenden Giganten zum bekanntesten Berg der Welt macht, es ist seine Geschichte und der Mythos voll der Träume, Triumphe, Verlockungen und Niederlagen, die ihn umgibt.
...so geht es auch dem Besucher, der genau weiß, dahinauf kommt man mal nie, doch steht man davor, bekommt man Respekt und es ist ein unheimlich erhebendes Gefühl, dem allen doch so nahe zu sein...

Wir 2 staunten sehr über die gewaltige Kulisse...
Der Zauber des Everest dauert unvermindert an, seine Bezwingung ist noch immer eine der größten Herausforderungen. Mittlerweile haben Tausende versucht, den Gipfel zu erklimmen. Statistisch gesehen kommt auf sechs Bergsteiger, die das Wagnis auf sich nehmen, einer, der den Versuch mit dem Leben bezahlt. Manche fallen Lawinen zum Opfer, andere sterben an Erschöpfung oder erfrieren, wieder andere sind wie vom Erdboden verschwunden. Ständig auf der Suche nach Grenzen menschlicher Kraft und Ausdauer, wurden seither unzählige Expeditionen unternommen, unter anderem die unglaubliche Tour Reinhold Messners und Peter Habelers, die den Aufstieg 1978 ohne zusätzlichen Sauerstoff schafften oder Messners spektakuläre Alleinbesteigung 1980.
Die ersten Alpinisten aus Sachsen erreichten ebenfalls ohne zusätzlichen Sauerstoff den Everest-Gipfel 2001.
Trotz der tragischen Ausgänge oder gerade deswegen löst der Berg eine nicht enden wollende Faszination aus. Nicht minder interessant sind Motiv und Antrieb der Bergsteiger, die auf der Suche nach ihren Grenzen zwischen Befriedigung und Sehnsucht hin- und hergetrieben werden.

...wir gingen nach diesem Besuch sehr beeindruckt wieder heim...wir suchten Im Internet und in Nachschlagewerken noch weitere Informationen zu diesem Berg und seiner Geschichte und ich denke ich kann da nun mit gutem Gewissen sagen, Beide haben wir viel von diesem Besuch gehabt, haben viel gelernt und viel Respekt vor dem Berg und deren Bezwingern erhalten...
In diesem Sinne denke ich lieber Reinhard, habe ich mal versucht, einen Tag im Ferienleben meiner Enkelin hier zu zeigen...

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