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Feierabend warnt:
Hohe Beuten bei Enkel- oder Neffentrick
Die Pressestellen der Polizeipräsidien geben immer häufiger Fälle bekannt, in denen eine bestimmte Methode des Trickbetruges angewendet wird, die besonders ältere Menschen zum Opfer machen möchte.
Göttingen:
Eine 67 Jahre alte Frau bekam einen Anruf von einem Unbekannten. „Hallo, wie geht es Dir denn?“, fragte dieser zunächst. Als die ahnungslose Frau den Mann für einen Verwandten hielt und antwortete „Bist Du es Siegfried ?“, ging das Gespräch seinen unerfreulichen Gang. Der Anrufer gab vor, für 15.000 Euro Aktien gekauft zu haben und dass er jetzt in Geldschwierigkeiten sei. Geschickt konnte er der Göttingerin entlocken, wie viel Bargeld sie besitzt und überredete die 67-Jährige schließlich, das Geld vom Konto ihrer Bank abzuheben. Mit dem Geld sollte die Frau dann vor ihrem Haus auf einen angeblichen Bankangestellten warten, der das Geld im Auftrag von „Siegfried“ abholen soll. Gesagt, getan. Die hilfsbereite Frau übergab die 4.000 Euro an einen gut gekleideten ca. 55 Jahre alten Mann mit kräftiger Statur. Der nahm die Ersparnisse und verschwand. (POL-GOE:293/2005)
Frankfurt:
Knapp 10.000 Euro erbeutete am Freitagmittag ein immer noch unbekannter Täter bei einem Enkeltrick zum Nachteil einer 85-jährigen Frau. Nach Angaben der Geschädigten rief gegen 11.00 Uhr ein Mann bei der Frau an und gab sich als Neffe namens Bernd aus. Durch geschickte Gesprächsführung überzeugte der Anrufer die Geschädigte von einem kurzfristigen finanziellen Engpass, so dass sich die Geschädigte bereit erklärte, mit Geld auszuhelfen. Später erschien dann ein Herr Schmidt und holte das Geld ab. Kurz darauf stellte die 85-Jährige fest, dass sie einem Betrüger aufgesessen war. (POL-F:100627-743 Nied)
Köln:
Die Hilfsbereitschaft und Zuneigung einer Seniorin für ihre Familienangehörigen hat eine Bande von Trickdieben um zehntausend Euro reicher gemacht und die ältere Dame aus Köln-Godorf nicht nur ruiniert, sondern auch schwer traumatisiert. Die 82-Jährige hatte Anfang April einen fünfstelligen Betrag einer ihr unbekannten Frau in der Annahme, ihrer Schwägerin aus einer Notlage helfen zu können, übergeben. (POL-K: 100310-2-K)
Die Liste der Fälle ließe sich endlos fortsetzen, jedoch scheint das Muster immer gleich. In einem netten Gespräch werden die Geschädigten verwirrt, überrumpelt und überzeugt, dass sie mit einer Vertrauensperson sprechen. Um dann tatsächlich auch an Beute zu kommen, nutzen die Täter dabei die Tatsache aus, dass Geld verleihen wesentlich ruhiger von der Hand geht, wenn dieses "in der Familie" bleibt. Auf den ersten Blick mag es erscheinen, als fallen nur besonders gutgläubige Menschen auf diese Manipulationen herein. Jedoch sind die Täter sehr geschickt dabei, Namen und andere Informationen zu erlangen, sowohl im Gespräch, als auch durch vorab getätigte Recherchen. Z.B. werden dann schnell beiläufig persönliche Grüße überbracht oder die letzten Familienfeste thematisiert.
Wie schützen wir uns?
Oft steckt hinter dem Betrug mehr als nur ein Einzeltäter. Ganze Banden organisieren einen "Enkeltrick" und jeder der Diebe hat dabei eine schauspielerische Rolle oder leistet Vorarbeit. Trickbetrug ist längst organisierte Kriminalität. Doch jede Polizeidienststelle liefert inzwischen Beratung, sowohl in Nachsorge wie in Vorsorge.
Feierabend rät die wichtigsten Grundregeln einzuhalten, um sich zu schützen.
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Auch bei mir haben sich schon Herren gemeldet,wo ich aber alle abgewiesen habe. Gruss Bluw /Ingrid
Es sind nicht nur die Betrügereien an der Hastür. Das Hauptproblem sind Mails wie von der "Postbank" zwecks Überprüfung der TAB-Nummern. Habe bereits schon 2 Mal so eine Mail erhalten. Da ich aber dort kein Konto habe, war es kein problem, aber auch so würde ich keine TAN-Nummern heraus geben. Gruß Lorby
Leider fallen immernoch Leute herein. Bei Geldfragen kann man nur vorsichtig sein.