Mode & Schönheit:  Alle im Treff Forum Gästebuch

Mach mit bei Feierabend.de!

Finde neue Freunde für Leben, Liebe und Freizeit

Online Sofortkontakt zu 160.000 Gleichgesinnten

Triff nette Menschen „vor Ort“ in 120 Regionalgruppen

Jetzt kostenlos anmelden!


Automatisch einloggen?

Passwort vergessen?
R_Mode
Einkaufstipps, aktuelle Trends und Mitgliederberichte.

Was ist Mode?

Vom Lendenschurz zum Designeranzug

Kleider
Die Mode ist heutzutage in aller Munde, doch die wenigsten wissen mit dem Begriff etwas anzufangen. Was ist Mode? Wann begann der Mensch sich zu bekleiden und warum? Warum ist Mode in der heutigen Gesellschaft so wichtig? All diesen Fragen sind wir nachgegangen und haben ein paar unterhaltsame Antworten gefunden.

Der Begriff Mode, der im lateinischen, modus, so viel wie Art bedeutet, bezeichnet die in einer bestimmten Zeit über einen bestimmten Zeitraum bevorzugte als zeitgemäß geltende Art, sich zu kleiden, zu frisieren und auszustatten. Betrachtet man die Mode von der soziologischen Seite aus, so drückt sie die Normierung gesellschaftlicher Beziehungen, die Zuordnung zu bestimmten Gruppen der Gesellschaft und die Anpassung von Individuen aus.

Im Mittelalter galt die Mode als Merkmal der Standeszugehörigkeit, die mit genauen Vorschriften belegt war. Heute ist Mode vor allem ein Mittel der Selbstdarstellung und Individualisierung, Ausdruck des Lebensstils.

Paradies
Wenn man auf der Suche nach den Anfängen des Bekleidens ist, sollte man es vielleicht mit einem Augenzwinkern tun, denn schon in der Bibel tut sich die Frage auf: "Brauchten die Urmenschen Kleidung, oder war das Paradies warm genug?" Denn es steht geschrieben, dass das Leben im Paradies nicht ganz so angenehm war, wie sich das viele denken. Adam und Eva waren nackt. "Im warmen Frühjahr, Sommer und Herbst konnten sie es schon mit der nackten Haut aushalten, aber im Winter fingen sie an, die Kälte sehr zu fühlen." Sie begannen den Leib mit "allerlei Laub der Bäume zu bedecken".

Wandmalereien
Noch unterhaltsamer wird es, wenn man erfährt, wie die Wissenschaft herausgefunden hat, seit wann der Mensch Kleidung trägt. Ein Artikel in der "Welt" vom 19. August 2003 enthüllt:

"Durch Erbgutanalysen bei Läusen haben Leipziger Anthropologen herausgefunden, seit wann Menschen Kleidung tragen. Demnach hüllten sich unsere Vorfahren erst vor etwa 110.000 bis 30.000 Jahren in Gewänder. Damit sei die Kleidung eine überraschend junge Erfindung, wie das Team um Mark Stoneking vom Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Current Biology" berichtet. Die Forscher stützen ihre Erkenntnisse auf Unterschiede im Erbgut von Kopf- und Körperläusen, die zeigen, wann sich diese beiden Varianten getrennt haben. Körperläuse leben und vermehren sich im Unterschied zu Kopfläusen nur in der Kleidung."

Feuer
Und noch etwas fanden die Wissenschaftler heraus:

Der Neandertaler fertigte in den Eiszeiten als erste Menschenart Kleidung an. Mit dem Übergang zur Jagd und der damit verbundenen Gefahr einer Überhitzung des Körpers bei längerer schneller Fortbewegung hatten die Vormenschen in Afrika größere Überlebens- und Fortpflanzungschancen, da sie weniger behaart waren. So verloren die Menschen allmählich Teile der Körperbehaarung. Andererseits wurde es notwendig, sich in den kalten Tropennächten zu schützen. Mit dem Vordringen in gemäßigte und kalte Regionen (Europa) war neben Feuer auch Kleidung unbedingt notwendig. Die ältesten archäologischen Hinweise auf Kleidung findet man an manchen Kunstwerken aus der Kulturstufe des Aurignacien in Europa. Das nach einer Fundstelle in Frankreich benannte Aurignacien währte in Mitteleuropa von vor etwa 35.000 bis 29.000 Jahren. Die Jäger und Sammler des Aurignacien waren in Mitteleuropa die ersten anatomisch modernen Menschen. Sie haben auch die ersten Kunstwerke geschaffen, unter denen es Menschendarstellungen gibt, deren Details mitunter Anhaltspunkte für die damalige Bekleidung liefern. Demnach scheinen die damaligen Jäger und Sammler im Sommer unter anderem einen Lendenschurz getragen zu haben.

Modell
Die Psychologie der Mode scheint einfach und schnell zu beschreiben und zu begründen zu sein. Es wirken eine Reihe von Grundbedürfnissen zusammen, aus denen die Modeerscheinungen psychologisch erklärt werden können:

  • Das Bedürfnis nach Beachtung: auffallen, wahrgenommen werden, Aufmerksamkeit erregen, Interesse finden, Anerkennung, Achtung und Respekt erhalten

  • Das Bedürfnis nach Bedeutung: wer sein, hervorragen, überragen, Bewunderung bewirken

  • Das Bedürfnis nach Gefallen (sich selbst und anderen)

  • Das Bedürfnis nach Abwechslung: abwechseln, Neues, Anderes, Verschiedenes

  • Das Bedürfnis nach Individualität: Eigenes, Persönliches, Einmaliges, Unverwechselbares

  • Das Bedürfnis: wahnsinnig, wahnsinnig, wahnsinnig gut auszusehen

  • Das Bedürfnis nach Konformität: In sein, dazu gehören, mithalten können, nicht (zu sehr unangenehm) auffallen (aus der Reihe tanzen), nachahmen, Vorbild, Idol- und Modellwirkung, Rollenerwartungen

  • Das Bedürfnis nach Identifikation und das Einnehmen der Erscheinungsform und Rolle der Vorbilder und Idole (Nachahmung).


  • Modehaus
    Doch um Mode auch wirken lassen zu können, benötigt man Stil. Was ist Stil? Stil ist die eigene, ganz persönliche Art sich zu kleiden, seine ganz persönlichen Favoriten, die gefallen, passen, welche die Persönlichkeit unterstreichen, die Vorteilhaftes betonen und Unvorteilhaftes bedecken. Stil hat nichts damit zu tun, jedem x-beliebigen Mitbürger beinahe alles zu präsentieren, wenn dieser nicht darum gebeten hat! Denn seien wir mal ehrlich, nicht immer gefällt uns der Anblick, den andere uns bieten.

    Mode hat als Ausdruck einer Kultur an Wert gewonnen, und wir haben die Möglichkeit, die Kleidung nicht nur in ihrer Vielfalt zu tolerieren, sondern durch sie auch das auszudrücken, was uns in dieser Zeit und in dieser Gesellschaft als wichtig erscheint.

    Diesen Artikel...

    weiterempfehlen an:

      bewerten:
    (bisher
    1
    Bewertungen)

      Um diesen Artikel zu kommentieren musst Du eingeloggt sein! Einblenden / verstecken hat 1 Kommentar(e):