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Lange Tradition: heimische Pflanze mit Geschichte
Züchtung mit Erfolg: Raps wird seit über 4.000 Jahren angebaut
Nicht viele andere Pflanzen, die heute eine so große Bedeutung haben, haben eine so interessante Geschichte wie der Raps. Erste Quellen berichten von Vorfahren der Rapspflanze in Asien bereits um 2.000 v. Chr. Bis zum Anbau des „Gold des Nordens“ vergingen jedoch noch einige Jahre, denn erst im 16. Jahrhundert fand dieser seinen Anfang, vorerst beschränkt auf die Küstengebiete Norddeutschlands. Dank der jahrelangen Arbeit und intensiven Bemühungen der Rapszüchter wurde mit dem erhältlichen Rapsöl ein Produkt geschaffen, das den ernährungsphysiologischen Anforderungen gerecht wird, die an ein empfehlenswertes Speiseöl gestellt werden. Und heute – fast 20 Jahre nach der Einführung der aktuellen Rapsöl-Qualität – hat sich das heimische Speiseöl zu einem Trendprodukt der modernen und zeitgemäßen Ernährung entwickelt.Das richtige Öl: Kleine Rapsöl-Warenkunde
Rapsöl gibt es in den beiden Varianten „Feines Rapsöl“ und „kalt gepresste Rapsölspezialitäten“. Da kalt gepresstes Rapsöl schonend bei niedrigen Temperaturen – durch mechanischen Druck und die Bewegung der Rapssamen in einer kleinen, sich kontinuierlich drehenden Schneckenpresse – gewonnen wird, sollte es auch in der Küche sanft behandelt werden. Es eignet sich in erster Linie für die Verwendung in der kalten Küche und gibt Speisen ein herzhaft nussiges Aroma.Dagegen kann das „Feine Rapsöl“, das vor der Pressung erwärmt und in mehreren Verfahren gereinigt und von Geschmacks-, Geruchs- und Farbstoffen befreit wird, auf bis zu 175 Grad erhitzt werden. Damit ist „Feines Rapsöl“ ideal zum Braten sowie für jede andere Zubereitungsart geeignet. Da es geruchs- und geschmacksneutral ist, bringt es den Eigengeschmack der Lebensmittel besonders gut zum Ausdruck. Zusammen mit Kräutern und Gewürzen ist es aber auch eine gute Basis für eine leckere Marinade.
Beim Braten ist das erste Anbraten besonders wichtig. Daher Topf oder Pfanne mit Rapsöl zunächst hoch erhitzen, erst dann die Zutaten hinein geben. Die Temperatur kann später auf 150 bis 170 °C reduziert werden.
Rapsöl: auch von der DGE entdeckt
Die positiven Eigenschaften, wie die mustergültige Fettsäurezusammensetzung des Rapsöls, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) dazu bewogen, Rapsöl als zu befürwortendes Speiseöl explizit in ihre überarbeiteten Regeln „Vollwertig essen und trinken nach den 10 Regeln der DGE“ aufzunehmen. In Regel 5 wird gesondert empfohlen, „pflanzliche Öle und Fette (z.B. Raps- und Sojaöl und daraus hergestellte Streichfette)“ zu verzehren. Diese Empfehlung ist von höchster Instanz und somit ein großer Fortschritt für das heimische Rapsöl, das sich langsam aber sicher einen Spitzenplatz im Handel und in deutschen Küchen sichert.Mit Rapsöl kochen
Rumpsteak in Knoblauch-Minze-Marinade mit Kartoffel-Apfel-Plätzchen mit SchneidebohnenZutaten
1-2 Knoblauchzehen
2 Stiele Minze
4 EL Apfelsaft
8 EL Rapsöl
Salz und Pfeffer
4 Rumpsteaks (à 200 g)
750 g Schneidebohnen
500 g mehlig kochende Kartoffeln
1 Apfel (ca. 150 g)
1 kleine Zwiebel
1 Ei
200 ml Rinderfond (aus dem Glas)
1 gehäufter TL Speisestärke
Zubereitung
Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Minze waschen, trocken tupfen und in Streifen schneiden. Beides mit Apfelsaft, 2 EL Rapsöl, Salz und Pfeffer in eine flache Auflaufform geben und vermischen. Rumpsteaks waschen, trocken tupfen und mindestens 2 Stunden (oder über Nacht) darin marinieren. Inzwischen Bohnen putzen, waschen und schräg in ca. 1 cm große Stücke schneiden. Kartoffeln, Apfel und Zwiebeln schälen und auf der groben Reibe in eine Schüssel raspeln. Ei unterrühren und die Masse mit Salz würzen. 4 EL Rapsöl portionsweise in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Pro Kartoffel-Apfel-Plätzchen 1 EL Teig hineingeben und zu dünnen Fladen verstreichen. Von jeder Seite ca. 3 Minuten braun braten, dann herausnehmen und im Backofen bei 100 °C warm stellen. Nacheinander den ganzen Teig so verarbeiten.
Fleisch aus der Marinade nehmen und trocken tupfen. Die restlichen 2 EL Öl in der Pfanne erhitzen, die Steaks darin pro Seite ca. 4 Minuten braten. Inzwischen die Bohnen in Salzwasser ca. 7 Minuten dünsten. Fleisch ebenfalls warm stellen. Nun von der Marinade 2 EL ins Bratfett geben, Fleischfond zufügen und aufkochen lassen. Speisestärke in wenig Wasser anrühren, in die Flüssigkeit gießen und unter Rühren aufkochen lassen. Bohnen abgießen und zusammen mit den Kartoffel-Apfel-Plätzchen, den Rumpsteaks und der Sauce anrichten.
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