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„Die Schreibpaten“ – ein kreativer Workshop

Faruk und Charlotte Meisel
Illustratorin Charlotte Meisel rechts im Bild
"Mir hat es ganz toll gefallen, dass ich ein Geschichtenbuch machen darf", sagte Ayman Aouraghe bei der Buchvorstellung zu einer Journalisten der FAZ. Der Siebenjährige ist einer der 22 Autoren des Buches „Aliens und die Tränen von Noah - eine beinah außerirdische Geschichte“. „22 Autoren und ein Buch?“, werden Sie sich nun vielleicht fragen. In der Tat, so etwas hört man wirklich selten! Ein Projekt der Stadt Wiesbaden/Amt für Soziale Arbeit/Altenarbeit in Kooperation mit der Kindertagesstätte Terre des Hommes (Wiesbaden) hat dies 11 Kindern und 11 Erwachsenen ermöglicht. Die Initiatoren Christoph Herpel (verantwortlich für die Durchführung) und Verena Rotermund (Projektleitung) hatten die zündende Idee für das Projekt, dass zudem zeigte, dass aus einem generationsübergreifendes Miteinander eine Fülle schöner Ideen entstehen kann.

Kleine Patenteilnehmerin
Nachdem über die Tagespresse genügend erwachsene Teilnehmer gefunden waren, trafen diese sich, um anhand von Methoden aus dem „Kreativen Schreiben“ zu lernen, wie man kleine Texte, Kurzgeschichten oder auch Märchen selbst verfasst. Nach zwei Monaten kamen die Kinder ins Projekt. Zuvor hatten sie mit den Erwachsenen „Steckbriefe“ ausgetauscht, auf denen sie neben persönlichen Angaben ihr Lieblingsbuch und ein Symbol aus dieser Geschichte eintrugen. Dies diente dem gegenseitigen Kennen lernen und sollte alle Teilnehmer miteinander ins Gespräch bringen.

Abschlussveranstaltung
Schnell wurden die Kinder mit den Erwachsenen vertraut und malten Bilder, die gemeinsam besprochen wurden. Die daraus entstandenen Inhalte verwandelten die Erwachsenen in kleine Geschichten. In der 3. Sitzung wurden dann Elemente für das spätere Buch gesammelt. Die Vorgabe war lediglich, dass die Geschichte auf einem Weg beginnen sollte. Aus den Ideen hierzu entstand der Plot für die spätere Geschichte: Aliens (auf den ausdrücklichen Wunsch der Kinder hin) landen auf der Erde und erleben einen ereignisreichen, magischen Tag mit den Kindern im Stadtpark.

Bei der Arbeit
Im Juni erklärte sich der Verlag für Medienpraxis und Kulturarbeit/ Ludwigshafen bereit, das Buch zu verlegen. Auch der Sozialdezernent der Stadt Wiesbaden, Arno Goßmann, der bei der Buchvorstellung im November anwesend war, zeigte sich begeistert: "So was bringt mehr als manch hehres Wort an Feiertagen, dass Alt und Jung sich achten sollen."

Leseprobe aus „Aliens und die Tränen von Noah- eine beinah außerirdische Geschichte“

Aliens und die Tränen von Noah
Heute ist Sonntag. Auf der Wiese im Stadtpark treffen sich viele Menschen zum Picknick. Kinder und ihre Eltern schleppen Körbe herbei, prall gefüllt mit Würstchen, Saft und anderen guten Sachen. Maxim breitet gerade eine bunte Decke aus, als er Eleana, Faruk, Noah und alle seine anderen Freunde auf dem großen Klettergerüst entdeckt. Vom Grillplatz her zieht der Duft von Gebratenem verlockend durch den Park. Einige Menschen auf der Wiese scheinen ihren Appetit ganz vergessen zu haben. Gebannt starren sie in den Himmel. Jetzt erkennen die Kinder es auch: Ganz weit hinten am Horizont ist ein kleiner Punkt zu sehen, der sich kreisend bewegt und immer näher und näher kommt. Man kann ihn immer deutlicher erkennen. Er ist gelb und leuchtet.Das sieht ja aus wie ein Raumschiff!

Eine Lesung des Buchs findet am 15. Mai 2009 um 15 Uhr

im Rahmen der „Kulturtage Bergkirchenviertel“ im Seniorentreff Adlerstraße 19 in Wiesbaden statt. Das Buch selbst kann über den Buchhandel unter der ISBN 3927126586, direkt im Seniorentreff Adlerstraße 19 (Tel. 0611-2046830) oder beim Verlag (www.alfons-kaiser.de) bezogen werden.

Die Initiatoren des Projekts

Verena Rotermund und Christoph Herpel
Verena Rotermund, geb. 1968 in Gießen. Von 1994-2007 als Diplom-Sozialarbeiterin tätig, seit 2007 selbstständig mit ihrer Firma VR Coaching (Mainz). Schwerpunkte: Projektbegleitung und Coaching, Leiterin von Schreibwerkstätten
Christoph Herpel, geb. 1968 in Oberwesel. Nach einer handwerklichen Ausbildung studierte er Sozialarbeit an der Katholischen Fachhochschule in Mainz. Von 1999 bis 2008 leitete er den Städtischen Seniorentreff Adlerstraße in Wiesbaden. Jetzt ist er Leiter der AG-Seniorentreffs beim Amt für Soziale Arbeit der Stadt Wiesbaden.

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