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Thementreff > Leben > Ahnenforschung_alt > Expertensprechstunde zum Thema Ahnenforschung > Antworten der Expertin 2
Wo kommen wir her? Wer sind unsere Vorfahren? Das Thema Familienforschung zieht immer mehr Menschen in seinen Bann. Bei www.ancestry.de findest Du eine der weltweit größten Sammlung von historischen Dokumenten für die Ahne
Antworten der Expertin 2: Fragen zur Forschung
Herr Pohland fragt:Wohin muss ich mich wenden, wenn ich etwas über meine Vorfahren in den ehemaligen deutschen Gebieten Polens erfahren möchte?
Mit freundlichen Grüßen
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Pohland,
Ohne weitere Informationen fällt es mir schwer, eine konkrete Antwort zu geben.
Die wichtigen Faktoren für die Bestimmung von Forschungsmöglichkeiten in den ehemaligen Ostgebieten sind:
1. Wo haben Ihre Vorfahren gelebt?
2. Welche Religion hatten Ihre Vorfahren?
Wenn Sie diese Angaben haben, kann das weitere Vorgehen sondiert werden: Wenn der Ort und die Religion bekannt sind, muss herausgefunden werden, zu welcher Kirchengemeinde dieser Ort gehörte.
Hier eine Auswahl der möglichen Anlaufstellen zur Forschung in Polen: Viele Originaldokumente sind leider dem Krieg oder den Kriegswirren zum Opfer gefallen. Viele Kirchenbücher, standesamtliche Urkunden sowie andere historische Quellen sind teilweise schon während der 1930er Jahren auf Mikrofilm gesichert worden und können in den Forschungszentren der Mormonen bestellt und eingesehen werden.
Verschiedene evangelische Kirchenbücher können auch im Zentralen Kirchenarchiv in Berlin eingesehen werden (www.ezab.de). Die Sammlung der polnischen katholischen Kirchenbücher wurde vor einigen Jahren vom Bischöflichen Zentralarchiv Regensburg nach Polen zurückgegeben. Es lohnt sich aber auf alle Fälle auch immer die Prüfung, welche Kirchenbücher oder andere Quellen nur noch im zuständigen Archiv vor Ort in Polen direkt einsehbar sind.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Forschung.
Herr Hünecke fragt:
Sehr geehrte Frau Bentschneider,
ich habe mir ein Computerprogramm zur Erstellung von Ahnentafeln und Stammbäumen zugelegt und komme damit auch ganz gut zurecht. Eine Frage konnte ich bisher nicht beantworten:
Ist es richtig, eine Ehefrau normalerweise mit ihrem Geburtsnamen zu führen? Wie muss die Sache bei geänderten oder verschiedenen Familiennamen gehandhabt werden?
Freundliche Grüße
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Hüneke,
es ist richtig, dass Ehefrauen in Genealogie-Computerprogrammen mit deren Geburts- oder Mädchennamen eingeben werden. Sonst wäre ja auch eine Erforschung bzw. eindeutige Zuordnung zu deren Vorfahren gar nicht möglich.
Der Umgang mit den von Ihnen angesprochenen geänderten oder verschiedenen Familiennamen hängt ein wenig von dem Grund für die Änderung bzw. auch von der verwendeten Software ab. Einige Programme geben die Möglichkeit, verschiedene Nachnamen einzugeben. Prüfen Sie hierzu bitte die Anleitung oder kontaktieren den Hersteller. Sollten die technischen Vorraussetzungen für den Vermerk eines geänderten Namens nicht gegeben sein, schlage ich vor, darüber einen Vermerk in dem Feld „Notizen“ zu machen, so dass die Änderung, der Zeitpunkt der Änderung und evtl. auch der Grund für die Namensänderung vermerkt und festgehalten ist.
Weiterhin viel Spaß bei Ihren Forschungen.
Sehr geehrte Frau Bentschneider,
ich habe mir ein Computerprogramm zur Erstellung von Ahnentafeln und Stammbäumen zugelegt und komme damit auch ganz gut zurecht. Eine Frage konnte ich bisher nicht beantworten:
Ist es richtig, eine Ehefrau normalerweise mit ihrem Geburtsnamen zu führen? Wie muss die Sache bei geänderten oder verschiedenen Familiennamen gehandhabt werden?
Freundliche Grüße
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Hüneke,
es ist richtig, dass Ehefrauen in Genealogie-Computerprogrammen mit deren Geburts- oder Mädchennamen eingeben werden. Sonst wäre ja auch eine Erforschung bzw. eindeutige Zuordnung zu deren Vorfahren gar nicht möglich.
Der Umgang mit den von Ihnen angesprochenen geänderten oder verschiedenen Familiennamen hängt ein wenig von dem Grund für die Änderung bzw. auch von der verwendeten Software ab. Einige Programme geben die Möglichkeit, verschiedene Nachnamen einzugeben. Prüfen Sie hierzu bitte die Anleitung oder kontaktieren den Hersteller. Sollten die technischen Vorraussetzungen für den Vermerk eines geänderten Namens nicht gegeben sein, schlage ich vor, darüber einen Vermerk in dem Feld „Notizen“ zu machen, so dass die Änderung, der Zeitpunkt der Änderung und evtl. auch der Grund für die Namensänderung vermerkt und festgehalten ist.
Weiterhin viel Spaß bei Ihren Forschungen.
Herr Kolvenbach fragt:
Existieren Landkarten, bei denen ich einen Nachnamen wählen kann, um dann zu sehen, wie sich dieser Name räumlich verteilt? Beispiel: Ich wähle Müller und sehe dann alle Müller in Deutschland und kann dann auf einen Namen aus einer bestimmten Stadt oder Region klicken und sehe dann deren Stammbaum?
Mit freundlichemn Grüßen
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Kolvenbach,
das wäre eine sehr schöne Idee, die leider bisher (noch) nicht existiert. Wie in der Einleitung zum Thema Namensforschung besprochen, gibt es auf der Webseite www.ancestry.de die Möglichkeit, eine Verbreitung der Nachnamen in Deutschland anzusehen. Da diese Daten der Namensverbreitung auf den Telefonbucheinträgen basieren, ist eine technische Umsetzung der Abgleichung mit Stammbäumen nicht möglich.
Ich kann Ihnen nur raten, dass Sie sich an einen regionalen Ahnenforschungsverein wenden. In deren Beständen und Bibliotheken befinden sich Schätze und oftmals komplette genealogische Sammlungen und Forschungen. Engagierte Mitglieder der Vereine sind auch immer gerne bei solchen Fragen behilflich.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Forschung.
Existieren Landkarten, bei denen ich einen Nachnamen wählen kann, um dann zu sehen, wie sich dieser Name räumlich verteilt? Beispiel: Ich wähle Müller und sehe dann alle Müller in Deutschland und kann dann auf einen Namen aus einer bestimmten Stadt oder Region klicken und sehe dann deren Stammbaum?
Mit freundlichemn Grüßen
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Kolvenbach,
das wäre eine sehr schöne Idee, die leider bisher (noch) nicht existiert. Wie in der Einleitung zum Thema Namensforschung besprochen, gibt es auf der Webseite www.ancestry.de die Möglichkeit, eine Verbreitung der Nachnamen in Deutschland anzusehen. Da diese Daten der Namensverbreitung auf den Telefonbucheinträgen basieren, ist eine technische Umsetzung der Abgleichung mit Stammbäumen nicht möglich.
Ich kann Ihnen nur raten, dass Sie sich an einen regionalen Ahnenforschungsverein wenden. In deren Beständen und Bibliotheken befinden sich Schätze und oftmals komplette genealogische Sammlungen und Forschungen. Engagierte Mitglieder der Vereine sind auch immer gerne bei solchen Fragen behilflich.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Forschung.
Herr von Freeden fragt:
Sehr geehrte Frau Bentschneider,
der Stammbaum meiner Familie reicht bis 1732 zurück. Der älteste Nachweis ist:
Ihne Janssen von Freeden, geb. 12.10.1732 in Norden, gest. 15.02.1799 in Norden.Wie komme ich an weitere Familienmitglieder, vor 1732. Viele sind auch ausgewandert nach Amerika.
Die Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr von Freeden,
zuerst gilt es herauszufinden, welche Quellen und Unterlagen aus Norden vor 1732 existieren, also wann fangen die Kirchenbücher an, gibt es eventuell andere Quellen wie Steuerlisten, Besitzurkunden oder ähnliches aus denen weitere Angaben zu den Eltern, Großeltern, usw. des Janssen von Freeden hervorgehen. Die Frage nach den Auswanderern erfordert eine andere Herangehensweise: Hier ist zu bestimmen, wann diese Personen ausgewandert sind. Mit Hilfe der Passagierlisten, der Ankunftslisten sowie der amerikanischen Volkszählungslisten lässt sich der Verbleib dieser entfernten Verwandten beziehungsweise deren Nachkommen mit etwas Glück und Geduld vielleicht bis heute klären.
Die angesprochenen Volkszählungslisten gibt es ab dem Jahr 1700. Alle 10 Jahre wurden diese erstellt, allerdings sind die Listen der ersten Jahre noch sehr lückenhaft bzw. nur noch für einige Staaten und Städte existent.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Forschung.
Sehr geehrte Frau Bentschneider,
der Stammbaum meiner Familie reicht bis 1732 zurück. Der älteste Nachweis ist:
Ihne Janssen von Freeden, geb. 12.10.1732 in Norden, gest. 15.02.1799 in Norden.Wie komme ich an weitere Familienmitglieder, vor 1732. Viele sind auch ausgewandert nach Amerika.
Die Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr von Freeden,
zuerst gilt es herauszufinden, welche Quellen und Unterlagen aus Norden vor 1732 existieren, also wann fangen die Kirchenbücher an, gibt es eventuell andere Quellen wie Steuerlisten, Besitzurkunden oder ähnliches aus denen weitere Angaben zu den Eltern, Großeltern, usw. des Janssen von Freeden hervorgehen. Die Frage nach den Auswanderern erfordert eine andere Herangehensweise: Hier ist zu bestimmen, wann diese Personen ausgewandert sind. Mit Hilfe der Passagierlisten, der Ankunftslisten sowie der amerikanischen Volkszählungslisten lässt sich der Verbleib dieser entfernten Verwandten beziehungsweise deren Nachkommen mit etwas Glück und Geduld vielleicht bis heute klären.
Die angesprochenen Volkszählungslisten gibt es ab dem Jahr 1700. Alle 10 Jahre wurden diese erstellt, allerdings sind die Listen der ersten Jahre noch sehr lückenhaft bzw. nur noch für einige Staaten und Städte existent.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Forschung.
Frau Weishaupt fragt:
ich möchte mich in Zukunft mit Ahnenforschung beschäftigen und würde gerne aus Interesse von Ihnen wissen: Wie weit zurück geht der älteste Stammbaum eines Nichtadels-Geschlechts und gibt es Namen in Deutschland/Europa, die man einfach nicht zurückverfolgen kann?
Viele Dank im Voraus und freundliche Grüße
Die Antwort der Expertin:
Sehr geehrte Frau Weishaupt,
auch diese Frage lässt sich leider nicht so pauschal beantworten. Da die Erforschung von Stammbäumen generell eine persönliche Angelegenheit ist, verbleiben diese meist innerhalb der Familie, mit etwas Glück wurde eine Kopie davon an den regionalen Ahnenforschungsverein gegeben, und ein aktiver Forscher hat sogar eine Familienchronik herausgebracht. Da es aber als solches keine generelle Sammelstelle von Stammbäumen gibt, gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort.
Generell kann man sagen, dass die Chancen recht gut stehen, die Vorfahren bis zum Beginn der Kirchenbücher, mit etwas Glück vielleicht auch noch 1-2 Generationen weiter zurückerforschen zu können.
Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurden leider viele Kirchen und Kirchenbücher zerstört und man nennt grob den Zeitraum Jahr 1650-1700 als „Anfang“ der Kirchenbücher. Wie bereits erwähnt, gleicht in der Forschung kein Fall dem anderen. Es kann sein, dass in Dorf A die Bücher komplett zerstört worden sind und im danebenliegenden Dorf B alle Bücher noch existieren.
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, sei es, dass die Kirchenbücher bereits 15xx anfangen und noch vollständig erhalten sind oder dass zum Beispiel durch ein Feuer 1699 die Kirchenbücher zerstört wurden und erst wieder ab 1708 existieren. Dies gilt es von Fall zu Fall zu klären.
Folgende Schwierigkeiten können bei der Erforschung von Namen bzw. Familien auftreten:
Auch Sie werden sicherlich, wenn Sie weit genug zurückgeforscht haben, eventuell auf „Hindernisse“ stoßen. Aber glauben Sie mir, wenn Sie der Forscher-Ehrgeiz erst einmal gepackt hat, werden Sie auch hier Wege finden, diese zu überwinden.
ich möchte mich in Zukunft mit Ahnenforschung beschäftigen und würde gerne aus Interesse von Ihnen wissen: Wie weit zurück geht der älteste Stammbaum eines Nichtadels-Geschlechts und gibt es Namen in Deutschland/Europa, die man einfach nicht zurückverfolgen kann?
Viele Dank im Voraus und freundliche Grüße
Die Antwort der Expertin:
Sehr geehrte Frau Weishaupt,
auch diese Frage lässt sich leider nicht so pauschal beantworten. Da die Erforschung von Stammbäumen generell eine persönliche Angelegenheit ist, verbleiben diese meist innerhalb der Familie, mit etwas Glück wurde eine Kopie davon an den regionalen Ahnenforschungsverein gegeben, und ein aktiver Forscher hat sogar eine Familienchronik herausgebracht. Da es aber als solches keine generelle Sammelstelle von Stammbäumen gibt, gibt es auf diese Frage keine pauschale Antwort.
Generell kann man sagen, dass die Chancen recht gut stehen, die Vorfahren bis zum Beginn der Kirchenbücher, mit etwas Glück vielleicht auch noch 1-2 Generationen weiter zurückerforschen zu können.
Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurden leider viele Kirchen und Kirchenbücher zerstört und man nennt grob den Zeitraum Jahr 1650-1700 als „Anfang“ der Kirchenbücher. Wie bereits erwähnt, gleicht in der Forschung kein Fall dem anderen. Es kann sein, dass in Dorf A die Bücher komplett zerstört worden sind und im danebenliegenden Dorf B alle Bücher noch existieren.
Natürlich gibt es immer Ausnahmen, sei es, dass die Kirchenbücher bereits 15xx anfangen und noch vollständig erhalten sind oder dass zum Beispiel durch ein Feuer 1699 die Kirchenbücher zerstört wurden und erst wieder ab 1708 existieren. Dies gilt es von Fall zu Fall zu klären.
Folgende Schwierigkeiten können bei der Erforschung von Namen bzw. Familien auftreten:
- Sogenannte „Tote Punkte“, d. h. wegen fehlenden oder lückenhaften Quellen (Kirchenbücher) kommt man (vorübergehend) nicht weiter.
- Ein Pastor hat die Bücher nicht regelmäßig geführt
- Namen sind falsch oder unvollständig geschrieben, bedenken Sie bitte, dass früher nicht jeder des Lesens und Schreibens mächtig war und wenn Ihr Vorfahr Weishaupt seinen Sohn taufen lassen wollte, nur Weishaupt sagte und der Pastor eventuell Weisshaupt, Weißhaubt etc. aufgeschrieben hat.
- Jüdische Nachnamen wurden erst grob ab 1800 eingeführt. Davor war die Bezeichnung „Sohn von“ oder „Tochter von“ üblich.
Auch Sie werden sicherlich, wenn Sie weit genug zurückgeforscht haben, eventuell auf „Hindernisse“ stoßen. Aber glauben Sie mir, wenn Sie der Forscher-Ehrgeiz erst einmal gepackt hat, werden Sie auch hier Wege finden, diese zu überwinden.
Herr Heinzmann fragt:
Hallo,
mein Name ist Heinzmann und klingt deutsch. Man sagte mir, unser Name komme aus dem süddeutschen Raum. Es könnte mich weiterbringen wenn ich das Familienwappen von den Heinzmann in Süddeutschland habe. Interessant wäre auch zu erfahren, wann die Einwanderung in die Schweiz erfolgte.
Zum voraus besten Dank für Ihre Bemühungen.
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Heinzmann,
Ihr Nachname ist eine Zusammensetzung von Hein(t)z, einer Koseform des Vornamen Heinrich, dem die Endung –mann beigefügt wurde. Wenn Sie auf www.ancestry.de die Karte mit der Namensverteilung ansehen, werden Sie sehen, dass der Name sehr gleichmäßig über ganz Deutschland verteilt ist. Daher lässt sich nicht eindeutig erkennen, dass dieser Name speziell aus Süddeutschland kommt.
Bitte beachten Sie auch, dass nicht jede Familie automatisch ein Familienwappen besitzt bzw. besaß. Wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt waren, konnte ein Wappen gestiftet werden, das dann von bestimmten, sehr genau festgelegten Personen und deren Nachkommen geführt werden durfte bzw. darf. Doch dies ist dann schon wieder ein anderes Spezialgebiet der Ahnenforschung, nämlich die Heraldik oder Wappenkunde. Selbst wenn es ein Wappen einer Familie Heinzmann geben sollte, bedeutet das für Sie leider noch nicht zwingend, dass Sie auch berechtigt wären, dieses Wappen zu führen. Auch hier rate ich Ihnen den Weg zu einer heraldischen Gesellschaft, um herauszufinden, ob es ein Wappen gibt.
Bezüglich der Frage nach der Einwanderung in die Schweiz: Da heißt es forschen, forschen und nochmals forschen bis Sie den „Grenzgänger“ gefunden haben.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.
Hallo,
mein Name ist Heinzmann und klingt deutsch. Man sagte mir, unser Name komme aus dem süddeutschen Raum. Es könnte mich weiterbringen wenn ich das Familienwappen von den Heinzmann in Süddeutschland habe. Interessant wäre auch zu erfahren, wann die Einwanderung in die Schweiz erfolgte.
Zum voraus besten Dank für Ihre Bemühungen.
Antwort der Expertin:
Sehr geehrter Herr Heinzmann,
Ihr Nachname ist eine Zusammensetzung von Hein(t)z, einer Koseform des Vornamen Heinrich, dem die Endung –mann beigefügt wurde. Wenn Sie auf www.ancestry.de die Karte mit der Namensverteilung ansehen, werden Sie sehen, dass der Name sehr gleichmäßig über ganz Deutschland verteilt ist. Daher lässt sich nicht eindeutig erkennen, dass dieser Name speziell aus Süddeutschland kommt.
Bitte beachten Sie auch, dass nicht jede Familie automatisch ein Familienwappen besitzt bzw. besaß. Wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt waren, konnte ein Wappen gestiftet werden, das dann von bestimmten, sehr genau festgelegten Personen und deren Nachkommen geführt werden durfte bzw. darf. Doch dies ist dann schon wieder ein anderes Spezialgebiet der Ahnenforschung, nämlich die Heraldik oder Wappenkunde. Selbst wenn es ein Wappen einer Familie Heinzmann geben sollte, bedeutet das für Sie leider noch nicht zwingend, dass Sie auch berechtigt wären, dieses Wappen zu führen. Auch hier rate ich Ihnen den Weg zu einer heraldischen Gesellschaft, um herauszufinden, ob es ein Wappen gibt.
Bezüglich der Frage nach der Einwanderung in die Schweiz: Da heißt es forschen, forschen und nochmals forschen bis Sie den „Grenzgänger“ gefunden haben.
Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.
Frau Graf Raymond fragt:
Sehr geehrte Frau Bentschneider,
Ich suche ueberlebende Doser die aus dem Tessin stammen. Mein Grossvater muetterlicherseits und seine Vorfahren kamen aus dem Tessin nach Engen im Hegau, wo sie das Gasthaus zum Ochsen und die dazugehoerige Bierbarauerei gruendeten. Das Gebaeude in Engen hat das Datum 1598 am Tor des hohen Gebaeudes, das ich aus meiner Kindheit gut kenne. Sie sollen vor 400+ Jahren ausgewandert sein Richtung Allgaeu und dann eine Gruppe in den Hegau.
Ich habe die Vorfahren zurueck bis zu einem Mauritius Doser in Grueningen, geboren 1732, gestorben 1807. Wo ist Grueningen? Gibt es noch Dosers in Grueningen? Ich wohne seit 1951 in Amerika und interessiere mich, da der letzte der Familie meiner Mutter, Edwin Doser, geboren 18.06.1009, am 6. November 2007. im Alter von ueber 98 Jahren, starb. Der Sohn meines aeltesten Doser Onkels, Arnold, geboren 05.11.1897, gestorben 18.08.1980, hat keine Kinder. So sind unsere Dosers ausgestorben.
Ich identifiziere mich stark mit dem Dosergeschlecht. Man sagte mir immer, ich sei eine Doser. Meine Mutter , Berta Graf, geborenen Doser, ist am 27.August 2005 in Radolfzell gestorben. Ich habe sie am 5. September 2005 in Steisslingen begraben, wo ich sie im kommendnen Herbst besuchen werde. Sie war die juengste, geboren am 03.01.1911. gestorben am 27.August 2005.
Herzliche Gruesse aus Burlington, Vermont, USA
Antwort der Expertin:
Sehr geehrte Frau Raymond,
bei jeder Forschung ist es wichtig, sich an die bekannten Daten zu halten, und von dort aus die Forschung Schritt für Schritte, Generation für Generation zu betreiben.
Eine Suche bei Google hat ergeben, dass es einen Ort Grüningen in der Schweiz sowie 4 Orte dieses Namens in Deutschland gibt. Hier müssten nun die Kirchenbücher dieser verschiedenen Orte geprüft werden, wo diese Familie ursprünglich ansässig war.
Ob es noch lebende Verwandte gibt, lässt sich auf zwei Wegen ermitteln:
1. Sie wenden sich an eine große Zeitung im Tessin und starten einen Aufruf, dass sich Personen mit dem Nachnamen Doser bei Ihnen melden möchten, dann ist allerdings die wirkliche Verwandtschaft nicht unbedingt bestätigt, außer, es handelt sich um einen sehr seltenen Namen.
2. und dass ist die genealogische Herangehensweise, Sie erforschen die Geschwister Ihres Großvaters, Ihrer Urgroßeltern, zurück in die Vergangenheit und verfolgen diese gefundenen Personen dann wiederum, d. h. deren Heiraten, Kinder, Kindeskinder bis Sie in der Gegenwart angekommen sind. Das ist zwar sehr zeitaufwendig, aber letztendlich die einzige Möglichkeit, mit Bestimmtheit lebende Verwandte zu finden.
Weiterhin viel Vergnügen und Erfolg bei der Forschung und viele Grüße an die Ostküste
Sehr geehrte Frau Bentschneider,
Ich suche ueberlebende Doser die aus dem Tessin stammen. Mein Grossvater muetterlicherseits und seine Vorfahren kamen aus dem Tessin nach Engen im Hegau, wo sie das Gasthaus zum Ochsen und die dazugehoerige Bierbarauerei gruendeten. Das Gebaeude in Engen hat das Datum 1598 am Tor des hohen Gebaeudes, das ich aus meiner Kindheit gut kenne. Sie sollen vor 400+ Jahren ausgewandert sein Richtung Allgaeu und dann eine Gruppe in den Hegau.
Ich habe die Vorfahren zurueck bis zu einem Mauritius Doser in Grueningen, geboren 1732, gestorben 1807. Wo ist Grueningen? Gibt es noch Dosers in Grueningen? Ich wohne seit 1951 in Amerika und interessiere mich, da der letzte der Familie meiner Mutter, Edwin Doser, geboren 18.06.1009, am 6. November 2007. im Alter von ueber 98 Jahren, starb. Der Sohn meines aeltesten Doser Onkels, Arnold, geboren 05.11.1897, gestorben 18.08.1980, hat keine Kinder. So sind unsere Dosers ausgestorben.
Ich identifiziere mich stark mit dem Dosergeschlecht. Man sagte mir immer, ich sei eine Doser. Meine Mutter , Berta Graf, geborenen Doser, ist am 27.August 2005 in Radolfzell gestorben. Ich habe sie am 5. September 2005 in Steisslingen begraben, wo ich sie im kommendnen Herbst besuchen werde. Sie war die juengste, geboren am 03.01.1911. gestorben am 27.August 2005.
Herzliche Gruesse aus Burlington, Vermont, USA
Antwort der Expertin:
Sehr geehrte Frau Raymond,
bei jeder Forschung ist es wichtig, sich an die bekannten Daten zu halten, und von dort aus die Forschung Schritt für Schritte, Generation für Generation zu betreiben.
Eine Suche bei Google hat ergeben, dass es einen Ort Grüningen in der Schweiz sowie 4 Orte dieses Namens in Deutschland gibt. Hier müssten nun die Kirchenbücher dieser verschiedenen Orte geprüft werden, wo diese Familie ursprünglich ansässig war.
Ob es noch lebende Verwandte gibt, lässt sich auf zwei Wegen ermitteln:
1. Sie wenden sich an eine große Zeitung im Tessin und starten einen Aufruf, dass sich Personen mit dem Nachnamen Doser bei Ihnen melden möchten, dann ist allerdings die wirkliche Verwandtschaft nicht unbedingt bestätigt, außer, es handelt sich um einen sehr seltenen Namen.
2. und dass ist die genealogische Herangehensweise, Sie erforschen die Geschwister Ihres Großvaters, Ihrer Urgroßeltern, zurück in die Vergangenheit und verfolgen diese gefundenen Personen dann wiederum, d. h. deren Heiraten, Kinder, Kindeskinder bis Sie in der Gegenwart angekommen sind. Das ist zwar sehr zeitaufwendig, aber letztendlich die einzige Möglichkeit, mit Bestimmtheit lebende Verwandte zu finden.
Weiterhin viel Vergnügen und Erfolg bei der Forschung und viele Grüße an die Ostküste
