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Autor
Lothar (Bost)
(Urheberrechtshinweis: Die Fotographien von Tulpen auf dieser Feierabendseite stammen von den Internetseiten http://www.pixelio.de . Fotokopieren oder Herunterladen dieser Fotos darf nur von der oben genannten Website aus unter Beachtung der dort veröffentlichten Nutzungsbedingungen erfolgen.)
Tulpen - sie gehören zu den Liliengewächsen - sind Frühlingsblüher, die um 1600 n.Chr. aus Persien über die Türkei nach Mitteleuropa gelangten. Sie erfreuten sich von Anfang an so großer Beliebtheit, dass sie zeitweise zur Modepflanze wurden, einen ungeheuren Wert erhielten und in mehreren tausend Züchtungen auf dem Markt erschienen. Was zeichnet diese vielfarbige Blume aus?
Der kräftige grüne Stengel, die spitz nach oben ragenden Blätter und die kompakte geschlossene Blüte signalisieren Lebenskraft und Farbenfreude in der erwachten und sprießenden Natur. Kräftig ist auch die Tulpenzwiebel. Sie allerdings erschöpft ihre Kräfte in der Ausgestaltung der üppigen Blütenpracht und in der Samenbildung, die zu einer neuen Zwiebel führen wird. Ein Tulpenleben dauert nur ein Jahr...
Schauen wir nun auf die Form der Blütenblätter, die andeuten können, was für die Blüte Innen- und was Außenraum sein könnte. Die geschlossenen Tulpenblätter schließen den inneren Blütenraum deutlich gegen den taglichten Außenraum ab, scharfe Grenzformen erzeugend. Die sich weitenden Blütenblätter einer alternden Tulpe, lassen es zu, dass der weite Tageslichtraum zum Blüteninnenraum werden kann, der "Außenraum" dagegen "nach unten zurückgedrängt" wird. - Mit dieser Sichtweise öffnen sich zum Beispiel Rosen und Orchideen sehr viel stärker dem Luft-Lichtraum als die Tulpe.
Schauen wir nun auf die Form der Blütenblätter, die andeuten können, was für die Blüte Innen- und was Außenraum sein könnte. Die geschlossenen Tulpenblätter schließen den inneren Blütenraum deutlich gegen den taglichten Außenraum ab, scharfe Grenzformen erzeugend. Die sich weitenden Blütenblätter einer alternden Tulpe, lassen es zu, dass der weite Tageslichtraum zum Blüteninnenraum werden kann, der "Außenraum" dagegen "nach unten zurückgedrängt" wird. - Mit dieser Sichtweise öffnen sich zum Beispiel Rosen und Orchideen sehr viel stärker dem Luft-Lichtraum als die Tulpe.
Viele Gemeinsamkeiten besitzen Tulpen und Hyazinthen als Frühlingsblüher, Zwiebelgewächse, in der grünsaftigen und kompakten Stengelbildung usw. Aber es sprechen auch deutliche Unterschiede zu uns. Die Hyazinthenblüten "sprühen", haben etwas Luftiges an sich, sind in ihrer Formgebung fast unüberschaubar. Die Tulpenblütenform wirkt von außen her gesehen einfacher, überschaubarer, strenger, schärfer abgegrenzt, ernster. Sie "behütet" einen Innenraum. Die Hyazinthe habe ich angesichts ihrer Gedrungenheit cholerisch genannt. Die viel gestrecktere Tulpe wirkt dagegen majestätischer, besonnener,Ausschau haltender, weniger in sich gekehrt. Vielleicht machen solche Begleitempfindungen die jahrhunderte alte Beliebtheit dieser Blume aus.
Tulpen, Rosen und Orchideen erfreuen sich als Zierpflanzen ähnlich großer Beliebtheit. Und doch sprechen sie sehr unterschiedliche Empfindungen aus: Orchideen und Rosen wirken härter, widerstandsfähiger, die Tulpen lebendiger saftiger, schnell wachsender. Geschlossener wirkt die Tulpenblüte, vielleicht auch "durchsichtiger" schillernd ihre Blütenfarben. Offener und vielfältiger verschachtelt gestaltet sich die Rosenblüte. Schmetterlingsgleich, leicht, in tausend Variationen, stark geformt und gezeichnet muten uns die Orchideenblüten an.
Unüblich ist diese Betrachtungsweise, aber bewusst oder unbewusst wirken auch in dieser geschilderten Weisedie Blumen auf uns, bestimmen mit die seelische Athmosphäre des Betrachters.
Tulpen, Rosen und Orchideen erfreuen sich als Zierpflanzen ähnlich großer Beliebtheit. Und doch sprechen sie sehr unterschiedliche Empfindungen aus: Orchideen und Rosen wirken härter, widerstandsfähiger, die Tulpen lebendiger saftiger, schnell wachsender. Geschlossener wirkt die Tulpenblüte, vielleicht auch "durchsichtiger" schillernd ihre Blütenfarben. Offener und vielfältiger verschachtelt gestaltet sich die Rosenblüte. Schmetterlingsgleich, leicht, in tausend Variationen, stark geformt und gezeichnet muten uns die Orchideenblüten an.
Unüblich ist diese Betrachtungsweise, aber bewusst oder unbewusst wirken auch in dieser geschilderten Weisedie Blumen auf uns, bestimmen mit die seelische Athmosphäre des Betrachters.

