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Autor
Lothar Klütz (Bost)
Ich - ehrlich gesagt nicht. Aber würdest Du mit dieser Kutsche durch die Gegend fahren? - Ja, warum nicht auch einmal! Das bringt Leute zum Lachen, zum Staunen, zum Nachdenken. Und Du als "Fuhrwerker" wirst stadtbekannt....
Die ersten Autos waren wirklich noch keine Alltagshelfer. Wer damit fuhr, der fand Beachtung, der umgab sich mit dem Mantel des Außergewöhnlichen, des Fortschrittlichen. Dieses Auto war ein gesellschaftliches Attribut. Erst mit zunehmender technischer Vervollkommnung wurde es zum Gebrauchsgegenstand.
Wenn Du ein technisches Museum besuchst, wirst Du an den Exponaten häufiger solche Entwicklungen erleben: Mit dem Erwerb neuester Forschungsprodukte wird zunächst ein gesellschaftlicher Nimbus erzeugt, erst nach längerer technischer Weiterentwicklung wird das Erzeugnis zum Gebrauchsgegenstand, wird Gewohnheit. Manche machen es sich dann noch zum Inhalt eines Hobbys, und am Ende wird das "Maschinchen" vom technischen Fortschritt überholt: es wird museumsreif. Und was macht der Museumsbesucher daraus? Vielleicht spürt er dem Lebensgefühl nach, das die Vorfahren beim Gebrauch dieser "Instrumente" erfüllt hat...
Krefeld, den 5.7.09



