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Koblenz und Umgebung
Als am 30.6.05 unsere erste Feierabendfahrt (nach Schloss Brühl und zum Petersberg) so gelungen zu Ende gegangen war, da entstand spontan die Zielvorstellung: Wir machen noch in diesem Jahr eine Zweitagefahrt! Und da im Vordergrund unser Zusammensein stand, war der Vorschlag sofort angenommen, die Burg Eltz an der Mosel und das Kloster Maria Laach zu besuchen. Auch andere Programmpunkte waren noch in Erwägung gezogen, wobei allerdings erst während der Fahrt die endgültige Entscheidung über den Programmablauf getroffen werden musste. Die Vorfreude flackerte in den folgenden zwei Monate bei den Reiseaspiranten in Mailwechseln und bei persönlichen Begegnungen immer wieder auf.- An Unkosten waren rund 100 Euro für Übernachtung mit Frühstück, Fahrkostenbeteiligung und Eintrttsgelder angesetzt worden. Das Wetter war und blieb angesichts der sehr harmonischen Verständigung untereinander ein untergeordnetes Thema. Und so trafen sich Amarok, Monylein, Luisax2 und Bost am Donnerstag ( 25.8.05 ) um 9 Uhr bei leicht ergrautem Himmel am Krefelder Hbf. Es sei gleich vorweggesagt: Die drei Damen einerseits und Bost andererseits taten, was der geneigte Leser dieser Zeilen nicht anders erwartet: Bost förderte mit zwei kleinen weißen Autokissen auf dem Rücksitz des PKWs den Gemütlichkeitswert der Fahrt, und die Damen bedauerten ihrerseits den Fahrer ob seiner anstrengenden Dauerkonzentration. Aber dennoch: Das Auto fuhr eigentlich ganz von allein und unmerklich, während im Inneren ein angeregt - freudiges Vierergespräch tobte. Zweieinhalb Stunden später schauten wir vom höher gelegenen Hang des tief eingeschnittenen Eltzbachtales - einem versteckten Seitental der Mosel - auf Burg Eltz, deren Fundament ein vom Bach umflossener Hügel ist und deren Spitze die Talsohle um immerhin 70 Meter überragt:

Die Mehrzahl der mittelrheinischen Burgen entstanden zwischen 800 und 1200 n. Chr., nachdem Karl der Große das zersplitterte Mitteleuropa zusammengefasst hatte und seine Nachfolger sowohl Befestigungsanlagen als auch am Haupthandelsweg zwischen Nord und Süd Zollburgen errichteten. Die deutsche Burgenvereinigung hat sowohl Burg Eltz als auch die Marksburg bei Braubach/Rhein als Museen für mittelalterliches Leben gefördert.

Wir besichtigten noch am Donnerstag vormittag die Burg und entschlossen uns, am Freitag auch zur Marksburg zu fahren. Der Vergleich der beiden Bauwerke war beeindruckend: Von aussen gesehen gliedert sich Burg Eltz harmonisch in die umgebende Waldlandschaft ein und hinterließ ein malerisches Gesamtbild. Wehrhaft ragt dagegen die Marksburg über das Rheintal, beeindruckt jedoch wohl stärker mit ihren Innenräumen. Dort ersteht sowohl ein konkretes Erleben des romantisch nachklingenden mittelalterlichen Ritterlebens als auch von Details des mühevollen, manchmal unmenschlich anmutenden mittelalterlichen Burg- und Stadtdaseins..

Hinzu kam der herrliche Blick über das dortige von Morgensonne überstrahlte Rheintal. Schweigend erspüren - das war neben unseren angeregten Gesprächen das andere Erlebnis, das uns neue seelische Kraft zuführte..

Am Donnerstag fuhren wir nach der Besichtigung von Burg Eltz zunächst nach Mayen und aßen dort in einem gemütlichen Restaurant zu Mittag. Danach führte uns der Weg nach Maria Laach. Das dortige Benediktinerkloster - 1093 gegründet - steht in einer geologisch gesehen sehr jungen Landschaft. Man stelle sich vor: Das Rheinische Schiefergebirge hat seine erste Aufwölbung im Erdaltertum erfahren, weit bevor die Alpen, die Rocky Mountains, die Anden und das Zentralasiatische Gebirge aufgefaltet wurden. Lange wurde also auch die Eifellandschaft klimabedingt abgetragen und überformt. Zahlreiche Rundhügel sind die stummen Zeugen davon. Sehr viel später wurde das Rheinische Schiefergebirge ein zweites Mal angehoben. Die engen tiefen Einschnitte von Mittelrhein, Mosel, Lahn, Nahe und anderen kleineren Flüssen verdanken dem ihr Entstehen. Noch einmal viele Hunderttausend Jahre später - vor etwa 10000 Jahren - brach dann in der Gegend von Mayen der Vulkanismus durch diese alten Erdmassen und warf fruchtbare Böden im Umkreis von mehr als 100 km aus. Dem unter anderem verdankt die heutige Vulkaneifel und das Neuwieder Becken eine ertragreiche Landwirtschaft. Hier entstand der Laacher See als ein Kratersee und hier wurde auch das Kloster Maria Laach erbaut.- Wenn wir bei unserem Besuch die schlichte Stille der Klosterkirche erfahren konnten und anschließend die anregend vielfältige Pflanzenwelt in der Klostergärtnerei entdeckten, dann waren das wesentliche Elemente des dortigen Lebens...

Gegen 17 Uhr trafen wir am Donnerstag in unserer per Internet gefundenen Unterkunft ein. Das Hotel "Zur Weinlaube" in Koblenz - Horchheim erwies sich als so gemütlich und schön eingerichtet, dass wir auf einen abendlichen Besuch der Koblenzer Altstadt verzichteten und stattdessen zum Abendessen ebenso wie zum Frühstücksbuffet am nächsten Morgen freudig zusammensaßen...


Nach dieser schönen Abrundung traten wir den Heimweg an. Als wir um 18 Uhr am Krefelder Hauptbahnhof anhielten, da stand es fest: Es wird auch in Zukunft kleinere und größere Ausflüge geben.
Und noch etwas: Amarok hat im Gästebuch von Feierabend Krefeld aus ihrer Sicht von unserem Unternehmen geschrieben. Und - Kommt zu unseren Regionaltreffen! Wie man hört: Es lohnt sich.
Liebe Grüße sagt Euch auch diesmal wieder
Euer Bost
