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Schloss Brühl und Petersberg
Auf unserem Junitreffen war sie geboren: Die Idee eines ersten Ausfluges, und den Vorschlag des Zielortes "Schloss Brühl und Petersberg/Siebengebirge" fand man gut. Die Wettervorhersage für den 30. Juni 2005 ließ alle Möglichkeiten offen zwischen wolkenbruchartigen Regenfällen und Sonnenschein. Als am Tag vorher feststand, dass wir sechs Teilnehmer sein werden und dass die Fahrt mit dem PKW preisgünstiger sein würde als die Benutzung der Bahn, konnten wir uns verabreden, dass Alsan und Gerda unmittelbar von Oberhausen nach Brühl fährt, Bost sich mit den übrigen Teilnehmern sich um 10 Uhr am Krefelder Hbf. treffen würde. Als Kosten waren vorab genannt worden: 15 Euro Fahrkostenbeteiligung und 4 Euro Eintrittskosten. Weil für viele Interessen die Frage der Ausflugkosten eine erhebliche sein kann, sei hier gleich ein erstes Vorabergebnis unserer gemeinsamen Tages genannt: Die beiden Autofahrer konnten sich für diesmal darauf verständigen, dass eine Fahrkostenbeteiligung entfallen kann, sodass lediglich 4 Euro Eintritt und die individuell gestaltbare Verpflegung tagsüber anfielen. Diese spontan geborene Verhaltensweise veranlasst mich zu folgender Zukunftsregelung: Wer an einer Krefelder Ausflugsveranstaltung teilnehmen möchte, soll sich in jedem Fall anmelden, aber Bost per Mail sein finanzielles Problem mitteilen ( Vollkommenene Verschwiegenheit darüber ist zugesichert!). Bost kann dann vorab abklären, ob eine ähnliche Kostenminderung wie diesmal am 30.6. in Aussicht steht. Schon auf der Hinfahrt entspannen sich angeregte Gespräche. Eine der Sentenzen daraus klingt mir noch im Ohr:" Wie schön, dass wir uns im Rahmen einer Neugründung kennengelernt haben. Es ist viel leichter, unter gleichen Voraussetzungen eine Gemeinschaft zu bilden, als in eine bestehende Gruppe hineinwachsen zu müssen." - Ich kenne diese psychologische Barriere und möchte deshalb alle Leser dieser Zeilen, die mit ähnlichen Empfindungen zu tun haben, ermuntern: Wenn ihr den Wunsch habt, Kontakt zu uns zu knüpfen, so tut das bitte. Wir werden Euch unaufdringlich und herzlich den Einstieg ermöglichen! Um 11:15 Uhr trafen wir uns bei vorwiegend strahlendem Sonnenschein vor dem Brühler Schloss, wobei überraschenderweise nur noch mit Schwierigkeiten ein Parkplatz zu finden war. Aber als wir dann glücklich zum Schlosseingang kamen, dauerte es nur noch knapp 10 Minuten, bis die nächste Führung begann. Das Fotographieren war nicht erlaubt. Die bauliche Reichhaltigkeit des Schlosses ist faszinierend, wenn man sich darauf einlassen kann, dass hinter jeder Verzierung vielleicht nicht nur die Triebfeder "Gelderwerb" und "Pflichterfüllung" steht, sondern auch etwas Freude an der Gestaltung, an der manuellen Perfektion, an der persönlichen Weiterentwicklung und religiösen Grundempfindungen. Man hörte unter den Schlossgästen vereinzelt ein Bedauern darüber, dass das Schloss ursprünglich nur als eine fürstliche Dependance, als ein Jagd- und Lustschloss erbaut und dann vom Eigentümer nur wenige Tage und Stunden genutzt worden ist. Es ist aber auch eine Lebenswirklichkeit, dass sich bis heute durch Jahrhunderte hindurch immer wieder Menschen auf diesen Entwicklungsakt mit allen seinen idealen und materiellen Folgen innerlich einlassen. -Natürlich gehört es dennoch auch zum heutigen Gegenwartsmenschen dass wir Feierabendler zueinander auch gesagt haben:" Und dennoch ist es nicht meine Welt, Ich möchte in dieser Umgebung nicht leben müssen." - Als wir nach eineinhalb Stunden das Schloss wieder bei Sonnenschein verließen, war ein herzlicher Ausruf unter uns: Wie schön, dass wir das gemeinschaftlich angeschaut haben, und nicht nur ich allein. Unsere Gemeinschaftlichkeit füllt und belebt alle diese Wahrnehmungen zusätzlich!
Angesichts des recht schönen Wetters konnten wir gegen 13:15 Uhr unsere Fahrt fortsetzen: Ziel der Petersberg im Siebengebirge bei Bonn. Eine Stunde später fanden wir dort im Freien ein schönes Plätzchen mit weitem Blick auf Bonn, die Eifel und die Kölner Bucht. Bei Speis' und Trank hatten wir uns dann so viel zu erzählen...Es war einfach schön miteinander. Soviele lohnende Gespräche gab es. Gerne würde ich auch darüber manches erzählen. Aber es ist im Interesse jedes Einzelnen, wenn diese Themen im Kreis der Anwesenden verbleiben. Jeder ist zu zukünftigen Veranstaltungen immer wieder herzlich eingeladen und wird dort Gelegenheit finden zu hören, wohin das Leben den einen oder anderen von uns geführt hat - mit allen seinen individuellen Erfahrungen. Als wir uns gegen 17 Uhr auf den Heimweg machten, da war auch die Idee für einen weiteren Ausflug geboren: Eine Zwei - Tage - Tour soll es werden, wobei die Teilnehmerzahl unwesentlich ist. Ich sage Euch einen herzlichen Dank - Ihr alle, die ihr diesmal dabei wart: Amarok, Monylein, Luisax2, Alsan und Gerda. Euer Bost.


