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Salz - das weiße Gold der Kelten
Schon Sissi hat hier Ausgrabungen begleitet und das eine oder andere kostbare Stück mitbekommen: bei Hallstatt im österreichischen Salzkammergut. Noch heute wird dort geforscht, seit rund 150 Jahren. Das Landesmuseum in Hannover zeigt jetzt eine sehr anschauliche Ausstellung über die Funde aus dem alten Salzbergwerk und dem Gräberfeld. Das Salz hat vieles gut konserviert!Kaum zu glauben: Schon seit 2500 bis 3000 Jahren wird in dem schwer zugänglichen Tal in den Alpen in einem Bergwerk Salz abgebaut. Ja, erste Spuren der Nutzung gab es sogar schon vor 7000 Jahren in der Jungsteinzeit.
Für die Archäologen aber ist außer den Zeugnissen der Bergwerksarbeit das Gräberfeld von großer Bedeutung, das Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt worden war. Nach diesem Gräberfeld wurde die Hallstatt-Zeit benannt, in der genaugenommen aber nicht die ganze Zeit die Kelten hier gelebt haben. ("Gold der Kelten" klingt griffig, man mag es dem Landesmuseum verzeihen.)
Aus beiden Bereichen zeigt das Niedersächsische Landesmuseum Hannover anschaulich aufbereitet Fundstücke.
Besonders faszinierend fand ich persönlich den Spannungsbogen zwischen den Zeugnissen der harten Arbeit der Bergleute auf der einen und den wunderschönen Schmuckstücken oder überhaupt der feinen Kultur andererseits, die sich dort entwickelt haben muss. Die Bildbeispiele können davon einen kleinen Eindruck vermitteln.
Es entsteht in der Ausstellung ein vielfältiges Bild von dem damaligen Leben der Menschen dort - man erfährt etwas über ihre Kleidung, das, was sie gegessen haben, den Gesundheitszustand, die Techniken der Bergwerksarbeit.
Seit über 150 Jahren wird, wie gesagt, dort gegraben und geforscht.
Und doch gibt es noch neue grundlegende Erkenntnisse: Die soziale Struktur muss anders gewesen sein, als man bisher geglaubt hatte. Es waren teilweise dieselben Menschen, die harte Arbeit leisteten und reiche Grabbbeigaben bekamen, also auch von hohem Ansehen gewesen sein müssen. Vergleichbar mit einem reichen Gutsherren, der selber auf dem Feld mit Rüben verzieht ...
Die Bedeutung des Salzes können wir uns kaum noch vorstellen: Vor allem zur Konservierung (Wintervorräte an Fleisch usw.) wurde es benötigt und deshalb teuer gehandelt. Aus unserer Umgebung (Lüneburg z.B.) wissen wir ja auch, dass Salz die Bürger wohlhabend machte.
Bleibt noch darauf hinzuweisen, dass das Salz eine sehr gute Erhaltung der Funde gewährleistet - vieles also wirkt wie frisch, weil es vom Salz konserviert worden war.
Mehr Informationen in meinem Kulturblog: http://www.kultur.typepad.com
© für den Text: Dr. Helge Mücke, Hannover. Die Bilder wurden vom Landesmuseum zu Pressezwecken zur Verfügung gestellt; sie sind nicht frei verfügbar.
Seit über 150 Jahren wird, wie gesagt, dort gegraben und geforscht.
Und doch gibt es noch neue grundlegende Erkenntnisse: Die soziale Struktur muss anders gewesen sein, als man bisher geglaubt hatte. Es waren teilweise dieselben Menschen, die harte Arbeit leisteten und reiche Grabbbeigaben bekamen, also auch von hohem Ansehen gewesen sein müssen. Vergleichbar mit einem reichen Gutsherren, der selber auf dem Feld mit Rüben verzieht ...
Die Bedeutung des Salzes können wir uns kaum noch vorstellen: Vor allem zur Konservierung (Wintervorräte an Fleisch usw.) wurde es benötigt und deshalb teuer gehandelt. Aus unserer Umgebung (Lüneburg z.B.) wissen wir ja auch, dass Salz die Bürger wohlhabend machte.
Bleibt noch darauf hinzuweisen, dass das Salz eine sehr gute Erhaltung der Funde gewährleistet - vieles also wirkt wie frisch, weil es vom Salz konserviert worden war.
Mehr Informationen in meinem Kulturblog: http://www.kultur.typepad.com
© für den Text: Dr. Helge Mücke, Hannover. Die Bilder wurden vom Landesmuseum zu Pressezwecken zur Verfügung gestellt; sie sind nicht frei verfügbar.



