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Orchideenausstellung im Bergarten.
In der Zeit vom 12. Februar bis 08. März 2009 kann man die Orchideenausstellung im Berggarten / Tropenschauhaus besuchen.
Eintrittspreis für einen Besuch 2 Euro. Eine Jahreskarte 15 Euro.
Wer gern den Berg - und die Herrenhäuser Gärten besucht, steht sich mit einer Jahreskarte günstiger, denn man kann mit dieser, auch alle "Sonder-Ausstellungen" besuchen.
Der Besuch dieser Orchideenausstellung ist für Blumen - und insbesondere für Orchideenliebhaber, sehr sehenswert!
Ich habe mir sehr viele Bilder mit nachhause gebracht, damit ich mich immer wieder einmal, ganz in Ruhe daran erfreuen kann.
Nicht alle Mitglieder haben die Möglichkeit, (aus unterschiedlichen Gründen,) diese Ausstellung zu besuchen.
In erster Linie für sie, habe ich in diesem Bilderbericht, meine schönsten und interessantesten Bilder eingestellt.
Den Text, in kursiv geschriebenen, habe ich von den Schautafeln abgeschrieben. Allerdings nur Text, der mich selbst interessiert. :-))
Schneeweißchen und Rosarot
1885 glückte dem Obergärtner, der englischen Gartenbaufirma Veitsch Jon Donminy ein besonders Experiment:
Er entnahm den Pollen von Cymbidium lowianum und platzierte ihn auf der Narbe von C. ebumeum. So kreierte er die erste Cymbidien - Hybride und setzte damit eine Züchtungsmanie in Gang, deren Ausmaß wohl niemand erahnt hätte.
1885 glückte dem Obergärtner, der englischen Gartenbaufirma Veitsch Jon Donminy ein besonders Experiment:
Er entnahm den Pollen von Cymbidium lowianum und platzierte ihn auf der Narbe von C. ebumeum. So kreierte er die erste Cymbidien - Hybride und setzte damit eine Züchtungsmanie in Gang, deren Ausmaß wohl niemand erahnt hätte.
Zu Beginn dominierten Weiß und Rosa.
Heute gibt es fast jede Farbe, mit Ausnahme von blau. Gefragt sind zur Zeit, kräftige Rottöne.
In Amerika liegen vor allem Sorten mit Streifen und Punkten in der Blüte im Trend und in Japan sind besonders Cymbidien mit hängenden Blütenständen beliebt.
Heute gibt es fast jede Farbe, mit Ausnahme von blau. Gefragt sind zur Zeit, kräftige Rottöne.
In Amerika liegen vor allem Sorten mit Streifen und Punkten in der Blüte im Trend und in Japan sind besonders Cymbidien mit hängenden Blütenständen beliebt.
Das natürliche Verbreitungsgebiet der Gattung Cymbidium erstreckt sich über zwei Kontinente (Australien und Asien) mit über 20 Ländern.
52 Arten werden bei derzeitigem Stand der Wissenschaft, von Botanikern anerkannt
52 Arten werden bei derzeitigem Stand der Wissenschaft, von Botanikern anerkannt
Die Orchideengattung Cymbidium besitzt in Asien besonders wegen ihres Duftes eine hohe Popularität.
2500 Jahre zuvor schrieb Konfuzius (551-479 v. Chr.) den Duft von Cymbidium goeringii var. Goeringii:
In den tiefen Schluchten wächst die Orchidee und hält ihren Duft nicht zurück, auch wenn niemand hier ihn zu schätzen weiß.
Ein edelmütiger Mensch strebt nach Selbstdisziplin, Aufrechterhaltung der Prinzipien und Festigkeit der Tugend. Er verliert auch in Armut und Kummer nicht seine Rechtschaffenheit.“
Seit Erwähnung dieser Orchidee durch den Gelehrten werden in China hohe Werte mit dieser Pflanze assoziiert.
In den tiefen Schluchten wächst die Orchidee und hält ihren Duft nicht zurück, auch wenn niemand hier ihn zu schätzen weiß.
Ein edelmütiger Mensch strebt nach Selbstdisziplin, Aufrechterhaltung der Prinzipien und Festigkeit der Tugend. Er verliert auch in Armut und Kummer nicht seine Rechtschaffenheit.“
Seit Erwähnung dieser Orchidee durch den Gelehrten werden in China hohe Werte mit dieser Pflanze assoziiert.
In erster Linie Barsche.
Cymbidium als Nutzpflanze medizinisches Wundermittel:
Cymbidium aloifolium diente zur Behandlung von wunden Stellen, Brandwunden und Säuglingswäsche.
Der singalesische Name für Cymbidium aliofolium bedeutet übersetzt „Giftstaub“
Dies bezieht sich wahrscheinlich auf den feinen Samen der Früchte, der Reizungen der Augen verursacht.
Die Australischen Arten sollen gegen Durchfall und Ruhr helfen.
Die Samen von Cymbidium madidum wurden von Aborigines als Verhütungsmittel eingenommen.
Kurioserweise konnten jedoch bei Untersuchungen bisher keine unfruchtbar machende Substanzen nachgewiesen werden.
In China wurden die schleimigen Pseudobulben Cymbidium gegen Rheuma und Neuralgien eingesetzt.
In Nordindien wird Cymbidium macrorrhitzon als Abführmittel, Fiebersenkung und zur Heilung von Eiterbeulen verwendet.
Cymbidium aloifolium diente zur Behandlung von wunden Stellen, Brandwunden und Säuglingswäsche.
Der singalesische Name für Cymbidium aliofolium bedeutet übersetzt „Giftstaub“
Dies bezieht sich wahrscheinlich auf den feinen Samen der Früchte, der Reizungen der Augen verursacht.
Die Australischen Arten sollen gegen Durchfall und Ruhr helfen.
Die Samen von Cymbidium madidum wurden von Aborigines als Verhütungsmittel eingenommen.
Kurioserweise konnten jedoch bei Untersuchungen bisher keine unfruchtbar machende Substanzen nachgewiesen werden.
In China wurden die schleimigen Pseudobulben Cymbidium gegen Rheuma und Neuralgien eingesetzt.
In Nordindien wird Cymbidium macrorrhitzon als Abführmittel, Fiebersenkung und zur Heilung von Eiterbeulen verwendet.
Neben der Nutzung im med. Bereichwerden findet die Cymbidie in ihren Ursprungsländern auch Verwendung als Lebensmittel.
Eine neue Pflanze entsteht aus Samen:
War die Befruchtung erfolgreich, dauerte es nun 12 bis 14 Monate, ehe die Samenkapsel ausgereift ist.
Im grünen geschlossenen Zustand, spätestens mit der ersten Verfärbung, muss die Kapsel abgenommen werden und für 2 Minuten in 90%igen Alkohol sterilisiert werden. Dann wird die auf einem sterilen Arbeitsplatz (Cleanbench) über einem Bunsenbrenner abgeflammt. Pilze und Bakterien sind nun abgetötet.
Die Kapsel wird ringsherum eingeritzt, aufgeklappt und die entsprechende Anzahl von den insgesamt rund 1-2 Mio. Körnchen auf Agar
Die Keimung erfolgt nach 4-6 Monaten unter Kunstlicht bei 22-26°C.
Sind die Keimlinge 2-5 mm groß, werden sie wieder in der Cleanbench vereinzelt und kommen auf eine Agar-Agar Lösung mit 2% Volldünger.
Nach weiteren 12 Monaten unter Kunstlicht werden sie pikiert, oder getopft.
Von jetzt an, dauert es noch 3 Jahre bis zur ersten Blüte, die das Kreuzungsergebnis offenbart.
War die Befruchtung erfolgreich, dauerte es nun 12 bis 14 Monate, ehe die Samenkapsel ausgereift ist.
Im grünen geschlossenen Zustand, spätestens mit der ersten Verfärbung, muss die Kapsel abgenommen werden und für 2 Minuten in 90%igen Alkohol sterilisiert werden. Dann wird die auf einem sterilen Arbeitsplatz (Cleanbench) über einem Bunsenbrenner abgeflammt. Pilze und Bakterien sind nun abgetötet.
Die Kapsel wird ringsherum eingeritzt, aufgeklappt und die entsprechende Anzahl von den insgesamt rund 1-2 Mio. Körnchen auf Agar
Die Keimung erfolgt nach 4-6 Monaten unter Kunstlicht bei 22-26°C.
Sind die Keimlinge 2-5 mm groß, werden sie wieder in der Cleanbench vereinzelt und kommen auf eine Agar-Agar Lösung mit 2% Volldünger.
Nach weiteren 12 Monaten unter Kunstlicht werden sie pikiert, oder getopft.
Von jetzt an, dauert es noch 3 Jahre bis zur ersten Blüte, die das Kreuzungsergebnis offenbart.
Im professionellen Gartenbau greift man heute, auf Pflanzen aus Meristemkultur (Klon aus Zellen) zurück.
Im kleinen Rahmen ist auch die oben genannte Vermehrungsart ideal, denn sie gewährleistet mehrere Exemplare einer Pflanze mit identischen Erbinformationen. Selbst Orchideenliebhaber ohne Gewächshaus haben bei Fensterbankkultur Erfolg damit.
Probiere es doch einfach auch einmal aus!
Im kleinen Rahmen ist auch die oben genannte Vermehrungsart ideal, denn sie gewährleistet mehrere Exemplare einer Pflanze mit identischen Erbinformationen. Selbst Orchideenliebhaber ohne Gewächshaus haben bei Fensterbankkultur Erfolg damit.
Und nun am Schluss noch meine Lieblingsblüte.
Ich fand sie abseits der Ausstellung,- im "kleinen Schauhaus," das menschenleer war.
Was für ein GLÜCK, da sie nur an diesem aller einzigen Tag so wunderschön blühte, (lebte) denn bereits zwei Tage später wirkte sie sterbend, farb-und kraftlos.
Ich fand sie abseits der Ausstellung,- im "kleinen Schauhaus," das menschenleer war.
Was für ein GLÜCK, da sie nur an diesem aller einzigen Tag so wunderschön blühte, (lebte) denn bereits zwei Tage später wirkte sie sterbend, farb-und kraftlos.
Bilder: © Annette Wilhelm































