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Hören - zu wenig oder zu viel
Es gibt viele Menschen, besonders unter den älteren, mit Hörproblemen. Die einen ignorieren das, so lange es geht; die anderen "genieren" sich, eine Hörhilfe zu tragen. Betroffene fühlen sich leicht ausgegrenzt. Das muss nicht sein, finde ich, und deshalb greife ich den Vorschlag eines unserer Regiomitglieder gerne auf, sich dieses Themas einmal anzunehmen! (hspeine = Hartmut: Visitenkarten)Es geht dabei um beides: zu wenig hören oder zu viel, nämlich seltsame, stark nervende Ohrgeräusche, sog. "Tinnitus".
Zur Sache (der folgende Text, den ich für gut halte, ist der Seite http://www.schwer-hoerigkeit.de entnommen):
Hörstörungen können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Das reicht von Entzündungen des Mittelohres bis hin zu Schädigungen des Innenohres durch Lärmeinwirkungen, Hörsturz, Alterungsprozesse. Im wesentlichen ist dabei zwischen einer Schallleitungs-Schwerhörigkeit und einer Schallempfindungs-Schwerhörigkeit zu unterscheiden.
Allgemein kann davon ausgegangen werden, dass eine beidseitige Schwerhörigkeit zu einer erheblichen Einbuße der Lebensqualität der Betroffenen führt. Die Gefahr der Vereinsamung droht. Das hat schon Kant zurecht festgestellt, wenn er schreibt:
Nicht sehen können trennt von den Dingen, nicht hören können trennt von den Menschen.
Aktuell sind in der BRD ca. 10 Mio. Menschen mit Schwerhörigkeit in irgendeiner Form betroffen. Nur jeder vierte Betroffene lässt sich aber durch ein Hilfsmittel (Hörgerät) helfen, obwohl das Hören doch mindestens so wichtig ist wie das Sehen. Niemand zögert, sich bei kleinen Sehfehlern umgehend eine Brille verschreiben zu lassen.
Dies hat nicht nur kosmetische Gründe. Anders als bei der Brille wird das Hilfsmittel für den Hörfehler niemals ein 100-prozentiges Wahrnehmungserlebnis herbeiführen. Das künstliche Hören auf einem hörgeräteversorgten Ohr bleibt immer künstlich "verfremdet" und kann sogar stören, wenn auf dem anderen Ohr das Gehör normal ist. Allerdings nimmt man dies in Kauf, wenn eine weitere Hörstörung, das Ohrenklingeln (Tinnitus) den Menschen plagt. Hier ist entscheidend, dass überhaupt gehört wird, nicht wie gehört wird.
Die Hörleistung beim Menschen bezieht sich in der Regel auf das Verständnis normal laut gesprochener Worte. Dabei werden Lautstärken zwischen ca. 20 und 80 dB erfasst. Außerdem wird die Hörleistung frequenzspezifisch von den tiefen Tönen um 125 Hertz bis zu den hohen Tönen um 8 kHz untersucht und beschrieben.
Die früheren (analogen) Hörgeräte hatten die Eigenschaft, alle Frequenzen gleichermaßen zu verstärken, ähnlich einem laut gedrehten Radio. Dadurch wurden manche Geräusche (Frequenzgemische) ins Unerträgliche gesteigert und es ergab sich ein Effekt, der die Verständlichkeit von Sprache vor dem Hintergrundgeräusch eher herabsetzte - "Cocktailparty-Effekt°.
Dies ist mit den neueren digitalen Hörgeräten, die eine Feineinstellung durch Verstärkung einzelner Frequenzen erlauben, wesentlich besser zu regeln. Diese Feineinstellung kann durch Koppelung an ein Funksystem, dessen Mikrophon auf einen bestimmten Sender (Sprecher) gerichtet ist, in der Wirkung noch verstärkt werden.
Alle Hörgeräte sprechen auch auf Magnetfelder und galvanischen Strom an, was man sich technisch zunutze macht. Systeme, die Infrarot als Impulsübermittlung nutzen, werden manchmal parallel zu Hörgeräten eingesetzt.
Auf jeden Fall ist der Verstärkungsvorgang durch Hilfsmittel in der Regel ein rein mechanischer Prozess, d.h. der Luftschalldruck, der die Innenohrflüssigkeit in Bewegung versetzt, wird erhöht. Bei anderen, knochenverankerten Geräten wird die Vibration knöcherner Schädelstrukturen verstärkt und damit die Strömung der Innenohrflüssigkeit in der Cochlea eingeleitet.
Eine neue Ära der Hilfsmittel für das Gehör wurde durch das cochlear implant, einer Innenohrprothese eingeleitet, das den Hörnerven elektrisch reizt und so Hörempfindungen auslöst.
Wenn trotz Hörhilfen Alltagsprobleme auftreten, wie das Überhören eines Weckers, der Türglocke oder eines Telefonanrufes, können optische Hilfsmittel, insbesondere Lichtsignale zusätzlich eingesetzt werden. Die entsprechenden Produkte sind im Handel zu erwerben. Lippenlesenlernen ist ein Muss für den Schwerhörigen, der seiner sozialen Isolation vorbeugen will.
Gibt es die Prophylaxe für Schwerhörigkeit?
Antwort: Bei genetischer Disposition mag es heute noch nicht möglich sein, den schicksalhaften Verlauf der Schwerhörigkeit zu beeinflussen.
Die weitaus häufigere Ursache von Schwerhörigkeit, übermäßiger Lärmkonsum im privaten oder beruflichen Bereich ist aber unbedingt zu vermeiden. Bedenkt man, dass Stress die eigene Toleranz für schädigende Einflüsse herabsetzt, sollte dieser Faktor ebenso aufmerksam bekämpft werden.
Da jede entzündliche Ohrerkrankung zu Schwerhörigkeit führen kann, sollte bei Auftreten von Ausfluss oder Schmerzen am Ohr natürlich frühestmöglich ein HNO-Arzt aufgesucht werden.
Empfehlenswert sind die oben schon einmal genannte Seite und außerdem der Artikel im Internet-Lexikon wikipedia: http://www.schwer-hoerigkeit.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Ohr
Wendet euch, bitte, an Hartmut - vor allem, wenn ihr selber betroffen seid oder Menschen kennt, die Kontakt suchen: Vielleicht kommt es ja zur Gründung einer Selbsthilfegruppe! E-Mail: hspeine@feierabend.com
Dies hat nicht nur kosmetische Gründe. Anders als bei der Brille wird das Hilfsmittel für den Hörfehler niemals ein 100-prozentiges Wahrnehmungserlebnis herbeiführen. Das künstliche Hören auf einem hörgeräteversorgten Ohr bleibt immer künstlich "verfremdet" und kann sogar stören, wenn auf dem anderen Ohr das Gehör normal ist. Allerdings nimmt man dies in Kauf, wenn eine weitere Hörstörung, das Ohrenklingeln (Tinnitus) den Menschen plagt. Hier ist entscheidend, dass überhaupt gehört wird, nicht wie gehört wird.
Die Hörleistung beim Menschen bezieht sich in der Regel auf das Verständnis normal laut gesprochener Worte. Dabei werden Lautstärken zwischen ca. 20 und 80 dB erfasst. Außerdem wird die Hörleistung frequenzspezifisch von den tiefen Tönen um 125 Hertz bis zu den hohen Tönen um 8 kHz untersucht und beschrieben.
Die früheren (analogen) Hörgeräte hatten die Eigenschaft, alle Frequenzen gleichermaßen zu verstärken, ähnlich einem laut gedrehten Radio. Dadurch wurden manche Geräusche (Frequenzgemische) ins Unerträgliche gesteigert und es ergab sich ein Effekt, der die Verständlichkeit von Sprache vor dem Hintergrundgeräusch eher herabsetzte - "Cocktailparty-Effekt°.
Dies ist mit den neueren digitalen Hörgeräten, die eine Feineinstellung durch Verstärkung einzelner Frequenzen erlauben, wesentlich besser zu regeln. Diese Feineinstellung kann durch Koppelung an ein Funksystem, dessen Mikrophon auf einen bestimmten Sender (Sprecher) gerichtet ist, in der Wirkung noch verstärkt werden.
Alle Hörgeräte sprechen auch auf Magnetfelder und galvanischen Strom an, was man sich technisch zunutze macht. Systeme, die Infrarot als Impulsübermittlung nutzen, werden manchmal parallel zu Hörgeräten eingesetzt.
Auf jeden Fall ist der Verstärkungsvorgang durch Hilfsmittel in der Regel ein rein mechanischer Prozess, d.h. der Luftschalldruck, der die Innenohrflüssigkeit in Bewegung versetzt, wird erhöht. Bei anderen, knochenverankerten Geräten wird die Vibration knöcherner Schädelstrukturen verstärkt und damit die Strömung der Innenohrflüssigkeit in der Cochlea eingeleitet.
Eine neue Ära der Hilfsmittel für das Gehör wurde durch das cochlear implant, einer Innenohrprothese eingeleitet, das den Hörnerven elektrisch reizt und so Hörempfindungen auslöst.
Wenn trotz Hörhilfen Alltagsprobleme auftreten, wie das Überhören eines Weckers, der Türglocke oder eines Telefonanrufes, können optische Hilfsmittel, insbesondere Lichtsignale zusätzlich eingesetzt werden. Die entsprechenden Produkte sind im Handel zu erwerben. Lippenlesenlernen ist ein Muss für den Schwerhörigen, der seiner sozialen Isolation vorbeugen will.
Gibt es die Prophylaxe für Schwerhörigkeit?
Antwort: Bei genetischer Disposition mag es heute noch nicht möglich sein, den schicksalhaften Verlauf der Schwerhörigkeit zu beeinflussen.
Die weitaus häufigere Ursache von Schwerhörigkeit, übermäßiger Lärmkonsum im privaten oder beruflichen Bereich ist aber unbedingt zu vermeiden. Bedenkt man, dass Stress die eigene Toleranz für schädigende Einflüsse herabsetzt, sollte dieser Faktor ebenso aufmerksam bekämpft werden.
Da jede entzündliche Ohrerkrankung zu Schwerhörigkeit führen kann, sollte bei Auftreten von Ausfluss oder Schmerzen am Ohr natürlich frühestmöglich ein HNO-Arzt aufgesucht werden.
Empfehlenswert sind die oben schon einmal genannte Seite und außerdem der Artikel im Internet-Lexikon wikipedia: http://www.schwer-hoerigkeit.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Ohr
Wendet euch, bitte, an Hartmut - vor allem, wenn ihr selber betroffen seid oder Menschen kennt, die Kontakt suchen: Vielleicht kommt es ja zur Gründung einer Selbsthilfegruppe! E-Mail: hspeine@feierabend.com


