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Bremen - Hansestadt mit Seefahrerromantik
Der Wettergott hat es gut mit uns gemeint – das kann man klar sagen, gerade, wenn man an die kühle Zeit danach denkt ... An der Weser brauchten wir sogar Sonnenschutz auf dem Kopf (ich hatte nicht vorgesorgt)!Aber da habe ich etwas vorgegriffen. Eine kleine, aber fröhliche Gruppe stand am Bahnhof bereit: Elsbeth mit ihrem Mann Gustav, Elke, Jürgen und der Tipper dieser Zeilen. Na schön, da hatten wir ja genau ein Wochenendticket voll (zwei oder drei wäre natürlich noch besser).
Der Zug mit Aussichtsebene (zweistöckig also) brachte uns pünktlich in die Weserstadt.
Da das Überseemuseum direkt neben dem Bahnhof liegt, gingen wir zuerst dort hinein. Wer von Bremens Flair und Tradition etwas mitbekommen will, sollte dies als Einstieg benutzen – ursprünglich ein Sammelsurium dessen, was die Seeleute so aus aller Welt mitgebracht haben. Es ist unmöglich alles in ein, zwei Stunden zu erkunden, so haben wir uns beschränkt. Hauptsächlich haben wir „Ozeanien“ erkundet. Dieser Bereich war gerade neu gestaltet worden.
Erst ist sie etwas gewöhnungsbedürftig, diese neue Schau, aber dann springt man von Insel zu Insel – auf blauem Meeresboden – und damit von Entdeckung zu Entdeckung. Seeschlangen, Knallkrebse, Einblicke in die Tiefsee mit Schwefelschloten, eine große Vielfalt an Völkern mit Alltagsgegenständen, Masken, Textilien ... Die Spannung stieg von Schritt zu Schritt. Ein bisschen haben wir uns noch im ersten Stock in Afrika und Amerika umgesehen – und dann kletterten wir in das Obergeschoss mit dem Thema „Bremen – an der Nabelschnur des Übersee-Handels“. Nachgebaut das Innere eines Handelsschiffes, ein Handelskontor, Verkaufsläden im Laufe der Jahrzehnte; was wie Friseurbecken aussah, waren die Spuckbecken für das Verkosten von Kaffee! Alle waren wir begeistert von dem Kolonialwarenladen, der richtig DUFTETE – einer vom Museum erzählte uns, warum: an einem bestimmten Tag in der Woche wird hier noch richtig Kaffee geröstet. Fürwahr ein lebendiges Museum. (Eigentlich wollte ich hier ein Foto von dem Laden zeigen, aber das alte Schwarzweißfoto in dem Material, das Jürgen und ich extra mitgebracht haben, ist so schlecht, dass es sich hier nicht einstellen lässt ...)
Dafür hat Elke Fotos gemacht (ein freundlicher Mensch half uns, dass alle drauf kommen).
Wir stärkten uns dann mit Kaffee vor dem Museum. Wir konnten wirklich draußen sitzen, unter Sonnenschirmen !
Dann gingen wir zu Fuß über das Zentrum – quer über die Wallanlagen mit dem alten Stadtgraben (idyllische Windmühle am Herdertor) – bis zur Böttcherstraße. . Warum nur hat der Dom an einem Samstagnachmittag geschlossen? Das ist doch nicht zu begreifen! Die Bremer Stadtmusikanten und den Roland konnten wir aber „begreifen“.
Die Böttcherstraße ist stark von den verspielten Backsteinbauten des Worpsweder Architekten und Bildhauers Hoetger geprägt, den damals der Kaffe-Hag-Fabrikant Roselius gefördert hat. Auch das heutige Paula-Modersohn-Becker-Haus mit dem „Sieben-Faulen-Brunnen“ (auf dem Bild vorne unten etwas zu sehen) (oder waren es zwölf?) stammt von ihm.
Das Schönste an einem Stadtausflug sind die ganz ungeplanten Entdeckungen. Das waren hier die URUSHI, die Lackgefäße nach japanischem Vorbild. Wir waren in dem Laden und sprachen mit dem Künstler (kein Japaner!).
Auf dem ansprechenden Foto von Elke ist der ganze Dreiklang erkennbar: Hoetger-Ziegelsteinbau, Brunnen und im Fenster und auf dem Plakat ein paar Schalen. Die Form ist wunderschön – es lohnt einen Extrabericht, vielleicht erst nach meinem Urlaub?
Ein weiteres Museum von innen, das wollten wir nicht, also sind wir danach in aller Ruhe an der Weser gebummelt.
Und schließlich wollten wir noch gerne in das berühmte Schnoor-Viertel: Häuschen aus dem 15./16. Jahrhundert mit engen Gässchen, heute meist für kleine Läden genutzt. Wir fanden ein uriges Fischrestaurant – da muss uns unsere Nase geführt haben! – und aßen eine köstliche Fischsuppe! Wieder konnten wir draußen sitzen!
Dann mussten wir leider schon wieder heimwärts – ihren Gustav, den wir am Herdertor zurückgelassen hatten, hat Elsbeth auch wieder gefunden. (Über die rote Rose, die sie in der Hand hatte, hat er sich gar nicht gewundert ...?)
Ein schöner Tag an einem interessanten Ort!
Dann gingen wir zu Fuß über das Zentrum – quer über die Wallanlagen mit dem alten Stadtgraben (idyllische Windmühle am Herdertor) – bis zur Böttcherstraße. . Warum nur hat der Dom an einem Samstagnachmittag geschlossen? Das ist doch nicht zu begreifen! Die Bremer Stadtmusikanten und den Roland konnten wir aber „begreifen“.
Die Böttcherstraße ist stark von den verspielten Backsteinbauten des Worpsweder Architekten und Bildhauers Hoetger geprägt, den damals der Kaffe-Hag-Fabrikant Roselius gefördert hat. Auch das heutige Paula-Modersohn-Becker-Haus mit dem „Sieben-Faulen-Brunnen“ (auf dem Bild vorne unten etwas zu sehen) (oder waren es zwölf?) stammt von ihm.
Das Schönste an einem Stadtausflug sind die ganz ungeplanten Entdeckungen. Das waren hier die URUSHI, die Lackgefäße nach japanischem Vorbild. Wir waren in dem Laden und sprachen mit dem Künstler (kein Japaner!).
Auf dem ansprechenden Foto von Elke ist der ganze Dreiklang erkennbar: Hoetger-Ziegelsteinbau, Brunnen und im Fenster und auf dem Plakat ein paar Schalen. Die Form ist wunderschön – es lohnt einen Extrabericht, vielleicht erst nach meinem Urlaub?
Ein weiteres Museum von innen, das wollten wir nicht, also sind wir danach in aller Ruhe an der Weser gebummelt.
Und schließlich wollten wir noch gerne in das berühmte Schnoor-Viertel: Häuschen aus dem 15./16. Jahrhundert mit engen Gässchen, heute meist für kleine Läden genutzt. Wir fanden ein uriges Fischrestaurant – da muss uns unsere Nase geführt haben! – und aßen eine köstliche Fischsuppe! Wieder konnten wir draußen sitzen!
Dann mussten wir leider schon wieder heimwärts – ihren Gustav, den wir am Herdertor zurückgelassen hatten, hat Elsbeth auch wieder gefunden. (Über die rote Rose, die sie in der Hand hatte, hat er sich gar nicht gewundert ...?)
Ein schöner Tag an einem interessanten Ort!

