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Im Fichtelgebirge
Ich bin zu dieser Jahresendreise mit dem Wunsch gestartet, es möge nur nicht so viel Schnee fallen und dieser Wunsch ging in Erfüllung. Aber wie das mit erfüllten Wünschen üblicherweise ist, der Mensch ist nie so richtig zufrieden. Am Anreisetag fiel etwas Schnee und die Temperatur sank auch unter Null. Dieser Schnee blieb auch ein paar Tage liegen und in höheren Lagen (700 - 800m) konnte man gut auf ein paar Zentimetern Schnee laufen und die Bäume hatten die so beliebten weißen Mützen. Ab Silvester wurde es wärmer und die Schneepracht schmolz dahin, unterstützt von regnerischem, nebligem Wetter. Am Neujahrstag erfreuten uns unterwegs Gewitter, Graupelschauer und Windböen. ;-)Üblicherweise treffen wir am 1.1. einige Hallenser in einem netten Cafe und gehen anschließend zum Neujahrskonzert des Posaunenorchesters in die evangelische Kirche. Ein schöner und würdiger Jahresbeginn, finden wir. Tradition ist auch eine gemeinsame Wanderung mit den Hallensern, die aber buchstäblich ins Wasser fiel. Wir hatten unsere Freunde aber entschädigt, und zu Stolle und Plätzchen in unsere Ferienwohnung geladen. Eine schöne Sache fiel für uns in diesem Jahr auch aus, da wir wegen überfrierender Nässe abends nicht wegfahren wollten und die anderen Hallenser waren noch nicht angereist. In einem Museumsbauernhof (4km vom Ort entfernt) treffen wir uns zum "Klingenden Holz", einer jährlich wiederkehrenden Veranstaltung, wo auf den unterschiedlichsten Holzinstrumenten musiziert wird. In der Pause werden Glühwein und Gebäck gereicht. Dort sitzen wir in einer (geheizten) Scheune eng auf Holzbänken, und die Wände strahlen Kälte ab, es ist aber trotzdem etwas zum Wohlfühlen.
Wir haben uns durch das Wetter nicht abschrecken lassen und sind jeden Tag mehrere Stunden unterwegs gewesen, und wenn die Nebelfetzen durch die Bäume wabern, sieht das ganz toll aus. Uns schreckte mehr der Gedanke, dass wir bei +30°C ohne Schatten unterwegs wären. Der zauberhafte Ort heißt Warmensteinach und liegt am Ochsenkopf. Ja, Ihr habt Recht, dem Ochsenkopf verdankten wir das "Westfernsehen".

