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Herz aus dem Takt - Vorhofflimmern


Das Herz fängt plötzlich an, unregelmäßig oder sehr schnell zu schlagen – es ist aus seinem gewohnten Takt. Dies könnte ein Anzeichen für Vorhofflimmern sein, der weltweit häufigsten dauerhaften Herzrhythmusstörung bei Erwachsenen.1

Bei einem gesunden Menschen schlägt das Herz in gleichmäßigem Rhythmus. Liegt Vorhofflimmern vor, haben die Patienten einen unregelmäßigen und meist zu schnellen Herzschlag.


EKG-Darstellung: Gesundes Herz vs. Herz mit Vorhofflimmern
© focus-AF.org 2011

Vorhofflimmern ist eine Rhythmusstörung der Herzvorhöfe. Dabei wird der sonst regelmäßige Takt, der normalerweise vom natürlichen Schrittmacher des Herzens – dem Sinusknoten – vorgegeben wird, gestört. Die elektrischen Signale laufen unkontrolliert durch das Herz. Die Folge: Die Vorhöfe fangen an zu flimmern, anstatt sich koordiniert zusammenzuziehen und so den regelmäßigen Blutfluss zu steuern. Der sogenannte AV-Knoten übermittelt die flimmernden Signale aus den Vorhöfen an die Herzkammern und bringt so das Herz aus dem Takt. Die Herzkammern ziehen sich ungleichmäßig und häufig auch schneller als bei einem gesunden Herzen zusammen. Den Kammern bleibt weniger Zeit, sich zwischen den Kontraktionen erneut mit ausreichend Blut zu füllen.

Wie Vorhhofflimmern das Herz beeinflusst
Die Pumpkraft des Herzens nimmt ab. Für die Organe können weniger Nährstoffe und Sauerstoff bereitgestellt werden. In den Vorhöfen können sich auf Grund des veränderten Blutflusses leichter Blutgerinnsel bilden – mit mitunter dramatischen Folgen.

Bei Vorhofflimmern handelt es sich um eine chronische, fortschreitende Erkrankung.

Zu Beginn tritt die Herzrhythmusstörung meist in Episoden auf: Sie beginnt spontan und endet nach weniger als sieben Tagen – meist innerhalb von 24 Stunden – wieder von selbst. Diese Form nennt man auch paroxysmales Vorhofflimmern.

Wenn die Episoden des Vorhofflimmerns nicht mehr von alleine enden, spricht man vom persistierenden, also anhaltenden Vorhofflimmern.
Lässt sich der normale Herzrhythmus trotz Behandlung nicht wiederherstellen, spricht man von permanentem Vorhofflimmern. Bei etwa acht Prozent der Patienten mit paroxysmalem Vorhofflimmern kommt es innerhalb von einem Jahr zu permanentem Vorhofflimmern.

1: Stewart S et al. Cost of an emerging epidemic: an economic analysis of atrial fibrillation in the UK. Heart 2004; 90:286-92.

Forum Vorhofflimmern

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