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Die häufigsten Krankheiten (I.)

Arthrose und Arthritis


Handgelenk, Quelle Fotolia.com ©wildworx

Arthrose und Arthritis – von diesen Krankheiten hat jeder schon einmal gehört. In beiden Begriffen steckt das altgriechische Wort „arthron“: Gelenk. Der Unterschied: Bei der Arthrose handelt es sich um eine degenerativen Prozess (Verschleiß). Die Arthritis dagegen ist eine chronisch entzündliche Erkrankung.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen – Zum Beispiel "Rheumatoide Arthritis"

Bei den entzündlich-rheumatischen Erkrankungen ist meist nicht nur ein Gelenk betroffen, sondern zugleich mehrere Gelenke oder auch Organe. Wenn Ärzte von Rheuma sprechen, meinen sie meist die rheumatoide Arthritis. Die chronisch entzündliche, oft in Schüben verlaufende Erkrankung des Binde-, Stütz- und Muskelgewebes wird durch eine Fehlsteuerung des Immunsystems ausgelöst: Dieses greift die eigenen Gelenke und verschiedene Gewebe an und zerstört sie. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, am häufigsten jedoch zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr.

Die rheumatoide Arthritis bleibt oft lange unentdeckt. Typische Symptome sind nächtliche und morgendliche Gelenkschmerzen und eine länger anhaltende Morgensteifigkeit. Ohne richtige Therapie schreitet die Krankheit jedoch immer weiter fort und greift immer mehr Gelenke an: Sie verformen sich und verlieren ihre Funktion. Die Folge ist, dass die Betroffenen sich immer schlechter bewegen können. Die Ursachen sind noch nicht endgültig geklärt, es bestehen jedoch Zusammenhänge mit genetischer Veranlagung und autoimmunbiologischen Prozessen, also Fehlsteuerungen im Immunsystem.

Weitere Erkrankungen: z.B, Lupus erythematodes, Sklerodermie, Dermatomyositis bzw. Polymyositis, Sjögren-Syndrom, Sharp-Syndrom, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis, Vaskulitiden, Kollagenosen und Morbus Wegener.

Degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen – Arthrose

Die Arthrose (Gelenkverschleiß) ist eine degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankung, bei der sich die Knorpelschicht des Gelenks nach und nach abnutzt. Dabei geht dieser Verschleiß jedoch über das altersbedingte Maß hinaus und ist sehr schmerzhaft. Die Schäden des Gelenkknorpels können im Bereich der Wirbelsäule, der Hände, Füße und in der Hüfte oder den Knien auftreten. Mit der Zeit werden auch Knochen, Muskeln, Gelenkkapseln und Bänder in Mittleidenschaft gezogen. Meist kommt es bei Beginn einer Arthrose zu einer sogenannten "rezidivierenden Gelenksteife": Immer dann, wenn das betreffende Gelenk kurzzeitig nicht benutzt wurde, sind die ersten Bewegungen schmerzhaft.

Ursache des vorzeitigen und starken Verschleißes sind oft Vorschäden wie etwa ein Knochenbruch oder starke Fehlstellungen oder Fehlbelastungen sein, aber auch verschiedene Stoffwechsel- oder neurologische Erkrankungen. Neben starken Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kann es zu Gelenkentzündungen und einer unwiederbringlichen Zerstörung des Gelenkknorpels kommen. Arthrose ist nicht heilbar. Die Beschwerden können jedoch gelindert und das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden. Nicht selten jedoch muss das Gelenk durch ein Kunstgelenk ersetzt werden.

Häufig betroffene Körperteile: Zwischenwirbelgelenke der Wirbelsäule (Spondylarthrose), Knie- und Hüftgelenke (Gon- und Coxarthrose).

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