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Oma spielt mit Enkel und Enkelin Memory, © somenski - Fotolia.com

Das Gehirn auf Trab halten

Wenn Opa oder Oma mit den Enkeln das Erinnerungsspiel „Memory“ spielen, kommt es nicht selten vor, dass der Nachwuchs die Großeltern abhängt. Denn wenn es um bildhaftes Denken und um die Wahrnehmung geht, sind Kinder kaum zu schlagen. Auch in anderen, doch nicht in allen, Gedächtnisleistungen oder Gehirnleistungen sind junge Menschen älteren überlegen, so beispielsweise, wenn es um schnelle Kombinationsfähigkeit geht. Bei Erfahrungswissen hingegen schneiden die Älteren besser ab. Doch Fakt ist: Ab 20 geht’s bergab, wie der Titel einer Sendung der WDR-Serie Quarks & Co (1) es drastisch formuliert.

Sport und neue Erfahrungen sind gut fürs Gehirn

Frau im Fitnessstudio, © Kzenon - Fotolia.com
Bedeuten diese Ergebnisse für uns, dass wir dem Verlust der Gedächtnisleistung völlig machtlos gegenüberstehen? Nein! Zwar lässt sich aus einem alten Gehirn keine jugendliche Leistung pressen, doch können wir unser Gehirn trainieren und damit fit halten. Eine Stellungnahme des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung nennt vor allem zwei Methoden:
  1. In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist, lautet ein Sprichwort. Genauso gut könnte es heißen: In einem trainierten Körper wohnt ein trainierter Geist. Denn wissenschaftliche Forschungsergebnisse zeigen ganz deutlich, dass „regelmäßiges körperliches Ausdauertraining die Hirndurchblutung steigert und die Bildung neuer Blutgefäße und Nervenzellverbindungen anregt. Körperliches Ausdauertraining steigert nachweislich Aufmerksamkeit, Denkvermögen und Gedächtnisleistung.“ (2)

  2. Neues lernen, denn „Lernen regt das Gehirn an und steigert das Kompetenzerleben“ (2). Dabei kommt es nicht darauf an, was man lernt und welche Methode genutzt wird. Wichtig ist vor allem, dass nicht – wie beispielsweise beim Kreuzworträtseln – Bekanntes abgerufen wird, sondern dass das Gehirn ständig gefordert wird. Das geschieht beispielsweise beim Erlernen einer neuen Fremdsprache, eines Musikinstruments oder auch nur beim Ausprobieren eines neuen Kochrezepts.

Tipps, wie Du auch Best Ager Deinen Körper trainierst, findest Du in unserem Thementreff Bewegung. Wie Du ganz nebenbei etwas Gehirn-Jogging in Deinen Alltag einbaust, zeigen Dir die folgenden Tipps.

Alltags-Tipps für ein besseres Gedächtnis

Ältere Frau mit Büchern in der Uni, © Monkey Business - Fotolia.com
  • Zettel im Kopf
    Lass den Einkaufszettel in der Tasche. Vor der Kasse wird die Liste abgehakt. Hast Du an alles gedacht?

  • Namenssuche
    Fällt Dir eine Person ein, deren Name mit den Buchstaben des Nummernschildes am Auto vor Dir beginnt?

  • Verkehrte Welt
    Lies öfter mal rückwärts! Zu einfach? Drehe die Worte im Kopf herum! Wie lautet z. B. Dein Name dann? Und kennst Du Worte, die vor- und rückwärts eine Bedeutung haben – wie „Lager” und „Regal”?

  • Pflanzenkraft
    Ginkgo fördert die Durchblutung und unterstützt die Versorgung des Gehirns mit Sauerstoff. Dadurch sorgt er für ein starkes Gedächtnis und gute Konzentration bei nachlassender geistiger Leistungsfähigkeit.

  • Weltenbummler
    Hast Du ein Lieblings-Urlaubsland? Dann lerne jeden Tag ein paar Vokabeln oder mache einen Sprachkurs.


(1) Quarks&Co: Ab 20 geht’s bergab, Sendung von Dienstag, 25. August 2009, 21.00 - 21.45 Uhr

(2) Stellungnahme des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung vom 06.05.2009

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