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R_gesundheit

Diagnose

So erkennt der Arzt Rheuma

Arzt und Patient, Quelle Fotolia.com © Meddy Popcorn
Die Diagnose "Rheuma" gibt es eigentlich gar nicht. Feststellen lassen sich lediglich unterschiedliche Erkrankungen, die dem "rheumatischen Formenkreis" zuzurechnen sind. Allerdings ist eine Diagnose nicht ganz einfach. Die Krankheit beginnt bei vielen Betroffenen schleichend und verläuft zudem individuell sehr verschieden.

Deshalb sollte bei Verdacht unbedingt ein Rheumatologe aufgesucht werden.

Der Arzt muss viele Faktoren berücksichtigen, bevor er sicher sein kann, dass es sich tatsächlich um ein bestimmtes Krankheitsbild handelt. Die Diagnose schließt deshalb in der Regel ein ganzes Bündel von Maßnahmen ein. Dazu gehören eine Erhebung der Krankheitsgeschichte und aller Symptome sowie eine umfassende körperliche Untersuchung. Der Arzt gewinnt dadurch einen Überblick über den Zustand und die Funktionsfähigkeit des Stütz- und Bewegungsapparats. Blut-, Röntgen- und Ultraschall-Untersuchungen können weitere Aufschlüsse über die Erkrankung liefern. Sinnvoll kann aber auch eine Erfassung des Lebensumfeldes (z.B. Umwelteinflüsse) und möglicher familiärer Vorbelastungen sein.

Wussten Sie…

…dass der sogenannte Rheumafaktor ein Eiweißstoff im Blut ist, der zum Nachweis der rheumatoiden Arthritis herangezogen wird?

Das Eiweiß ist ein Antikörper gegen das körpereigene Immunglobulin G. Reagiert der Rheumafaktor mit den Immunglobulinen, wird das körpereigene Abwehrsystem in Gang gesetzt. Ein Nachweis im Blut kann die Autoimmunkrankheit „Rheumatoide Arthritis“ anzeigen. Allerdings ist der Rheumafaktor nicht bei allen erkrankten Patienten nachweisbar und kann umgekehrt auch bei nicht betroffen Personen vorkommen. Ein positiver (vorhandener) Rheumafaktor macht Rheuma zwar wahrscheinlich, beweist es aber nicht. Ein negativer (nicht vorhandener) Rheumafaktor macht Rheuma unwahrscheinlicher, schließt es aber nicht aus.


Je früher Erkrankungen aus dem „rheumatischen Formenkreis“ erkannt und behandelt werden, desto günstiger ist ein positiver Verlauf. Deshalb ist es wichtig, rechtzeitig einen Arzt aufzusuchen.

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