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Therapie

Rheuma behandeln

Zwar ist eine Heilung von Rheuma kaum möglich. Eine rechtzeitig einsetzende Therapie kann jedoch die Schmerzen erheblich verringern und das Fortschreiten der Erkrankung hinauszuzögern. Die Behandlung von Rheuma richtet sich stark nach der Art der rheumatischen Erkrankung. Entzündliche Gelenkerkrankungen (Arthritis) müssen anders therapiert werden, als Verschleißerscheinungen (Arthrose), Weichteilrheumatismus oder Stoffwechselerkrankungen. Aber auch für die einzelnen Krankheitsbilder des Rheumas gibt es kein einheitliches Behandlungsschema. Was bei einem Patienten die Beschwerden lindert oder die Beweglichkeit verbessert, kann bei einem anderen nur wenig Wirkung erzielen.

Generell gilt jedoch, dass die Behandlungsmöglichkeiten für Rheuma sehr vielfältig sind und individuell auf die einzelnen rheumatischen Erkrankungen und den jeweiligen Patienten abgestimmt werden können. Dabei werden in erster Linie Medikamente eingesetzt. Möglich sind aber auch physikalische und / oder chirurgische Therapien ebenso wie eine Kombination aus diesen Behandlungsmöglichkeiten.

Tabletten, Quelle Fotolia.com © Sandra Brunsch

Als Medikament steht an erster Stelle Cortison. Es wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Die gleiche Wirkung können sogenannte nicht-steroidale Antirheumatika erzielen. Langsam wirkende Antirheumatika mit Wirkstoffen wie Methotrexat oder Chloroquin greifen direkt in den Rheumaprozess ein und verlangsamen oder unterdrücken die Knorpel- und Knochenzerstörungen. Auch Medikamente, die das Abwehrsystem beeinflussen und Goldpräparate werden zur Behandlung von Rheuma eingesetzt. Immunsuppressiva sind Medikamente, die die natürliche Abwehrreaktion des Körpers gegen das eigene Gewebe hemmen.

In der Behandlung von Rheuma spielt auch die Physiotherapie eine wichtige Rolle. Krankengymnastik und physikalische Therapien mit Wärme, Kälte, elektrischen Strömungen oder Massage können Schmerzen lindern und Muskeln kräftigen. Ziel ist es, die Beweglichkeit der Gelenke zu verbessern und Fehlstellungen vorzubeugen. Zudem kann eine Ergotherapie helfen, den Alltag im fortgeschrittenen Rheumastadium zu bewältigen.

Physiotherapie Quelle Fotolia.com © Fotolia IV

Ergänzend zur medikamentösen- und Physiotherapie können ärztliche Eingriffe an den Gelenken Beschwerden lindern. So lässt sich etwa Flüssigkeit, die sich im Gelenk gesammelt hat, mit einer Gelenkpunktion entfernen. Wenn sich trotz Behandlung die Gelenke verformen und ihre Funktion einstellen, kann eine Operation notwendig werden.
Einen Einfluss auf die Beschwerden hat oft auch die Ernährung. Fasten, eine vegetarische Ernährung und viel Rohkost haben schon vielen Betroffenen geholfen. Alkohol, Kaffee und Nikotin sowie eine fettreiche Ernährung, insbsondere tierische Fette, mit viel Zucker können die Beschwerden verschlimmern. Allerdings lindern Omega-3-Fettsäuren die Entzündungs-Erscheinungen. Die finden sich in fettem Fisch, zum Beispiel Makrelen, Lachs oder Heringe sowie in Raps-, Soja, Walnuss- und Leinöl.

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