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Die häufigsten Krankheiten (II.)

Fibromyalgie, Gicht und andere

Dass Rheuma nicht nur Gelenke und Knochen, sondern auch Weichteile wie Muskeln, Sehnen, Schleimbeutel, Bänder, Binde- und Fettgewebe betreffen kann, wissen nur wenige. Dabei ist der Weichteilrheumatismus sehr stark verbreitet. Aber auch Stoffwechselerkrankungen können zu schmerzhaften Entzündungen im Bewegungsapparat führen.

Kniegelenk, Quelle Fotolia© Sebastian Kaulitzki
Weichteilrheumatismus – Zum Beispiel "Fibromyalgie"

Weichteilrheumatische Beschwerden treten durch Überlastung von Muskeln und der Reizung von Sehnenscheiden und anderen Weichteilgeweben auf. Eine besonders ausgeprägte Form ist die Fibromyalgie (Faser-Muskel-Schmerz), bei der zahlreiche Gelenk- und Wirbelkörper betroffen sind. Symptome der chronischen, nicht heilbaren Erkrankung sind Schmerzen mit wechselnder Lokalisation sowie eine verstärkte Druckempfindlichkeit an den sogenannten "Tender Points" (Schmerzdruckpunkte). Hinzu kommen Begleitsymptome wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Morgensteifigkeit, Konzentrations- und Antriebsschwäche, Wetterfühligkeit sowie Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht. Betroffene klagen oft über Schmerzen am ganzen Körper und haben das Gefühl, dass ihre gesamte Muskulatur "brennt".

Die Ursachen der Fibromyalgie sind noch weitgehend unbekannt. Mögliche Faktoren sind eine genetische Disposition, eine gestörte Schmerzverarbeitung und veränderte Schmerzwahrnehmung oder hormonelle Störungen.

Weitere Krankheitsbilder: Muskelverspannungen und -entzündungen (Myositis), Entzündungen des Unterhautfettgewebes (Pannikulitis), Sehnenleiden wie der Tennisellenbogen (Tendopathie), Schleimbeutelerkrankungen.

Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden – Zum Beispiel "Gicht"

Veränderungen im Knochen- oder Gelenkstoffwechsel können zu Beschwerden der Bewegungsorgane führen. Ein Beispiel für eine derartige Stoffwechselerkrankung ist die Gicht. Aufgrund einer erhöhten Ansammlung von Harnsäure im Blut kommt es dabei zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Stellen des Körpers ¬– vor allem in Gelenken, Schleimbeuteln und Knochen, aber auch in inneren Organen. Die Ablagerungen verursachen schmerzhafte Entzündungen. Bei einem akuten Gichtanfall ist oft das Grundgelenk einer Großzehe betroffen. Es ist stark gerötet, geschwollen, bewegungsschmerzhaft und berührungsempfindlich. Aber auch der Spann, Sprunggelenke, Fersen, Kniegelenke, Handgelenke, Fingergelenke und Ellenbogengelenke können schmerzhaft entzündet sein.

Die Ursachen der Gicht sind unterschiedlich. Möglich ist eine ererbte Anlage zu einem erhöhten Harnsäurespiegel im Blut. Auslöser können aber auch eine falsche Ernährung, eine gestörte Nierenfunktion oder Krankheiten wie Leukämie sein, bei denen vermehrt Zellen zerfallen. Betroffen sind vor allem Männer. Zum ersten Gichtanfall kommt es in der Regel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr. Die Attacken dauern unbehandelt einige Stunden bis mehrere Tage.

Weitere Erkrankungen: Osteoporose (Knochenschwund), Eisenspeicherkrankheit, Rachitis.

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