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Definition / Einführung

Rheuma hat viele Gesichter

Mensch,Schema, Quelle Fotolia.com © Sebastian Kaulitzki
Mit dem Slogan "Rheuma hat viele Gesichter" trifft die Deutsche Rheuma-Liga den Nagel auf den Kopf. Denn hinter dem Oberbegriff "Rheuma" verstecken sich mehrere hundert verschiedene Krankheitsbilder, die bekanntesten davon sind Arthritis, Arthrose, Gicht und Fibromyalgie. Bei allen handelt es sich um chronisch schmerzhafte Zustände des Stütz- und Bewegungsapparates.

Doch die Ursachen, Symptome und Behandlungsmethoden sind sehr verschieden. Auslöser sind zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen oder Bakterien. Aber auch genetische Faktoren oder Umwelteinflüsse spielen eine Rolle. Betroffen sein können Knochen, Knorpel und Gelenke aber auch Muskeln, Sehnen, Bänder und das Bindegewebe. Bei vielen rheumatischen Erkrankungen werden zudem innere Organe, das Nervensystem, die Haut oder die Augen in Mitleidenschaft gezogen. Auch gibt es entzündliche und nicht-entzündliche (degenerative) Rheumaerkrankungen.

Wussten Sie…

…dass das Wort Rheuma aus dem Griechischen stammt und "fließen", "strömen", "reißen" bedeutet?

Beschrieben wurde damit ursprünglich der ziehende Schmerz, der bei Erkrankungen des Bewegungssystems entsteht. Im Mittelalter herrschte die Vorstellung, dass Rheuma durch ein Herunterfließen von kaltem Schleim aus dem Gehirn zu den Extremitäten entsteht. Heute steht der Begriff im Volksmund ganz allgemein für Schmerzen in Knochen und Gelenken.

In Deutschland leben Schätzungen zufolge mehr als neun Millionen Menschen mit einer rheumatischen Erkrankung – unter ihnen auch viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Dank moderner medizinischer Diagnostik lassen sich die unterschiedlichen Erkrankungen zwar meist diagnostizieren – die Mehrzahl von ihnen ist allerdings noch immer nicht heilbar. Mit einer rechtzeitig einsetzenden und zielgerichteten Therapie kann der Verlauf jedoch meist entscheidend beeinflusst werden. Eine eingehende ärztliche Untersuchung und Diagnose bei Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung ist deshalb besonders wichtig.

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