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R_gesundheit

Ernährung

Ausgewogen und vitaminreich

Eine Umstellung der Ernährung kann Schmerzen lindern helfen.

Ob und welche Einfluss die Ernährung oder bestimmte Lebensmittel auf die Entstehung und den Verlauf von Rheuma haben, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Fest steht: Durch eine bestimmte Ernährung ist Rheuma nicht heilbar. Nach Einschätzung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) kann eine Umstellung der Essensgewohnheiten jedoch eine wichtige Maßnahme bei der Behandlung von Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis sein.

So sollte bei entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankungen eine entzündungshemmende Ernährung erfolgen. Entzündungen werden durch die Bildung von Entzündungsfaktoren, den sogenannten Eicosanoiden ausgelöst, die aus der Fettsäure Arachidon gebildet werden. Je weniger Arachidonsäure mit der Nahrung zugeführt wird, desto weniger Entzündungsfaktoren können gebildet werden.

Obst und Gemüse, Quelle Fotolia.com© Denis Pepin
Grundsätzlich sollte der Speisezettel viel Obst und Gemüse enthalten, und die Lebensmittel möglichst unbehandelt und schadstoffarm sein. Tierische Fette sind zu meiden, da diese bestimmte Fettsäuren besitzen, die Entzündungsprozesse noch verstärken. Das bedeutet, dass fettreiche, tierische Lebensmittel wie Schweineleber, fette Wurst- und Fleischsorten, aber auch Eier und Butter nach Möglichkeit gemieden werden sollten.

Lachs Quelle Fotolia.com © HLPhoto
Im Gegenzug sollte die Zufuhr an langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren erhöht werden. Omega-3-Fettsäuren lindern die Entzündungs-Erscheinungen. Hierzu empfiehlt es sich, regelmäßig fetten Fisch zu verzehren, zum Beispiel Makrelen, Lachs oder Heringe. Auch sollte auf die Auswahl der verwendeten Öle geachtet werden. Reich an Omega-3-Fettsäuren sind Raps-, Soja-, Walnuss- und Leinöle.

Auch bestimmte Vitamine und Spurenelemente (Antioxidantien) haben eine entzündungshemmende Wirkung und sollten daher bei rheumatischen Erkrankungen vermehrt zugeführt werden. Die Vitamine C, E sowie das Spurenelement Selen besitzen die beste Wirkung, wenn sie gemeinsam aufgenommen werden. Eine höhere Vitamin A-Zufuhr scheint dagegen keinen therapeutischen Nutzen zu haben.

Eine Umstellung der Ernährung sollte jedoch immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden, um etwa Mangelerkrankungen zu verhindern. So ist etwa eine besondere Diät, wie sie bei der Stoffwechselerkrankung Gicht empfohlen wird, bei anderen rheumatischen Erkrankungen nicht sinnvoll. Zu beachten ist: Diäten können und dürfen immer nur eines von vielen Elementen bei der Behandlung von Rheuma sein.

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