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Gedichte von Elsbeth Jahns

Geduld

elsbethgedichtea_pic1.jpg

Sie sind schon da die kleinen zarten
Knospen, still, versprechend, warten
voll Geduld an ihren Zweigen
kaum zu sehen, ganz bescheiden
noch geschützt in ihrer Hülle
auf des Frühlings Sonnenfülle.

Lang schon warten sie darauf
ist verweht das alte Laub
machen sie sich schon bereit
warten nur auf ihre Zeit
um sich üppig zu entfalten
die Natur neu zu gestalten.

Üb‘ auch du dich in Geduld
die Zeit erfüllt stets ihre Schuld
vertraue, dräng‘, nicht warte nur
das Beispiel steht in der Natur.


Der Frühling ist da!

elsbethgedichtea_pic2.jpg


Luft mild wie Seide
streichelt die Haut
erfrischender leichter sanfter Wind
belebt, lässt durchatmen.
An den Wegrändern
verschwenderisch malerische Fülle,
Frühlingsboten, Blumenpracht,
in den zarten Farben des Frühlings
weiß, blau, rosa und gelb.
Erste Kuckucksrufe.
Eine Lerche hoch über dem Feld
kaum noch sichtbar
am seidenblauen Himmel
trillert aus voller Kehle.
Kiebitze, zurückgekehrt,
führen ihre akrobatischen Flugkünste vor,
laden ein zum Verweilen.
Ein Schwarm Stare fällt in die Wiese ein,
geschäftiges Picken und Trippeln,
und, schon sind sie wieder auf und davon!
Schwalben, immer in Eile
durchschneiden die Luft.
Es riecht nach Frühling, nach Wachsen und Werden
hier in den Feldern
weit ab vom Benzingestank und dem Lärm der Stadt.



Fantasie

Landschaft für Elsbeth

In Träumen zu wandern wohin es gefällt,
es gibt keine Schranke die mich hält.
Keinen Zaun keine Hürde, kein Tabu
nur mit den Gedanken auf du und du.

Eine Insel, die Berge, ein ferner Stern,
alles greifbar, vorhanden, nichts ist mehr fern.
Träumen von allem was das Leben nicht gibt
von Frieden und Freiheit, Gesundheit und Glück.

Reisen ins Fantasia – Land,
welch‘ ein Kind hat es nicht gekannt?
Ob Mädchen oder Frau, ob Knabe oder Mann ,
wer so wie ein Kind noch träumen kann
hat eine Insel, die Insel des Glück’s
und holt die Realität dich zurück
ist Kraft geschöpft für die Wirklichkeit
aus der Reise ins Traumland für kurze Zeit


April

stein Regen

Die letzten Tage vom April
gestaltet er so wie er will.

Dazu gibt ihm sein Name das Recht!
Doch war der Monat gar nicht schlecht.
Mit Hagelschauern, Sturm und Wind
kam er daher als wüstes Kind.

Dann wurde er ganz schnell recht zahm
und ließ uns schon den Sommer ahn‘
und Liegestühle gern benutzen
um in der Sonne braun zu brutzeln.

Jedoch den Regen vergaß er glatt,
die Wintersaat lag schlapp und matt.
Die Blumen selber zu begießen
hat er uns höflichst zugewiesen.

Nun tut er in den letzten Tagen
was seine Pflicht ist, so zu sagen.
Schickt dicke graue Wolkenberge
und die segnen nicht nur die Erde:

läßt du den Regenschirm zu Haus,
weil gerade kam die Sonne raus,
dann kommt ganz schnell eh‘ du’s gedacht
ein Schauer der dich platschnass macht.

Dann lacht er nur: April, April!
Ja, dieser Schelm macht was er will!
So hat er noch in den letzten Tagen
seinem Namen Rechnung getragen.

Hier findet Ihr noch mehr Gedichte von Elsbeth Jahns



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