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Besuch im Zentrum für Psychiatrie in Emmendingen (ZfP).

Empfangen wurde unsere Gruppe von 17 FAlern von Herrn Oberle, Vertreter des Qualitätsmanagements. Er führte uns in einem Neubau in den Vortragsraum. Durch eine Präsentation von 2 Stunden erfuhren wir Einzelheiten zum ZfP. ("Müßiggang ist aller Krankheit Anfang")

Das in landschaftlich reizvoll gelegene Gelände mit Park ähnlichem Charakter umfasst 45 ha Land. Ein Luftbild verdeutlichte die Größe des Areals.

Das Zentrum ist zuständig für 1,3 Millionen Einwohner der Region Süd- und Mittelbaden.

Es hat 750 Betten zur Verfügung für die Aufnahme von psychisch kranken Patienten mit 1100 Beschäftigten.

Es gab vor dem Krieg die Frage für die Emmendinger, ob man die Gebäude für eine Garnison zur Verfügung stellt oder die bestehende Heil und Pflegeanstalt erneuert.

Heute gibt es noch Kooperationspartner, z.B. eine Walddorfschule
Seit 1934 gibt es erst die ärztliche Einweisung eines Kranken.
Psychopharmaka gibt es seit 50 Jahren.

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1953 wurde die Heil- und Pflegeanstalt in Psychiatrisches Krankenhaus umbenannt.

Es kamen 8 weitere Einrichtungen dazu.

Seit 1995 wurden die psychiatrischen Krankenhäuser zu Anstalten des öffentlichen Rechtes umgewandelt.

Alle Häuser des Zentrums arbeiten in Eigenverantwortung und -abhängigkeit.

Seit 2005 ist das Krankenhaus Qualität zertifiziert.

Herr Oberle gab uns eine sehr informative Übersicht über die einzelnen Bereiche mit Fotos der Gebäude, der Stationen, der Aufenthaltsräume, der Therapieeinrichtungen,
der Krankenzimmer und Grafiken über Struktur und Verwaltung
Zu den Einrichtungen gehören:

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1. das Fachkrankenhaus, das für die unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen, spezifische Behandlungsangebote bereit hält mit moderner medizinischer Versorgung und sozialer Therapie.

Notfallpatienten können ebenfalls aufgenommen werden.

Nach Klärung einer Diagnose werden die Patienten auf die speziellen Stationen eingewiesen.

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2. Psychiatrisches Pflegeheim. Hier werden Dauerpatienten bis zu 60 Jahren von Erzieher, Heilpädagogen betreut.

Ebenso besteht die Versorgung für Demenzkranke von 40 - 60 Jahre.

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Zum Krankenhaus gehören auch die Tageskliniken in Lörrach und Lahr (mit je 20 Betten).

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3. akademisches Lehrkrankenhaus, dieses übernimmt in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg die Ausbildung der Mediziner in praktischer und theoretische Psychologie.

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4. Krankenhauspflegeschule sie befindet sich seit 1889 in einem Schloss ähnlichen Gebäude, das 1989 saniert wurde. Die Ausbildung zur Pflegekraft in der Psychiatrie erfordert neben einer speziellen Neigung und körperlicher Tüchtigkeit, besonderes Einfühlungsvermögen und auch Sprachkenntnisse.

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5. Klinik für psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Hier sind die Ziele: Früherkennung von psychosomatischen Störungen, ganzheitliche Behandlung, Rückfallprophylaxe, Selbsterkenntnisse, Vernetzung, Angehörigen Betreuung. Es gibt in dieser Abteilung 6 Stationen,

1 Spezialstation zur Früherkennung und Prävention
2 Tageskliniken. Hier werden behandelt: Psychosen, Depressionen,
bipolare Störungen, Belastungsreaktionen, Angst, Zwänge,

Persönlichkeitsauffälligkeiten
Die Therapieziele sind:
Behandeln: medizinisch, sozial
Verstehen: mit Hilfe von Psychoeducation,
üben: durch Bewegung und Sport,
beraten: Unterstützung in sozialen Angelegenheiten.
Die Stationen 11 und 12 unterliegen dem „Take care“ Konzept
bedeutet: crisis intervention bei affektiver und reaktiver Störung, effektive Therapie.

Station 18 befasst sich mit Persönlichkeits- und Angststörungen.
endogene Depressionen. Es gibt auch gerontologische Patienten, Demenzkranke, Alzheimerpatienten, psychisch erkrankte Patienten über 65 Jahre. Die Station stellt die Indikation zur Behandlung in den einzelnen Abteilungen. Therapie ist hier Musik, Sport, Physiotherapie, Entspannung, Medikamente(Atypische Neuroleptika = Atypika)und Bezugspflege.

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Station 41 und 44
Hier werden Demenzkranke und organisch Kranke behandelt, wobei die Frage öfter auftaucht: Krankenhaus oder Psychiatrie.

Station 42 diese Station kümmert sich um Depressive im höheren Lebensalter.

Station 43 versorgt gerontologische und neurologische Probleme bei Patienten mit Schlaganfall, Schädelhirntraumen, Anfallsleiden, Parkinson.

Es ist auch die klinische Behandlungsstelle für Suchtkranke ab 18 Jahren.

Station 14 ist zuständig für den offenen Entzug von Suchtkranken, Qualifizierung und Wiedereingliederung, Suchttherapien.

Stationen 31 und 3 behandeln Alkoholsüchtige und Medikamenten Abhängige.

Station 34 hier findet ebenfall die Behandlung statt für Sucht bei Alkohol, Drogen, Medikamenten, oder Vorderhornschädigung durch Alkohol.

Dann gibt es die forensischen Abteilungen mit insgesamt 24 Betten, in denen psychisch Erkrankte mit Straftaten behandelt werden. (nach §63, und §64 Stgb)

Es handelt sich um geschlossene Einrichtungen. Sie dienen auch dem Schutz der Gesellschaft vor den Tätern und den Tätern vor der Gesellschaft. Die Aufnahmestation mit 17 Betten ist besonders gesichert, während Station 29, aber auch geschlossen, sich mit therapiewilligen Patienten (oder besser Straftätern) befasst. Dazu gehören Einzelgespräche, Sport, Soziales.

Die forensische Wohngemeinschaft ist eine offene Abteilung und ermöglicht Entlassungsvorbereitung, Tagestruktur, Selbstversorgung,
Konfliktbewältigung, deliktfreies Leben.

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Das Zentrum verfügt auch über eine eigene Feuerwehr. Sie besteht vorrangig aus Mitarbeitern wegen des gelernten Umgangs mit den Patienten und der genaueren Ortskenntnis.

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Zum gesamten Komplex des Zentrums gehören:

Eine Küche zur Zentralversorgung Handwerksbetriebe wie Schreinerei, Buchbinderei, Klempnerei, Fahrradwerkstatt, Bearbeitung von Ton, Farben, Bewegungs- und Sportzentren, Trainingszentren für den häuslichen Bereich, Bürotraining, Beschäftigung allgemein,
Begegnungsstätten, ein Kaufladen, Patienten Zeitung.

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Einen herzlichen Dank an Herrn Oberle durch Rebo Margit.

Wir haben alle sehr intensiv zugehört, aber nach soviel Psycho war uns doch nach einem Tässchen Kaffee zumute.

Das haben wir auch bestens genossen in der Cafeteria des Zentrums.


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Bericht: Gisela/Goosi

Die Fotos sind zum größten Teil mit Erlaubnis von Herrn Oberle von seiner Bildschirmpräsentation abfotografiert. Das erklärt die mindere Qualität.

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