Mach mit bei Feierabend.de!
Finde neue Freunde für Leben, Liebe und Freizeit
Online Sofortkontakt zu 160.000 Gleichgesinnten
Triff nette Menschen „vor Ort“ in 120 Regionalgruppen
Jetzt kostenlos anmelden!
Service:
Freunde einladen! Sicherheitshinweis Zur Startseite machen Rundgang durch die Community Sofort-Nachrichten
R_regio
Freunde einladen! Sicherheitshinweis Zur Startseite machen Rundgang durch die Community Sofort-Nachrichten
Für Gestaltung und Inhalt dieser Regionalseiten sind ausschließlich die jeweiligen Regionalbotschafter verantwortlich.
Die von den Regionalbotschaftern eingegebenen und heraufgeladenen Inhalte unterliegen grundsätzlich weder einer Kontrolle
durch Feierabend, noch nimmt Feierabend hierauf Einfluss. Hiervon ausgenommen sind werbliche Einblendungen und Beiträge die
von Feierabend direkt eingestellt wurden und als solche gekennzeichnet sind.
Bereits vor 3 Jahren hatten Mitglieder der Freiburger Feierabendgruppe unter Trudels Leitung den Ruheberg in Oberried besucht. Der Ruheberg ist ein Naturfriedhof für Urnenbestattungen, wurde im Jahre 2006 von der Gemeinde eingerichtet und liegt in 1100 Metern Höhe in der Nähe des Stollenbacher Hofs.
Um dieselbe Zeit wurde im Freiburger Hauptfriedhof das „Waldfeld Nummer 34“ausgewiesen, eine von zwei Flächen, auf denen jetzt Baumbestattungen für Urnen stattfinden können. Die Zahl der anonymen Bestattungen hat seither erheblich abgenommen.
Margit hatte nun für diesen Tag eine Führung durch das Krematorium organisiert und alles klappte, wie bei ihr üblich „wie am Schnürchen“. Pünktlich wurden wir von Herrn Keller begrüßt, dem Betriebsleiter der Freiburger Friedhöfe (zu seinem Arbeitsbereich gehören 17 Friedhöfe).
Er berichtete uns zunächst, dass mittlerweile bei 61% aller Todesfälle Feuerbestattungen der Erdbestattung vorgezogen werden. Sodann erfuhren wir, dass auf den Freiburger Friedhöfen ein Leerstand herrscht von 40%. Dies erklärt sich z.T. durch die - im Vergleich zu früher - erheblich verkürzte Ruhezeit von 15 Jahren und auch durch die zunehmende Zahl der Einäscherungen. Und schließlich seien Urnenbestattungen auch erheblich preisgünstiger als Erdbestattungen.
Und gleich räumte Herr Keller mit einer „Legende“ auf, die sich hartnäckig hält, nämlich der, dass Einäscherungen z.B. im Elsass weit preisgünstiger seien als hier. Die Angehörigen, beschäftigt mit ihrer Trauer, versäumen es dabei oft, bei den Bestattungsunternehmen nach den Transportkosten zu fragen und so erleben sie unangenehme finanzielle Überraschungen.
Um dieselbe Zeit wurde im Freiburger Hauptfriedhof das „Waldfeld Nummer 34“ausgewiesen, eine von zwei Flächen, auf denen jetzt Baumbestattungen für Urnen stattfinden können. Die Zahl der anonymen Bestattungen hat seither erheblich abgenommen.
Margit hatte nun für diesen Tag eine Führung durch das Krematorium organisiert und alles klappte, wie bei ihr üblich „wie am Schnürchen“. Pünktlich wurden wir von Herrn Keller begrüßt, dem Betriebsleiter der Freiburger Friedhöfe (zu seinem Arbeitsbereich gehören 17 Friedhöfe).
Er berichtete uns zunächst, dass mittlerweile bei 61% aller Todesfälle Feuerbestattungen der Erdbestattung vorgezogen werden. Sodann erfuhren wir, dass auf den Freiburger Friedhöfen ein Leerstand herrscht von 40%. Dies erklärt sich z.T. durch die - im Vergleich zu früher - erheblich verkürzte Ruhezeit von 15 Jahren und auch durch die zunehmende Zahl der Einäscherungen. Und schließlich seien Urnenbestattungen auch erheblich preisgünstiger als Erdbestattungen.
Und gleich räumte Herr Keller mit einer „Legende“ auf, die sich hartnäckig hält, nämlich der, dass Einäscherungen z.B. im Elsass weit preisgünstiger seien als hier. Die Angehörigen, beschäftigt mit ihrer Trauer, versäumen es dabei oft, bei den Bestattungsunternehmen nach den Transportkosten zu fragen und so erleben sie unangenehme finanzielle Überraschungen.
Das Krematorium selbst ist ein repräsentativer Bau, einem römischen Tempel nachempfunden mit griechischen Schmuckelementen. Es wurde vor 100 Jahren von dem Stadtbaumeister Rudolf Thoma und dem Stadtarchitekten Mathias Stammnitz erbaut. 1914 wurde der Betrieb aufgenommen.
Das Innere des oberen Stockwerkes, der Raum, in dem die Angehörigen Abschied nehmen können von dem Verstorbenen, ist mit würdevoller Schlichtheit ausgestattet, die Trauerfeier wird nach den Wünschen des Verstorbenen und der Angehörigen gestaltet. Ein Teil des vorderen Raumes gibt die Möglichkeit, den Sarg aufzubahren, in einem anderen Teil kann man sich von dem bereits Eingeäscherten in seiner Urne verabschieden.
Die sakrale und die technische Einrichtung wurden räumlich getrennt. So befinden sich der Verbrennungsofen und die anderen technischen Einrichtungen im Keller des Krematoriums, den wir nun besichtigten.
Hier empfing uns Herr Textor, der Kremationstechniker. Auch er musste mit einigen dieser Legenden, die sich um die Einäscherung ranken, aufräumen, so mit der, dass die Leichen sich beim Verbrennungsvorgang aufbäumen. Herr Textor versicherte uns, dies habe er in seinen langen Berufsjahren noch nie erlebt. Zweitens hält sich das Gerücht, dass mehrere Leichen zugleich in einem Ofen verbrannt würden und die Asche dann nicht mehr zugeordnet werden könne: Die Verstorbenen werden grundsätzlich in ihren Särgen verbrannt, und wir konnten uns überzeugen, dass in jeden Ofen auf Grund seiner Größe nur ein Sarg passt. Zur genauen Identifizierung wird in jeden Sarg ein Schamottstein gelegt mit der Identifizierungsnummer des Verstorbenen, die im Verbrennungsplan registriert ist und die auch die Hinterbliebenen erhalten. Der Schamottstein verbrennt nicht und wird nach dem Verbrennungsvorgang in die Urne gelegt bevor sie verplombt wird.
Noch einige technische Details: Der Ofen wird auf ca. 900 Grad erhitzt, der Verbrennungsvorgang dauert durchschnittlich 1 Stunde und 40 Minuten (die Dauer der Verbrennung hängt vom Gewicht des Verstorbenen und der Beschaffenheit des Sarges ab). Nach der Verbrennung und nachdem der Ofen abgekühlt ist, werden mit einem Rechen nicht brennbare Teile aussortiert (Implantate, wie z.B. künstliche Hüftgelenke).
Die braunen Urnen fühlen sich an wie Plastik, sind aber aus verrottendem Material, was nach ca. 15 Jahren zerfällt.
Am Schluss verabschiedete sich Herr Textor von uns mit den Worten: „Man sieht sich“ und unsere nachdenkliche Stimmung wich fröhlichem Gelächter.
Im Anschluss versammelten wir uns noch im benachbarten Café.
Wir danken Trudel für die Idee und Margit für die Organisation, Herrn Keller und Herrn Textor für die sachkundige und zugleich warmherzige Führung durch das Krematorium.
Fotos: anmargi/Margit
Hier empfing uns Herr Textor, der Kremationstechniker. Auch er musste mit einigen dieser Legenden, die sich um die Einäscherung ranken, aufräumen, so mit der, dass die Leichen sich beim Verbrennungsvorgang aufbäumen. Herr Textor versicherte uns, dies habe er in seinen langen Berufsjahren noch nie erlebt. Zweitens hält sich das Gerücht, dass mehrere Leichen zugleich in einem Ofen verbrannt würden und die Asche dann nicht mehr zugeordnet werden könne: Die Verstorbenen werden grundsätzlich in ihren Särgen verbrannt, und wir konnten uns überzeugen, dass in jeden Ofen auf Grund seiner Größe nur ein Sarg passt. Zur genauen Identifizierung wird in jeden Sarg ein Schamottstein gelegt mit der Identifizierungsnummer des Verstorbenen, die im Verbrennungsplan registriert ist und die auch die Hinterbliebenen erhalten. Der Schamottstein verbrennt nicht und wird nach dem Verbrennungsvorgang in die Urne gelegt bevor sie verplombt wird.
Noch einige technische Details: Der Ofen wird auf ca. 900 Grad erhitzt, der Verbrennungsvorgang dauert durchschnittlich 1 Stunde und 40 Minuten (die Dauer der Verbrennung hängt vom Gewicht des Verstorbenen und der Beschaffenheit des Sarges ab). Nach der Verbrennung und nachdem der Ofen abgekühlt ist, werden mit einem Rechen nicht brennbare Teile aussortiert (Implantate, wie z.B. künstliche Hüftgelenke).
Die braunen Urnen fühlen sich an wie Plastik, sind aber aus verrottendem Material, was nach ca. 15 Jahren zerfällt.
Am Schluss verabschiedete sich Herr Textor von uns mit den Worten: „Man sieht sich“ und unsere nachdenkliche Stimmung wich fröhlichem Gelächter.
Im Anschluss versammelten wir uns noch im benachbarten Café.
Wir danken Trudel für die Idee und Margit für die Organisation, Herrn Keller und Herrn Textor für die sachkundige und zugleich warmherzige Führung durch das Krematorium.
Fotos: anmargi/Margit




















Danke für Deinen super Bericht, liebe Ingeborg - er wird für viele sehr aufschlussreich sein. Liebe Grüße, Margit
Danke für den wie immer sehr gut geschriebenen Bericht von Ingeborg. Eigentlich hätte ich mitgehen sollen, denn mich beschäftigt die Frage. Kann man den Verbrennungstermin im voraus selbst bestimmen? Wenn jemand die Antwort kennt würde ich sie gerne wissen. Gruß Käthe
Danke, liebe Ingeborg, das ist ein toller Bericht. Alles eingepackt, was man wissen muß zu einer Einäscherung und noch darüber hinaus. Und Margit ein dickes Dankeschön für die tollen Fotos und schnelle Einsetzen des Berichtes. Es war wieder eine gelungene Veranstaltung von FA. Grüßle Erni
Dieser ganz besondere Feierabendausflug wird von Ibobibo (Ingeborg) wunderschön geschildert. Wer hätte es auch besser beschreiben können als Du, liebe Ingeborg? Margit hat ihre schönen Bilder gekonnt dazu eingefügt. Niemals hätte ich geglaubt, dass ich das Kremator so zufrieden und beruhigt wieder verlassen würde. Ich bin sehr froh, dass ich diese Führung erleben durfte. LG Trudel
Eine würdige Führung, ein würdiger und hervorragender Bericht und ein dankbarer Gruß an ibobibo, trudel und margit von Eurer marijo!
Sehr guter Bericht. Habe die Führung bereits vor einigen Monaten im Rahmen einer offiziell ausgeschriebenen Einladung mitgemacht und bei dieser Gelegenheit auch die Herren Keller und Textor kennengelernt. Ibobibo hat fachgerecht und akribisch genau berichtet. Kompliment!!
Danke Ingeborg. Ein sehr interessanter Besuch und Deine Beschreibung ergänzt die Eindrücke hervorragend. Mit dem neuen Wissen kann ich auch in meinem Testament meine relevanten Wünsche einbringen ! Danke Magrit für die schönen Fotos !
Danke, liebe Ingeborg, für Deinen interessant geschriebenen Bericht über alles Wissenswerte, das uns bei dem Krematoriums-Besuch vermittelt wurde. Liebe Grüße, Marlen.
Liebe Ingeborg, entschuldige, aber Deinen wunderschönen, informativen Bericht entdecke ich erst heute, die Bilder sind so klar und schön, wie selten. Schade dass ich nicht dabei sein konnte. Liebe Grüße, Irene