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Weihnacht in Basel
Weihnachtsmarkt in Basel
Endlich macht die Freiburger Regiogruppe etwas in meiner Nähe, da bin ich natürlich dabei.
11.30 Uhr wollen sie am SBB (Schweizer Bahnhof) sein, nachdem sie im BBH (Badischen Bahnhof) umgestiegen sind.
Ja die haben es immer gut, da sorgt Anneli und Trudel schon dafür, dass alles klappt! Am SBB werden sie von Bärbel empfangen, die sie dann zum Weihnachtsmarkt auf den Barfüsserplatz führt, zu Fuß natürlich.
Ich suchte schon verzweifelt eine halbe Stunde lang eine kostenlose Parkmöglichkeit in Riehen von wo ich dann mit dem „2er Trämmli“ zum Bankenplatz wollte, dort sollte ich den Freunden aus Freiburg begegnen laut Bärbel, aber nur, wenn ich es pünktlich schaffe dort zu sein.
Weil das „6er Trämmli“ zuerst kam, stieg ich vorsorglich einmal ein, dann fühlte ich mich den anderen schon ein wenig näher. Und siehe da, ich staunte nicht schlecht als Anneli an mir vorbei zum Schaffner lief.
Kurz, sie haben den Anschlusszug zum SBB verpasst und alle saßen in derselben Straßenbahn wie ich. So eine glückliche Fügung! ! !
Kaum dass alle ausgestiegen waren, die Treffzeit und der Treffpunkt bekannt war, verschwan¬den die meisten in alle Himmelsrichtungen.
Meine Gedanken: „Da hätte ich ja gleich alleine nach Basel gehen können – stressfrei...“
Wir waren dann doch noch zu fünft, um miteinander über den Weihnachtsmarkt zu schlen¬dern. Dabei hat sich gezeigt, dass selbst 5 Personen fast noch zuviel sind, um zusammen zu bleiben.
Es gibt ja so vieles anzuschauen, denn 130 Buden, eine schöner geschmückt als die andere, drängen sich auf dem Platz. Ich habe höchstens 2 Hütten mit Kitsch gesehen.
Aufgefallen ist gleich eine Bude mit „Dresdner Christstollen“ präsentiert von einem Paar in historischen Kostümen vom Hof in Dresden aus dem Jahr 1730.
Das war der Ort und die Zeit wo der Siegeszug des Dresdner Christstollens begonnen hatte. Eigentlich bräuchten das die Basler nicht, denn ihre „Basler Leckerli“ haben auch Berühmt¬heit erlangt.
Anneli war auf der Jagd nach schönen Weihnachtsmotiven. Sollte jemand eine schöne Karte mit einem goldenen Engel bekommen, der schwebt original über einer Bude in Basel.
Grimms-Grams un Gschänggli
in alle Wariatione, Bubbistubemöbeli
bis zuem Schiißhäfeli,
Baumschmuck us jedem Material,
öbbis für Sammler und Ramscher,
nodürlich au viel Bruchbaris
zuem Choche un Bache ha ich gseh.
in alle Wariatione, Bubbistubemöbeli
bis zuem Schiißhäfeli,
Baumschmuck us jedem Material,
öbbis für Sammler und Ramscher,
nodürlich au viel Bruchbaris
zuem Choche un Bache ha ich gseh.
Was hat Anneli fotografiert?
Nodürlich e wisse, wuschlige Bär us Schoofwulle,
interessandi Holzgrippe
und wunderschöni Glaschugele vom Glasbläser grad blose.
Fenschderschmuck us Zinn, Holz und Babbedeckel,
glöppledi Schdärnli un no viel meh, un me cha gspannt sie, was mir z´seh griege.
Wir staunten nicht schlecht über die Idee aus alten Silbergabeln und Löffeln Plastiken zu kreieren.
Was für Kunstwerke es aus Besteck gibt....
Bevor wir zu den Essensbuden kamen, plagte einige der Hunger, und Bärbel führte uns in das Restaurant vom „Pfauen“.
Es war ein Kommen und Gehen, denn man traf ständig jemanden von der Gruppe.
Anneli und Trudel nahmen das alles ganz gelassen, mir wurde bewusst, dass die beiden das schon gewohnt sind.
Nach dem Essen hatten wir erst die „leckeren Buden“ gefunden.
Wir gingen dem „Gschmäckle“ nach, wo es nach „Chäs, Chlöpfer un eweng noch Änis un Zimmet gschmöckt het!“ Schade, dass der bärtige Almöhi nicht in seiner Almhütte war, als wir gegenüber warmen Honigschnaps und Grumbierechiechli probierten.
Plötzlich waren wir doch sage und schreibe 11 Personen, und Erwin schleuste uns zielsicher in die „Engel–Hütte“.
Wir stießen mit einem herrlichen Glühwein an – unversehens wurde es lustig in unserer Runde.
Vor dem Treffen für die Heimfahrt seilte ich mich ab, weil ich noch etwas zu besorgen hatte. Aber man glaubt es nicht, was für eine Anziehungskraft die „Freiburger Regiogruppe“ hat.
Kaum dass ich in die Straßenbahn am Marktplatz gestiegen bin, wurde ich mit „hallo“ begrüßt. Ist das Zufall, Glück oder Instinkt? Egal, die Hauptsache ist, dass es so war und wir alle miteinander viel Spaß hatten!
Und hier noch ein Gedicht über Basel
Z'Basel an mim Rhi,
jo dört möchti si!
Weiht nit d'Luft so mild und lau,
und der Himmel isch so blau
an mim liebe Rhi.
In der Münsterschuel,
uf mim herte Stuehl,
magi zwor jetz nüt meh ha,
d'Töpli stöhn mer nümmen a
in der Basler Schuel.
Aber uf der Pfalz
alle Lüte gfallt's.
O, wie wechsle Berg und Tal,
Land und Wasser überal,
vor der Basler Pfalz!
Uf der breite Bruck,
für si hi und zruck,
nei, was sieht me Here stoh,
nei, was sieht me Jumpfere goh,
uf der Basler Bruck.
Eis isch nümme do;
wo isch's ane cho?
's Scholers Nase, weie weh,
git der Bruck kei Schatte meh.
Wo bisch ane cho?
Wie ne freie Spatz,
uffem Petersplatz,
fliegi um, und 's wird mer wohl,
wie im Buebekamisol
uffem Petersplatz.
Uf der grüene Schanz,
in der Sunne Glanz,
woni Sinn und Auge ha,
lacht's mi nit so lieblig a,
bis go Sante Hans.
's Seilers Rädli springt;
los, der Vogel singt.
Summervögeli iung und froh
ziehn de blaue Blueme no.
Alles singt und springt.
Und e bravi Frau
wohnt dört ussen au.
„Gunnich Gott e frohe Muet!
Nehmich Gott in treui Huet,
liebi Basler Frau!"
(Johann Peter Hebel)
Z'Basel an mim Rhi,
jo dört möchti si!
Weiht nit d'Luft so mild und lau,
und der Himmel isch so blau
an mim liebe Rhi.
In der Münsterschuel,
uf mim herte Stuehl,
magi zwor jetz nüt meh ha,
d'Töpli stöhn mer nümmen a
in der Basler Schuel.
Aber uf der Pfalz
alle Lüte gfallt's.
O, wie wechsle Berg und Tal,
Land und Wasser überal,
vor der Basler Pfalz!
Uf der breite Bruck,
für si hi und zruck,
nei, was sieht me Here stoh,
nei, was sieht me Jumpfere goh,
uf der Basler Bruck.
Eis isch nümme do;
wo isch's ane cho?
's Scholers Nase, weie weh,
git der Bruck kei Schatte meh.
Wo bisch ane cho?
Wie ne freie Spatz,
uffem Petersplatz,
fliegi um, und 's wird mer wohl,
wie im Buebekamisol
uffem Petersplatz.
Uf der grüene Schanz,
in der Sunne Glanz,
woni Sinn und Auge ha,
lacht's mi nit so lieblig a,
bis go Sante Hans.
's Seilers Rädli springt;
los, der Vogel singt.
Summervögeli iung und froh
ziehn de blaue Blueme no.
Alles singt und springt.
Und e bravi Frau
wohnt dört ussen au.
„Gunnich Gott e frohe Muet!
Nehmich Gott in treui Huet,
liebi Basler Frau!"
(Johann Peter Hebel)



































