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Wanderung

Frühlingswanderung im Kaiserstuhl

Über Garten durch die Lüfte
hört ich Wandervögel ziehn
das bedeutet Frühlingsdüfte,
unten fängt`s schon an zu blüh`n.

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Dieser Vers von Joseph v. Eichendorff fiel mir ein, als wir uns ins Auto setzten, um nach Ihringen an den Kaiserstuhl zu fahren, hatte doch Trudel so nett zur Mandelblütenwanderung eingeladen. Wir waren ja das erste Mal dabei und als Neuling hatte mein Mann noch gar keinen Feierabend-Nicknamen, aber das tat der Sache keinen Abbruch.


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Beim jüdischen Friedhof in Ihringen wurden wir von der Feierabend-Gruppe sehr freundlich empfangen –so herzlich, als ob wir schon immer dabei gewesen wären.

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Wir waren beeindruckt. Zwischenzeitlich waren auch die Zug-Fahrer eingetroffen. Unter Führung von Trudel ging`s Richtung „Blankenhornsberg“, durch den für die Weintrinker bekannten Ihringer „Fohrenberg“ vorbei an vielen Mandelbäumen, deren Blüten aber –leider- bereits braun waren; sie waren erfroren.

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Dafür blühten aber in der Ebene wunderbar die Birnen- und Zwetschgenbäume und sogar vereinzelt auch die Kirschbäume. Entgegen der Voraussage im Wetterbericht blieb es trocken, wenn sich auch die Sonne nicht blicken ließ. Aber Ihr wisst ja: „Wenn Engel reisen....“

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Bei herzlichen Gesprächen kamen wir schon bald zu einem Aussichtspunkt, von dem man weit in die Rheinebene sah,

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In der Ferne das Breisacher Münster

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vier brave Hunde sind auch am vespern

Breisach mit dem badischen Winzerkeller und dem Breisacher Münster lagen uns zu Füßen, am Horizont im Westen sah man schwach die Vogesen, im Osten den Schwarzwald, im Süden das Markgräflerland.

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Hier auf dem Rastplatz konnten auch die zahlreichen Hunde versorgt werden und mit einem Ball spielen. Wer Lust hatte konnte Fotos schießen, vespern oder sich einfach nur unterhalten.

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Bald ging es weiter zum „höchsten Punkt“, wie sich Trudel ausdrückte und nach einem weiteren Stück Weges sahen wir bereits das staatliche Weingut Blankenhornsberg.

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Durch das Gewann „Doktorgarten“ kamen wir alle dort an, aber das von einigen gewünschte „Viertele“ gab es nicht, das Weingut war geschlossen, so dass die herrlichen Ihringer Weine nicht probiert werden konnten.

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Storchenmann hatte sich inzwischen mit Wein eingedeckt

Das tat aber unserer guten Laune keinen Abbruch.
Zwischenzeitlich war es Mittag geworden und nach einer Pause ging es wieder durch die Weinberge zurück nach Ihringen.

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Dort trafen nach und nach alle im „Goldenen Engel“ ein, wo uns die Wirtin und die Bedienung bereits erwartet hatten.

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Sie boten uns Schäufele mit Kartoffelsalat an, voraus ein Grieß-Süppchen.

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Man konnte aber auch à la carte sein Mittagessen bestellen, je nach Geschmack. Bei ausgiebigen Gesprächen verging die Zeit im Flug und gegen 15 Uhr sagte Trudel die Abfahrtszeiten des „Kaiserstuhl-Bähnles“ an.

Die Zug-Fahrer gingen zum Bahnhof und die Autofahrer traten per Auto die Rückfahrt an.
Ein schöner Ausflug war zu Ende, bei dem auch Petrus mitspielte, obwohl es zu Anfang nicht danach aussah.
Für uns stand fest: Das war nicht das letzte Mal, dass wir dabei gewesen sind.

Jetzt bleibt nur noch Trudel ganz herzlich für die Organisation zu danken. Sie hat das vorzüglich gemacht, alle waren zufrieden und traten frohgemut den Heimweg an.


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Werner Dörflinger (Ehemann von „Tanzknopf“, bisher noch namenlos)


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