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Einladung in´s Stochenstübchen
von Storchi und Storchenmann
Von Freiburg über Kirchzartenging es nach Aha am Schluchsee
Storchi und Storchenmann hatten nach Falkau eingeladen und ruck zuck war die Teilnehmerliste ausgebucht, obwohl man sich den gemütlichen Teil erst erarbeiten (erlaufen) musste
Die Meisten kamen mit der Bahn von Freiburg an den Startort „Aha“ am Schluchsee. Der Rest kam mit dem Auto.
Nach tagelangem Regenwetter waren alle der Meinung, dass nicht erst am Samstag die Sonne scheinen würde wie vorausgesagt, sondern ausnahmsweise schon am Freitag, wenn doch so viele Engel unterwegs sind.
Aber nein, scheinbar waren auch ein paar Bengel dabei.
Es ging los mit Schirm, Regenjacke, Rucksack und Stöcken und der Hund von Oleander durfte auch nicht fehlen.
Er hat sich offenbar schon daran gewöhnt, die Feierabend-ler-innen aus Freiburg zu bewachen.
Neulinge werden erst einmal auf Herz und Nieren geprüft, ob sie hundetauglich sind, wie ich feststellen durfte.
Gebet einer Alemannin, sie wollte einen guten Einstand haben:
Sankt Peter, lieber Himmelschließer,
Wolkeschürger, Bluemegießer,
gunn is hüt e Sunnedag
zuem Wandere dur Hurscht un Hag.
Due uns de Frohsinn nit verüble,
gang, loß es neume anderscht chüble
un pflättere un pfluttere
us dinere Regeguttere.
Verschone uns, verschone uns
Mit Wolkebruch un Engelisbrunz!
(Gerhard Jung)
Sankt Peter, lieber Himmelschließer,
Wolkeschürger, Bluemegießer,
gunn is hüt e Sunnedag
zuem Wandere dur Hurscht un Hag.
Due uns de Frohsinn nit verüble,
gang, loß es neume anderscht chüble
un pflättere un pfluttere
us dinere Regeguttere.
Verschone uns, verschone uns
Mit Wolkebruch un Engelisbrunz!
(Gerhard Jung)
Es wäre eine wunderschöne Wanderung an einem sommerheißen Tag gewesen, denn der Weg führte durch den Wald zum
„Windgfällweiher“.
„Windgfällweiher“.
Dort hätte man auch ins Wasser springen können, eben, wenn es nicht geregnet hätte. Leider waren auch die sonst üppigen Blumen am Wegesrand niedergemacht
nur ein freies Feld mit wunderschönen, stolzen Fingerhüten entlockte der Wanderschar reines Entzücken.
Wer ein feines Näschen hatte, konnte die Pilze riechen, die sich versteckt hielten.
Am Windgfällweiher angekommen war „Einkehr“ angesagt, denn es war genau Mittagszeit.
Was da aufgetischt wurde, von wegen „Seniorenteller“!
Man konnte genau beobachten welche Liebhabereien bevorzugt wurden.
Auf der Toppliste standen die „Maultaschen“.
Ja sind wir denn hier im Schwabenland, oder im Schwarzwald?
... und jetzt kommen einige Fotos ohne Kommentar -
ich denke, sie sprechen für sich:
ich denke, sie sprechen für sich:
Gestärkt und frohgemut ging es weiter nach Falkau.
Man brauchte es nicht erahnen, wie schön es dort ist, man sah es.
Auch die Sonne gab immer wieder ein kurzes Stelldichein, um allen ein fröhliches Strahlen zu entlocken.
In Wirklichkeit war dies natürlich „Sankt Peter, der Himmelschließer“, der mein Gebet erhört hat,
denn die Sonne ist ja immer da, die will sich nur einmal auf den Wolken ausruhen.
Kurz vor dem „Storchenstübchen“ von Anneli und Hans mussten wir durch knöcheltiefen Matsch waten.
Hatten doch die Biber in der Haslach einen Damm gebaut, der das Wasser aufstaute und den Pfad überschwemmte.
Wie schön muss es sein, hier zu sitzen und das Leben im Wasser zu beobachten!
Trudel hatte schon eine Abkürzung genommen, um uns im Storchenstübchen mit Sekt zu empfangen
Aber halt! Erst hatten wir alle, wie es sich so gehört, die schmutzigen Wander¬schuhe ausgezogen.
In Socken ging es noch ein paar Treppen hoch, denn ein Storchen¬stüb¬chen ist immer ganz oben.
Die nassen Jacken, oh Schreck, wurden auf die Betten gelegt, denn für so viele Wanderer hat niemand eine Garderobe.
. Ich hatte mich schnell beruhigt, als ich feststellte, dass Anneli und Hans noch eine andere Gelegenheit zum Schlafen haben.
Jeder hat ein Plätzchen gefunden zum Sitzen, zum Trinken, zum Reden und Lachen und man glaubt es kaum, schon wieder zum Knabbern.
Und damit alle wissen, wie reich und vielfältig der alemannische Dialekt ist, schreibe ich hier, wie es zuging dort oben im Gebälk, bevor wir uns auf den Heimweg machten
S´Bärbeli bruucht s Schnäbeli!
Des Göschli lauft wie gschmiert,
des Räffeli bim Käffeli
des chüderlet un pflüderlet,
des niggelet un ziggelet,
des strigelet un bigelet,
des gigelet un girrt.
Des Müüli lauft, des git kei Rueh,
Rätschdäschli uf! Rätschdäschli zue.
Des muteret, des futeret,
des wätteret un schätteret,
des schnäderet un bäbberet-
un los miseel au : s chläpperet !
Es wird, es wird es wird,
es wird doch bi dem Schnabeliere
nit gar no si Gebiß verliere?
Do lueg, do lueg!
Was han i gsait? Jetz isch ere s in Kaffi gheit!
(von Gerhard Jung)
Des Göschli lauft wie gschmiert,
des Räffeli bim Käffeli
des chüderlet un pflüderlet,
des niggelet un ziggelet,
des strigelet un bigelet,
des gigelet un girrt.
Des Müüli lauft, des git kei Rueh,
Rätschdäschli uf! Rätschdäschli zue.
Des muteret, des futeret,
des wätteret un schätteret,
des schnäderet un bäbberet-
un los miseel au : s chläpperet !
Es wird, es wird es wird,
es wird doch bi dem Schnabeliere
nit gar no si Gebiß verliere?
Do lueg, do lueg!
Was han i gsait? Jetz isch ere s in Kaffi gheit!
(von Gerhard Jung)
Das Letztere war natürlich nicht der Fall, denn wir saßen ja bei einem Zahnarzt.
Er hätte der armen Person nicht helfen können, denn er hatte den Zeigefinger seiner Arbeitshand zur falschen Zeit am falschen Ort, nämlich unter dem Kofferraumdeckel!
auf der Treppe sass es sich auch recht gut - es hatte sich auch
herumgesprochen, dass Storchi ausgesprochen gern auf der
Treppe sitzt...
herumgesprochen, dass Storchi ausgesprochen gern auf der
Treppe sitzt...
Schon kam der Abschied und die Bahnfahrer mussten noch nach Altglashütten zum Bahnhof laufen






























































