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Auf dem Schauinsland
Am SCHAUINSLAND ist die Welt noch in Ordnung
Es war für mich eine Riesenfreude, 16 Feierabendfreunde in meinem kleinen Dorf am Schauinsland begrüßen zu dürfen.
Der Grund, dass sich alle auf den Weg machten war eine versprochene Wanderung von Hofsgrund auf den Schauinslandgipfel 1300m.
Die ersten Freunde trafen schon eine Stunde im Voraus bei der Dorfbäckerei ein.
Die ersten Freunde trafen schon eine Stunde im Voraus bei der Dorfbäckerei ein.
Als der SBG-Bus mit den weiteren Wanderern eintraf, fand mitten im Ort eine lebhafte, laute Begrüßungszene auf dem Parkplatz statt. So etwas hat Hofsgrund noch nie gesehen und gehört!
Alle Feierabendler waren wie gewünscht mit gutem Schuhwerk ausgestattet, einen Rucksack mit Vesper und Getränk trugen sie auf dem Rücken und zwei Wanderstöcke klemmten bei den meisten unter den Armen.
Vom großen Parkplatz aus konnte bereits ein jeder den Weg einsehen, der uns auf den Gipfel führen sollte. Alle waren sicher, den Weg auf jeden Fall anzugehen. Die Möglichkeit, die Strecke abzukürzen wurde auch versprochen und gegeben.
Auf dem Weg vom Ort bis zum Schniederlihof liefen wir gemeinsam.
2 Hunde, Oli und Nera befanden sich mit uns im Feld. Der Weg führte vorbei an der Kirche und dem Friedhof. Nach ca. 25 Minuten näherten wir uns dem Schniederlihof.
2 Hunde, Oli und Nera befanden sich mit uns im Feld. Der Weg führte vorbei an der Kirche und dem Friedhof. Nach ca. 25 Minuten näherten wir uns dem Schniederlihof.
Der Schniederlihof liegt unterhalb des Schauinslandgipfels. Er ist im Originalzustand erhalten und eingerichtet und zeigt das Leben und die Arbeit der Schwarzwälder Bergbauern im späten Mittelalter. Ein lohnendes Ausflugsziel. Hier werden sachkundige Führungen angeboten.
Drei männlichen Mitwanderern gefiel es unter den schattigen Bäumen am Schniederlihof besonders gut, sodass sie entschieden dort zu bleiben um hier auf uns Gipfelstürmer zu warten.
Dieser kleinen Genießergruppe schloss sich Hündin Nera an, der es scheinbar auch Angst und Bange wurde, als sie von unserem Vorhaben hörte. Immerhin hat sie das biblische Hundealter von 11 Jahren erreicht.
Dieser kleinen Genießergruppe schloss sich Hündin Nera an, der es scheinbar auch Angst und Bange wurde, als sie von unserem Vorhaben hörte. Immerhin hat sie das biblische Hundealter von 11 Jahren erreicht.
Wir verabschieden uns von den Herren und Hündin Nera und laufen zunächst gemächlich den Hang in großen, weiten Serpentinen hoch. Die Sicht über Hofsgrund hinunter nach St. Wilhelm und rüber zum Feldberg und Hochkopf ruft helle Freude hervor. Der Dobelsee unter uns, der den Einheimischen als Badesee dient, glänzt in der Sonne.
Marijo ist eifrig beschäftigt, jedes kleine Pflänzchen und Blümchen am Weg zu fotografieren. Heidekraut, Silberdisteln, Johanniskraut und Weidenröschen in großer Vielzahl blühen am Weg. Zwischendrin immer wieder ein kleines Bächlein, das über die herbstlichen Wiesen fließt. Darüber freut sich besonders Hund Oli. Er muss keinen Durst leiden und erfreut sich an dem großzügigen Auslauf am Schauinsland.
Die prächtige Stimmung steigt je weiter wir hochkommen. Es gibt soviel Schönes zu betrachten und zu erleben.
Jedes Bänkle, das am Wegrand steht wird kurz dazu benutzt die Getränkeflasche aus dem Rucksack zu ziehen und einen kräftigen Schluck zu nehmen.
Schokolädle und Traubenzucker befinden sich in meinen Taschen. Je höher wir kommen, desto öfter kann ich davon verteilen.
Am Engländerdenkmal angekommen ist die angekündigte Vesperpause fällig.
Das berühmte Engländerdenkmal, das an ein Unglück von 1936 erinnert, bei dem fünf Schüler einer englischen Schulgruppe in einem Schneesturm auf dem Schauinsland ums Leben kamen.
Bis hierher lernen meine Wanderer bereits die Auf- und Abstiegstechniken kennen. Selbst die Wanderstöcke befinden sich nicht mehr unter den Armen, sondern bereits in beiden Händen.
Lobend muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich mich wundere, wie tapfer und mutig selbst die Freunde den Weg angehen, die man eigentlich zu den Sonntagswanderern zählen muss. Sie befinden sich am Ende als Erste auf dem Turm.
Das Vesperbrot auf den Stufen des Denkmals ist hochverdient.
Gut gestärkt verlassen uns Brigli und Wasserpflanze, um langsam wieder abzusteigen.
Gut gestärkt verlassen uns Brigli und Wasserpflanze, um langsam wieder abzusteigen.
Niemand soll auf den Gipfel stürmen, wenn es die Füße und Knie nicht erlauben.
Hin und wieder kommt nun die bange Frage: Trudel wie lange geht`s noch?“
Hin und wieder kommt nun die bange Frage: Trudel wie lange geht`s noch?“
Der Weg wird mühsamer bis wir endlich am Sonnenobservatorium angelangt sind.
Die Einrichtung hat heute nur noch historische Bedeutung, bis auf den einen oder anderen Praktikumversuch für die Uni Freiburg, wird hier nichts mehr geforscht.
Die Sonnenforschung hat ihr Zentrum auf dem Pico de Teide auf Teneriffa. Den Namen "Fraunhofer-Institut" hat man aus Verwechslungsgründen aufgegeben und die Anlage auf dem Schauinsland in Kiepenheuer-Institut umbenannt.
Von hier aus erleben meine Feierabendfreunde zum ersten Mal den Ausblick auf die andere Seite des Schauinsland.
Der weite Blick von der Kapplerwand hinunter nach Freiburg überrascht sie staunend.
Weil wir pünktlich um 15 Uhr zurück sein wollen in Hofsgrund, bitte ich freundlichst, den letzten Anstieg zum Gipfel etwas zügiger zu laufen.
Weil wir pünktlich um 15 Uhr zurück sein wollen in Hofsgrund, bitte ich freundlichst, den letzten Anstieg zum Gipfel etwas zügiger zu laufen.
(Das viele Fotografieren nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.)
Es funktioniert bestens, denn die großen, breiten Füße des Schauinslandturms werden bereits sichtbar.
Es funktioniert bestens, denn die großen, breiten Füße des Schauinslandturms werden bereits sichtbar.
Am Weg hoch befinden sich die letzten Holzskulpturen eines Schwarzwälder Künstlers.
Endlich stehen wir an der Treppe, die uns auf 85 Stufen zum Turm führen soll. Oben angekommen entzückt die Aussicht in alle Richtungen meine Feierabendfreunde.
Endlich stehen wir an der Treppe, die uns auf 85 Stufen zum Turm führen soll. Oben angekommen entzückt die Aussicht in alle Richtungen meine Feierabendfreunde.
ÜBERRASCHUNG !!!
Froh darüber, dass alle munter und gesund angelangt sind, lasse ich vor glücklichen, erschöpften Feierabendlern den Korken einer Champusflasche knallen.
und verteile Becher an die Gipfelstürmer mit dem kühlen, köstlichen Nass.
Hhhmmm……!!
Tut das gut nach der kräfteverzehrenden Tour auf den Schauinslandgipfel.
An dieser Stelle bedanke ich mich bei Zahnrad und Rere,
die die gekühlte Flasche und Becher abwechselnd für mich auf dem beschwerlichen Weg hoch getragen haben.
Der Besuch oben auf dem Turm nimmt ein schnelles Ende als die Gipfelstürmer erfahren, dass auf der Terrasse der Bäckerei Lorenz in Hofsgrund Zwetschgenkuchen mit Sahne, Eisbecher Kaffee und verschiedene andere Köstlichkeiten auf sie warten.
Diese verlockende Aussicht gibt allen Kraft und Mut für den Abstieg ins Dorf.
Über das Schauinslandbergwerk steigen wir runter.
Über das Schauinslandbergwerk steigen wir runter.
Das in 800 Jahren auf der Suche nach Silber, Blei und Zink im Schauinsland geschaffene Grubengebäude ist mit ca. 100km Länge das größte des Schwarzwaldes und der Vogesen.
Es weist alle für den Metallerz-Bergbau typischen Bergbauperioden auf und ist besonders deshalb kulturgeschichtlich wertvoll.
Gegen 15 Uhr finden sich sämtliche Feierabendfreunde in der wohlbekannten Cafe-Bäckerei Lorenz ein.
Die Genießergruppe wartet bereits bei einem Viertele und Speckeiern auf uns. Kurz nach dem Eintreffen können wir auch Brigli und Wasserpflanze wieder in unsere Arme schließen
Sie haben sich Zeit genommen für den Abstieg
Besonders freut mich der Ausspruch von Storchenmann:
„Trudel, hier oben bei Dir ist die Welt noch in Ordnung!“
„Trudel, hier oben bei Dir ist die Welt noch in Ordnung!“
Marijo hat wie immer ein kleines Liederbuch im Gepäck.
Ein Wandertag, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann geht mit Gesang zuende.
Ein Wandertag, wie man ihn sich schöner nicht vorstellen kann geht mit Gesang zuende.
Vielen Dank an Petrus, den Wettermacher und an die Feierabendfreunde, die sich sehr wohl gefühlt haben auf meinem Berg.











































