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Stadtführung
Besichtigung in Colmar
„Wenn Engel reisen, lacht der Himmel Freudentränen“, das trifft für unsere Fahrt nach Colmar voll zu. Aber die „Feierabend´ler“ ließen sich davon nicht beeindrucken und so starteten wir bei strömendem Regen mit dem Bus in Freiburg um 9.20 Uhr. In Breisach erwartete uns die wichtigste Person unserer Fahrt, nämlich unsere Reiseleiterin Reviera.
Sie machte mit uns eine exzellente Stadtführung in Colmar, beginnend am Unterlinden-Museum, das neben dem Louvre in Paris das meistbesuchte Museum Frankreichs ist.
Reviera gab uns einen kurzen Abriss über die Geschichte der Stadt Colmar und über die wechselnden Zugehörigkeiten zu Frankreich und Deutschland. Vom Unterlinden-Museum ging es weiter zum Kopfhüs, ein sehr interessantes Haus das mit über 100 Köpfen verziert ist. Dort in der Nähe erzählte sie uns auch von „Hansi“, einem colmarer Original, der stets für blau-weiß-rot, nämlich für Frankreich eintrat.
Weiter ging es zur Dominikanerkirche, die früher zum Kloster der Dominikaner gehörte und heute die berühmte „Madonna im Rosenhag“ beherbergt. Der Dominikaner-Orden war ein Bettelorden, was auch an dem sehr schlichten Glockentürmchen erkennbar ist.
Von dort erreichten wir die Stiftskirche St.Martin, an deren Fassade der hl.Martin auf dem Pferd hoch über dem Eingang thront. Reviera erklärte uns, dass an der Stellung der Beine des Pferdes erkennbar ist, ob der Dargestellte eines natürlichen Todes, im Kampf oder an einer Krankheit gestorben ist. Die in der Nähe liegende ehemalige Polizeiwache war auch in einem wunderschönen alten Bürgerhaus untergebracht.
Reviera erzählte uns auch von einem der berühmtesten Bürger der Stadt, Adolf Bartholdy, dem Schöpfer der Freiheitsstatue in New York. Ebenso erklärte sie uns den Brunnen mit den 3 symbolhaften Figuren, die eine Weltkugel halten. Auch über das „Pfisterhaus“ und das „Haus zum Kragen“ wusste Reviera Interessantes zu sagen.
Es regnete immer stärker und so beschlossen wir, ein Restaurant zum Mittagessen aufzusuchen. Oleander schlug vor, in das „Maison Rouge“ zu gehen, doch als wir dorthin kamen, war das Restaurant geschlossen und wir mussten wieder umkehren. Letztendlich kamen wir im Restaurant “ l`Armandine“ an, wo uns eine umfangreiche Speisekarte offeriert wurde. Nach leckerem „Flammenkuchen“ und Wein oder Bier ging es wieder weiter durch die beeindruckende alte Stadt
Der Regen machte uns zwischenzeitlich schon nichts mehr aus, da Reviera`s Erklärungen so interessant waren, dass das Tropfen auf den Regenschirmen gelassen hingenommen wurde. Reviera erzählte uns vom Kaufhüs, in dem in alten Zeiten die Kaufleute ihre Waren verzollen mussten, von den Bierbrauern mit dem Davidstern, von General Rapp, der unter Napoleon in Danzig war, vom Stadtteil der Gerber und Fischer, von den Fensterattrappen, vom Henkerhaus und von Lazarus von Schwendi, der die Tokajer-Rebe aus Ungarn brachte.
So kamen wir nach und nach zum Flüsschen „Lauch“, wo noch die Sandsteine zu sehen sind, auf denen in früheren Zeiten die Fischer ihre Messer wetzten. Auch hier zeigte uns Reviera die interessanten Fachwerkhäuser und erklärte die Bedeutung der verschiedenartigen Balkenkonstruktionen. Wunderschöne Blumen an den Brüstungen der Lauch und einige „schnuckelige“ Hotels sahen wir in „Klein Venedig“, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten.
Vorbei ging es noch an dem imposanten Gebäude des Justizpalastes, in dem das höchste Gericht seinen Sitz hat. Wir hatten dann noch ca. 2 Std. Zeit, Colmar auf eigene Faust zu erkunden oder auch Münsterkäse, Baguette oder andere Sachen einzukaufen. Einige nutzten auch die Zeit, um in der Dominikanerkirche die Madonna im Rosenhag anzusehen, bevor wir um 15.50 Uhr den Bus nach Breisach bestiegen. Dort kamen wir verspätet an, so dass wir im Bahnhof noch Zeit für ein „Schwätzle“ hatten, bevor der nächste Zug nach Freiburg ging.
Alles in allem –trotz Regen- ein schöner Tag, nicht zuletzt dank der fachkundigen Führung unserer Reviera. Ihr möchten wir nochmals ganz herzlich danken. Sie hat die Führung vorzüglich gemacht und uns die schöne Stadt Colmar in einer Weise erläutert und erklärt, wie es nicht besser gemacht werden könnte.



















































