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Die Kaschubei

Reise in die Kaschubei (Polen)

Dies ist der erste Bericht über den diesjährigen Besuch meiner Heimatstadt Danzig und Umgebung. Der Bericht informiert über das Erlebnis Kaschubei . Wer kennt sie schon – die Kaschubei oder „Die kaschubische Schweiz“

Kaschubei 1

Von Zoppot (Sopot) , unserem Standquartier an der Ostseeküste von Polen, früher Freistaat Danzig, machten wir, Erwin Völz, Fritz Schulz, Volker Gheist, Richard Nowosielski in verschiedener Zusammensetzung und ich, mehrere Ausflüge in diese schöne Landschaft. Unter anderen hat auch Günter Gras Wurzeln in dieser Gegend und viele behaupten, die Kaschubei ist noch schöner als das sagenumwebte Masuren. Jedenfalls ist es eine herrliche, abwechslungsreiche hügelige Seen- und bewaldete Landschaft mit vielen Sehenswürdigkeiten und Ostseestränden. In der Kaschubei spricht man eine slawische Sprache, das Kaschubische, die mit dem polnischen verwandt ist. Es soll aber hier nur über das Erlebte berichtet werden. Wir, meine Freunde und ich besuchten mehrere Orte dieser Gegend.

Wejherowo (Neustadt, Westpreussen) Mit dem Auto ging es das erste Mal dorthin. Das Auto wurde ausserhalb bei der ehemaligen evangelischen Kirche, die heute wie viele Kirchen katholisch ist, geparkt. Vom Parkplatz bis in die Innenstadt ist es ein weiter Fußmarsch, der sich aber lohnte. Häuser aus der Zeit vor 1914 umrahmten 02

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das Rathaus mit dem Stammbaum des Stadtgründers

den Weg zum Ziel, dem rechteckigen Stadtmittelplatz. Das Zeichen „it“ (Information Tourist) wies auf die Information für Touristen hin. Eine junge schöne Polin Donata

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von der it , englisch sprechend, war unsere Stadtführerin. Das Denkmal des Stadtgründers (Jakub Wejher)

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und Modellen des berühmten Kalvarienberges und der Stadt, das Museum

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in dem eine Ausstellung vorbereitet wurde und die Franziskanerkirche

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mit der Grablege des Stadtgründers waren erste Höhepunkte dieser Führung .
Fritz Schulz, Kartograph und Genealoge, führte intensive Gespräche mit der Museumskuratorin, denn einige seiner Ahnen stammen aus der Kaschubei. Das Gespräch wurde mit neuen Erkenntnissen von Fritz und den Kauf einiger Bücher abgeschlossen

Auf Wunsch von Fritz wurde nach verlassenden evangelischen Friedhöfen gesucht. Fritz hoffte, Gräber seiner Ahnen zu finden

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Wir fanden Friedhöfe, meistens waren nur noch die Grabumrandungen zu erkennen

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einzelne Inschriften waren noch lesbar, aber Fritz fand keine für ihn relevanten Gräber. Ein Teil der Suche war abenteuerlich. Ein Dorfbewohner führte uns auf eine Waldinsel in einem riesigen Weizenfeld

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Tatsächlich gab es noch Spuren. Der Mann erklärte uns, dass die Wildschweine alles verwüstet hatten, denn er als Jäger schiesst dort diese wilden Gesellen.

Da mich Neustadt mit dem Kalvarienberg

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so faszinierte, fuhr ich ein zweites Mal, diesmal mit der SKM, der S-Bahn, dorthin. Erwin Völz begleitete mich. Erwin beobachtete das Treiben auf dem Stadtplatz und ich startete die Kalvarienberg-Wanderung

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Donata, die wir wieder trafen, wollte gerne mit, aber Ihr Chef gab ihr verständlicherweise keine Erlaubnis für eine Waldwanderung zu zweit während der Dienstzeit.. Bei einer herrlichen dreistündigen Waldwanderung

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bergauf, bergab über Treppen und entlang von Büsserpfaden entdeckte ich 25 von den 26 Kapellen

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die einzelnen Stationen des Leidesweges von Christus gewidmet sind (Kreuzweg).

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Eine Kapelle konnte ich nicht finden. Die meisten Kapellen wurden gerade renoviert und die internen Kunstgegenstände, wie Heiligenfiguren usw. befinden sich zurzeit in Warschau zur Renovierung.

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Der Abschluss der Renovation soll im März 2008 stattfinden.

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Weiter führte uns die Fahrt nach Piasnitz.. Im Wald sind an etwa 25 verschiedenen Stellen Grabsteine

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und eine Gedenkstätte zu finden, die auf etwa 20000 Personen , die von der SS im letzten Krieg durch Erschießen hingerichtet wurden, zu finden.

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Krokow (Krokowa) war das nächste Etappenziel. Das Schloss war über 7 Jahrhunderte im Besitz der Familie mit gleichen Namen. In den 90-er Jahren wurde es Sitz der Stiftung „Europäische Begegnung – Kaschubisches Kulturzentrum Krockow“. Die von der Familie Krockow und der Gemeinde Krokowa gegründete Stiftung wird mit öffentlichen Geldern Polens und der Bundesrepublik unterstützt. Heute ist es ein bekannter Tagungs- und Erholungsort.

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Das Schloss Krokau
mit seiner Geschichte und die Kirche der Katharina von Alexandrien sind sehenswerte Objekte

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Nahe der Kirche fand man das Grab

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des bekannten danziger Astronomen Johannes Hevelius von 1687, der als Gründer der Kartographie des Mondes gilt.

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Zum Abschluss besuchten wir noch das Nonnenkloster Zarnowitz

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mit dem wunderschönen gleichnamigen See. Das Kloster ist 750 Jahre alt und wurde von den Mönchen des Klosters Oliva gegründet.

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Heute ist es die Heimat von Benediktinerinnen. Die Kirche ist ein wunderschönes Beispiel einer hochgotischen einschiffigen Hallenkirche mit Sternengewölbe aus dem heimischen Material Backstein.

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Leider gab es keine Gelegenheit, die berühmte Schatzkammer des Klosters zu sehen. Der Blick auf den schönen Zarnowitzer See schloss praktisch unsere Touren in das nördliche Kaschubien ab.

Solch herrliche Tage haben leider ein Ende. Es bleibt die Erinnerung an die vielen Begegnungen und zahlreiche Bilder, die die moderne Digitalfotografie ermöglicht, rufen vielerlei Ereignisse zurück und bilden die Grundlage für geplante Reisevorträge, Berichte und zukünftige Reiseplanungen

Autor

Peter (ReRe)

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