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Parador in Spanien
T O R T O S A
die Provinzhauptstadt mit einem der ältesten Paradors von Spanien.Wer schon in einem Parador übernachtet hat, behält davon sicherlich eine gute Erinnerung. Die Entstehung der Paradors in Spanien kommt daher, daß die Erhaltungskosten für die alten Schlösser und Burgen Unsummen verschlungen hätten, wenn die Regierung nicht schon 1928 die Idee gehabt hätte, sie in Nobelunterkünfte zu verwandeln. Dabei ist das Wort sicherlich zu hoch gegriffen, denn es handelt sich um den vergleichbaren Standard mit einem 4 Sterne Hotel. Die meisten Paradors bieten inzwischen als zusätzlichen Komfort ein Schwimmbad, aber das Entscheidende ist die außergewöhnliche Lage und das Wissen um die Geschichte des Gebäudes.
Ich stelle Euch das Parador in Tortosa vor, das immer wieder bei meinem Aufenthalt hier im Süden von Katalonien ein lohnendes Besuchsziel ist.
Dort wo man von außen die gotischen Fenster sieht, ist der Speisesaal. Die Auswahl ist klein aber ein außergewöhnlich guter Koch, gibt jedem Gericht die besondere Note. Dabei wird Wert auf das Angebot der Deltaküche gelegt, die sich durch hervorragendeReisgerichte wie die Paella marinera, oder den arroz negro, den schwarzen Reis auszeichnet. Vom 13. Mai bis 3. Juni gibt es an unserem Ferienort an der Costa Dorada ein gastronomisches Angebot, das alle Restaurants zu einem Einheitspreis anbieten. Dabei unterscheiden sich die Menüs je nach den Spezialitäten des Hauses, aber bei den meisten stehen die Austern des Deltas an erster Stelle. Der Gast kann nach Belieben wählen und er wird in jedem Fall in den Genuß des „fideuà“Gerichts kommen, das die andere Version der „paella marinera“ ist. Es sind kleine Nudeln, vermischt mit Fischsud und umgeben von Meeresfrüchten, die in derselben Henkelpfanne wie die paella serviert werden. Die Fischpaella oder die fideuà hier im Ebro Delta sind etwas ganz besonderes, da stets ein frischer Fang zur Zubereitung verwendet wird.
Ein kleiner Eindruck vermittelt das folgende Foto aufgenommen in der Markthalle von Amposta, wohin ich im Februar dieses Jahres meine spanische Nachbarin begleitete, deren Einkäufe ich jedoch nur bewundern, aber niemals nachvollziehen kann, denn ich wüsste um die Zubereitung keinen Bescheid und die vielen verschieden Muscheln und Meeresschnecken sind mir fremd, bis auf wenige Ausnahmen.
Das spanische Essen kann man wirklich zu einem stundenlangen Thema machen, aber ich will zurück zum Parador kommen und Euch den Speisesaal vorstellen. Es wäre mir unangenehm gewesen, die Gäste beim Essen zu fotografieren, deshalb suchte ich einen Teil des Saals aus, an dem weniger Publikum saß.
in der Cafeteria des Paradors
Die Schatztruhe in der Rezeption hat mir sehr gefallen,
so sieht sie aus: Welche Schätze sie wohl in früheren Zeiten geborgen hatte?
so sieht sie aus: Welche Schätze sie wohl in früheren Zeiten geborgen hatte?
Bemerkenswert ist vor allem, daß bei der Hotelreservierung berücksichtigt wird, ob man ein Alter von 60 Jahren erreicht hat, denn dadurch kommt man in den Vorzug eines Preisnachlaßes von 35 Prozent. Vor ca. 10 Jahren als wir im Parador von Tortosa übernachteten, waren wir sehr überrascht, als man uns diesen Nachlaß ohne weiteres gewährte. Er gilt also nicht nur für die spanischen Gäste. Wir erfuhren von Freunden, daß es sogar eine Paradorroute gibt, die Ferienreisende wählen und die sie durch ganz Spanien führt, sozusagen von einem Parador ins nächste. Wer darüber mehr erfahren möchte, kann die webside www.parador.es aufrufen und sich erkundigen. Soviel zum Parador von Tortosa.
Die Stadt hat jedoch noch sehr viel mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie z.B. die Markthalle, die bereits 1368 – 73 erbaut wurde, einen rechteckigen Grundriß hat und große Arkaden. Sie diente früher als Versammlungsort der Händler und ist heute eine quirllige Markthalle, blitzplank gepflegt und von einem überreichen Angebot, sodaß einem die Auswahl sehr schwer fällt. Auch dort verweile ich gerne und bestelle mir entweder einen frischen Orangensaft oder einen „cortado“, das ist ein mit Milch vermischter Kaffee, angeboten in einem kleinen dickwandigen Glas. Dabei sitze ich auf einem Hocker am Tresen und überlege, ob ich auch noch eines der vielen „tapas“ probiere, die vor meinen Augen aufgereiht stehen.
Die Stadt hat jedoch noch sehr viel mehr Sehenswürdigkeiten zu bieten, wie z.B. die Markthalle, die bereits 1368 – 73 erbaut wurde, einen rechteckigen Grundriß hat und große Arkaden. Sie diente früher als Versammlungsort der Händler und ist heute eine quirllige Markthalle, blitzplank gepflegt und von einem überreichen Angebot, sodaß einem die Auswahl sehr schwer fällt. Auch dort verweile ich gerne und bestelle mir entweder einen frischen Orangensaft oder einen „cortado“, das ist ein mit Milch vermischter Kaffee, angeboten in einem kleinen dickwandigen Glas. Dabei sitze ich auf einem Hocker am Tresen und überlege, ob ich auch noch eines der vielen „tapas“ probiere, die vor meinen Augen aufgereiht stehen.
Es sind kleine Teller, die mit gebratenen Paprikas oder Auberginen belegt sind, Sardinen in Olivenöl mit Knoblauch, oder Tortillas, die vermutlich jeder kennt, oder die kleinen schwarzen Blutwürste, gefüllt mit Zwiebeln oder Reis. Lecker! Ich kaufe sie gelegentlich in größerer Dimension bei meinem Metzger und brate sie dann auf dem Grill, für mich ein Genuß. Wie gesagt, das Thema Essen führt ständig zur Fortsetzung. Nach den zwei Fotos von der Markthalle von Tortosa, werde ich Euch noch einige weitere Eindrücke von der Stadt schildern.
Die beste Aussicht auf die Stadt und den Ebro Fluß, der die Stadt Tortosa in zwei Hälften teilt, den alten und den neuen Teil, hat man von der Burgmauer des Paradors aus. Von dort habe ich das ganze Panorama vor Augen und kann die Kathendrale aufnehmen, den Bischofspalast und stelle mit Freude fest, wie schön die Renovierung der alten Stierkampfhalle geworden ist. Als Tierfreundin halte ich es den Katalanen zugute, daß sie keinen Stier töten und in Barcelona Stierkampf überhaupt verboten ist. Mein Wunsch wäre es, das Gesetz gälte für das ganze Land. Beim fotografieren bin ich stets fasziniert, wie schön es ist, auf die alten Dächer mit den gewölbten Ziegeln hinunterzusehen, die so viele Jahre Geschichte hinter sich haben. Im Ebrofluß wurde ein großes Denkmal erstellt, das zu Ehren der Gefallenen und toten Bevölkerung im spanischen Bürgerkrieg errichtet wurde, als gerade in diesem Teil des Landes die blutigsten Kämpfe stattfanden.
Das erste Foto zeigt die Kathendrale, der maurische Ursprung ist leicht zu erkennen.
Das erste Foto zeigt die Kathendrale, der maurische Ursprung ist leicht zu erkennen.
Das Foto darunter einen Teil der Arena, liebevoll restauriert, im Hintergrund der Ebrofluß.
Da ich inzwischen schon dreimal das Krankenhaus von Tortosa besucht habe, sowohl als Patientin als auch als Besucherin, möchte ich noch einen kurzen Einblick darüber geben und meinen Bericht mit einem Foto der Klinik beenden. Der Patient wird nach der schriftlichen Aufnahme in einen Warteraum geschickt, wo von einer Ecke aus ein großer TV die Wartenden unterhält, man versteht jedoch kein Wort, denn die Patienten haben stets Angehörige dabei, die sich wiederum miteinander oder mit anderen unterhalten. Kinder und Kleinkinder tragen ebenso für ein echt südländisches Hallo bei. Mich stört es nicht, im Gegenteil, es lenkt ab. Auffallend ist, dass mehrere Automaten aufgestellt sind, aus denen man Snacks und Getränke entnehmen kann, ganz zu schweigen vom großen Restaurant, das ein Selfservice Angebot bietet, immer im Stil der bekannten Menüs.
Da geht nichts ohne eine Auswahl an Vorspeisen und Desserts. Auch wir waren dort Gäste, und sehr zufrieden.
Da geht nichts ohne eine Auswahl an Vorspeisen und Desserts. Auch wir waren dort Gäste, und sehr zufrieden.
Jetzt freue ich mich wieder auf Freiburg und unser Feierabendtreffen im Juni.
Viele Grüsse
vamp









