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Lisa in Spanien

Calpe- die Perle der Costa Blanca.

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Der Name C a l p e war mir bis vor kurzer Zeit kein Begriff, bis mich eines Tages meine Feierabend-Freundin Waltraud fragte, ob ich sie nicht nach Spanien, nämlich nach Calpe, an die Costa Blanca, begleiten möchte.
2 Tage ging ich mit diesem Gedanken schwanger, schaute mir im Internet die Homepage von Calpe an und mein Entschluss stand fest, ja, ich komme gerne mit!

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Ein Flugticket war schnell gekauft, zumal es nun einen Direkflug von Basel nach Alicante gibt.
Mit dem Shuttle-Bus ging es von Freiburg nach Basel und in nur zwei Stunden Flugzeit erreichten wir abends um 20.00 Uhr den Flughafen von Alicante.

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Ein Privattaxi wartete bereits auf uns und so erreichten wir nach einer weiteren Stunde Calpe, wo ein Bekannter bereits einen Tisch in einem Restaurant direkt am Meer für uns reserviert hatte. Über die Preise war ich sehr angenehm überrascht, ein Fischmenue mit einer Flasche Rotwein für 2 Pers. € 7,50 pro. Pers.

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Ewas später kamen wir dann in der sehr gemütlich, im spanischen Stil eingerichteten Wohnung an und mein Blick fiel auf das Meer, welches ich in der Dunkelheit noch wahrnehmen konnte, traumhaft schön.

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Calpe liegt direkt am Meer, nördlich von Alicante und südlich von Valencia.

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Der Ort war ein uraltes Fischerdörfchen. Heute mit 11000 gemeldeten Einwohnern, ist sie eine moderne Stadt, mit ausgezeichneter Infrastruktur, leider auch vielen Hochhäusern, denn die vielen Touristen, sehr viele Deutsche, haben sich dort einen Erst- oder Zweitwohnsitz erworben. Es sind die so genannten „Residentes“, bzw.“ Nichtresidentes“ so die spanische Bezeichnung dieser Personen.

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Sie ist eine Stadt, voller Geschichte und Kultur. Aufgrund der strategischen Lage war diese Gegend von je her Durchzugs- und Siedlungsgebiet verschiedener Kulturvölker, nämlich der Karthager, Römer und Mauren.

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Zu den geschichtlichen Inventar zählen heute noch der Festungsturm, eine gotische Kirche aus dem 15. Jh., sowie Reste einstiger Wehrmauern und römischer Bäder.
Calpe verfügt über 3 KM herrlichem Sandstrand eine Vielzahl von Hotels und 2 Jachthäfen.


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Wir hatten das Glück, dem größten historischem Fest von Calpe beizuwohnen, nämlich dem
„Festes Patronals de Moros y Cristians“, welches jährlich am vorletzten Oktoberwochenende in sehr großer Aufmachung gefeiert wird.

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Es ist ein farbenprächtiges, volkstümliches Spektakel , welches in mehreren Orten an der Costa Blanca gefeiert wird. Man erinnert daran, dass am 22. Okt. 1744 viele Berberpiraten am Strand von Calpe anlegten und das Dorf einnahmen. Diese Begebenheit liegt lange zurück, ist aber im historischen Gedächtnis der Calpiner fest verwurzelt.

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Höhepunkt war der große Umzug am Samstagabend ab 21.30 Uhr und dauerte über 4 Stunden. Am nächsten Vormittag war die große Prozession, mit anschließendem Gottesdienst unter freiem Himmel, im Kulturzentrum von Calpe. Abends fand ein großes ohrenbetäubendes Feuerwerk statt.

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Am Montag fand die Eroberung und Rückeroberung durch Mauren und Christen am Strand statt. Eine Maureninvasion von See her wird simuliert, natürlich heldenhaft niedergeschlagen von den Christen. Die Mauren sind gewöhnlich als schwarzhäutige Gestalten mit Spitzbart, Säbel, Schnabelschuhen und Turban dargestellt,

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die Christen dagegen erscheinen als Ritter in blinkenden Rüstungen, als Edelleute und furchtlose Kämpfer für ihren Glauben. Wer nicht dabei war kann sich einfach nicht vorstellen, mit welchem lautem Geknalle diese Eroberung vonstatten geht.

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Ohne Ohrenschutz kann man sich bei dieser „Eroberung“ fast einen Hörschaden zuziehen.

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Die beigefügten Fotos mögen einen kleinen Einblick geben.
Die Volkspartei will übrigens dieses traditionelle Fest von der Unesco schützen lassen.


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Das Wahrzeichen der Costa Blanca „Penon de Ifach“

Das Wahrzeichen der Costa Blanca ist der “ Penon de Ifach“ in Calpe, ein gewaltiger Felsen, der mit 330 m Höhe von weither zu sehen ist. Er wird besungen, fotografiert und ziert viele Titelseiten unzähliger Broschüren.

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Der gesamte Penon de Ifach ist von der Landesregierung von Valencia als Naturpark ausgewiesen und unter strengen Schutz gestellt, denn die artenreiche Vegetation und die Vogelwelt als Naturdenkmal zu schützen, hat oberste Priorität.


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Dieser gewaltige Vulkanfelsen, welcher auf drei Seiten fast steil aus dem Meer aufragt, ist auch für Bergsteiger aus der ganzen Welt ein beliebtes Ziel. Er wird auch oft mit dem weiter südlich gelegenem „Gibraltar“ verglichen.

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Die Besteigung des „Penon de Ifach“ ist nicht ungefährlich, erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit.
Ich habe den Versuch unternommen, das Gipfelkreuz zu erreichen, musste aber leider umdrehen, denn ich hatte keine geeigneten Wanderschuhe dabei.

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Der Fels ist äußerst glatt und rutschig. Bei meinem nächsten Besuch werde ich diese Tour mit den richtigen Schuhen nachholen.

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Von unserer Wohnung aus hatten wir einen herrlichen Blick auf das Meer, den sehr gepflegten weißen Strand und den Penon de Ifach und das Rauschen des Meeres in der Wohnung zu hören, war schon Nahrung für die Seele.

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Morgens vor dem Frühstück war schwimmen angesagt, Waltraud und ich waren fast immer die Einzigen, die um diese Zeit ins Meer gingen, übrigens bei 23° eine Wohltat.
Ansonsten blieb wenig Zeit für das Sonnenbaden, aber es fehlte uns auch nicht, denn dieses war nicht unsere Stärke.

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Wir erlebten bei gleich bleibenden Temperaturen von 26° und blauem Himmel die wunderbare Umgebung von Calpe. Abends gab es mal Jazz-Konzert, Musical usw. Die Eintritte waren übrigens immer frei, ein tolles Angebot vom Kulturverein Calpe.

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Ein Ausflug ins Hinterland vermittelte uns den Eindruck, dass hier das authentische Spanien liegt Gleich auf der anderen Seite der Autobahn AP7, welches als Hinterland der Costa Blanca bezeichnet wird, ist alles andere als zurückgeblieben , dafür aber im positiven Sinn ländlich und ursprünglich. Diese Orte vermitteln dem Besucher noch immer das Gefühl, im wahren Spanien zu sein, die idyllischen Dörfer inmitten der Weinfelder, Mandel-, Orangen-, Oliven und Johannisbrotbaumplantagen sagen einem, dieses ist Spanien!


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Im Landesinnern besuchten wir die Quellen und Wasserfälle von Algar.
Diese Parkanlage wurde in liebevoller Handarbeit angelegt, eine Philosophie der Verantwortlichen. Herrliche Wanderpfade mit natürlichem Schwimmbecken, die durch die Wasserfälle ausgespült wurden , sorgen für das Wohlergehen der Besucher.

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Besuch eines Kakteengartens, neu angelegt von einer Biologin aus Südamerika. Waltraud hat sich beim Filmen der grandiosen Kakteen so vertieft, dass sie ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen musste, denn die fürchterlichen, spitzen Stacheln bohrten sich durch die Hose in ihr Knie!!!

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Die beigefügten Fotos mögen
einen Einblick geben
in diese wunderbare
Pflanzenwelt.


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„Guadelest“ eine weitere Attraktion im Hinterland der Costa Blanca.

Ein weiterer Besuch galt der größten Attraktion im Hinterland der Costa Blanca, dem Festungsdorf Guadalest, einem märchenhaften Castillo maurischen Ursprungs.

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Auf einem bizarren Kalksteinturm steht die Kapelle des romantischen Bergdorfs. Es ist ganz von Felsen umgeben und nur durch einen 15 Meter langen Tunnel zu erreichen. Sie wurde im Jahre 747 n. Chr. vom Maurenführer Yucuf Al Fihri erbaut

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hat die vielen Jahrhunderte gut überstanden und hat sich in den letzten zwanzig Jahren zu einer der meistbesuchten touristischen Attraktionen in ganz Spanien entwickelt. Jährlich besuchen dieses 200 Personen kleine Dörfchen ca. zwei Millionen Besucher!!!!

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Wie ein Adlerhorst liegt die Festung hoch oben auf dem Felsen .Von hier oben hat man eine beeindruckende Aussicht auf den giftgrünen Stausee, den man auch umwandern kann. Für Waltraud und mich an diesem Tag nicht mehr machbar, da die Zeit nicht mehr reichte.

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Leider gingen diese 2 Wochen viel zu schnell zu Ende

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ich hätte gerne noch 1 Woche verlängert, um mich noch mehr umsehen zu können, aber der Flieger war ja gebucht.

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Es waren sehr erholsame Tage dort im sonnigen Spanien.

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Der Rückflug nach Basel sehr ruhig und wir hatten eine so klare Sicht, dass wir den Penon, die Inseln Ibiza und Mallorca fotografieren konnten.

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Waltraud möchte ich hiermit recht herzlich danken, wir haben uns wunderbar verstanden, hatten sehr viel Spaß miteinander und ich freue mich auf eine neue gemeinsame Tour an die Costa Blanca mit ihr.


Lisa Peltz

Okober 2006


Autor

Lisa (harzerroller)

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