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Fahrradtour

Deutsch-Französische Rhein-Rundfahrt

am Samstag, 23.5.2009
Toll geplant und organisiert von ERWIN (Zahnrad) und IRENE (Chip-Chip)

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10 Teilnehmer
Strecke: Ab Breisach – Neuf-Brisach – Biesheim – Kunheim – Baltzenheim- Artzenheim – Marckolsheim – Sasbach – Burkheim – Breisach.
Wetter: Sonnenschein und blauer Himmel!

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Drei Radler trafen sich am HBF Freiburg:
Peter (ReRe),
Felix (Ibifix) und
Christa (Libana).

Der Zug nach Breisach fuhr um 8.55 Uhr.

In Breisach wurden wir schon von den übrigen Teilnehmern am dortigen Bahnhof erwartet und gleich gings schon los über die Rheinbrücke, wo die Straßenführung sich noch immer im Umbau befindet. Auf Radwegen waren wir schon bald in NEUF-BRISACH, wo wir im Festungsgraben die Stadt umrundeten. In diesem Festungsgraben sind auch Teile des „STERNENWEGES“ zu sehen, den der Breisacher Künstler Helmut LUTZ vor Jahren einmal konstruiert hat.

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Diese Festung wurde errichtet unter dem damaligen französischen General und Festungsbaumeister Sébastien le Prestre de Vauban (1633 – 1707), der 53 Jahre im Dienst des Sonnenkönigs Ludwig XIV. stand und ganz Frankreich förmlich mit Festungen „einrahmte“. Breisach war damals eine französische Festungsstadt. Ein Beschluß besagte, dass die Franzosen „abziehen“ mussten und Breisach und Umgebung an Österreich zurückgegeben werden sollte. Somit entstand eine Lücke im französischen Verteidigungssystem. Ludwig XIV. beauftragte VAUBAN, eine neue Festung zu bauen, die dieser dann nur wenige Kilometer auf der anderen Rheinseite entstehen ließ und dann einfach „NEUF-BRISACH“ = „NEU–BREISACH“ nannte. In nur 3 Jahren entstand das Städtchen mit seinen mächtigen Mauern und Gräben (1698 – 1700) , sternförmig gebaut, damit kein toter Winkel entstand und die Häuser durften auch nur 2-stöckig gebaut werden, damit sie dem Feind kein Beschussziel boten.

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Neuf-Brisach ist heute ein Vorzeigebeispiel französischer Militär-Architektur und steht seit 2007 komplett unter dem Schutz des Weltkulturerbes der UNESCO.

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Die Fahrradtour ging weiter nach BIESHEIM, wo sich ein gallo-romanisches Museum befindet, welches aber am Samstag geschlossen war. Danach weiter entlang des Rhein-Rhône-Kanals über Kunheim, Baltzenheim, Artzenheim, Richtung Marckolsheim. An einer bestimmten Stelle bogen wir ab, fuhren über ein kleines Holzbrückchen auf eine Art Halbinsel zwischen zwei ruhig dahinfließenden Wasserläufen. Unter großen Trauerweiden, die sich im Wasser spiegelten und Enten herumschwammen, folgte in dieser malerischen Idylle die Überraschung von

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Erwin :
Irene mit ihrer Tochter Ellen waren per Auto hierhergekommen und auf der Wiese standen auf einem Tischchen Rotwein, Weißwein und Mineralwasser (mit entsprechend vielen Gläschen) und Kekse für die Radler-Gruppe ! Diese Überraschung ist ihm wahrhaftig gelungen !

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Alle genossen diesen kleinen Aufenthalt in dieser romantischen Umgebung !
Nach Marckolsheim folgte ein kurzer Stop an einer alten Kasematte, wo früher die MAGINOT-Linie verlief. In dem Bunker ist heute ein kleines Museum eingerichtet, auf der Wiese stehen Panzer, welche an den ersten Weltkrieg erinnern.
Diese Verteidigungslinie, die nach dem ersten Weltkrieg an der Ostgrenze von Frankreich verlief, entstand zum größten Teil unter dem damaligen Kriegsminister André Maginot.

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Weiter durch den Rhein-Wald, bogen wir in einen „Parcours de Santé“, einem Trimm-Dich-Pfad, ein und kamen an eine Hütte mit Tischen und Bänken, wo wir noch mal eine kleine Rast einlegten.

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Schnell erreichten wir dann wieder die Grenze, d.h. zuerst wurde ein Kanal überquert, dessen Wasser elektrische Energie erzeugt, in einem Kraftwerk der EdF. (Electricité de France). Im folgenden Kanal sind, wie in Breisach auch, zwei Schleusen eingebaut, die die Schiffe hier passieren müssen. Die eine Schleusenkammer ist 12, die andere 24 m breit, beide sind jeweils 185 m lang. Die eine bewegt 30.000 cbm Wasser, die andere 60.000 cbm. Diese Schleuse Marckolsheim besteht seit 1962.

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Nach eine kurzen Strecke überquerten wir den RHEIN, fuhren dann auf deutscher Seite auf dem Rheindamm bis zur Burg SPONECK bei Jechtingen, weiter durch den Wald bis BURKHEIM, wo wir das Wahrzeichen Burkheims sahen, die damals von den Franzosen zerstörte und abgebrannte Burg des kaiserlichen Amtmannes und Feldherrn Lazarus von SCHWENDI.

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Der Radweg führte uns weiter zwischen den Feldern des westlichen Kaiserstuhls durch, links von uns die Kaiserstuhlberge mit dem Totenkopf, der höchsten Erhebung des Kaiserstuhls mit 553 Metern und der hohen Antenne obendrauf und schon bald darauf kamen wir von hinten nach Breisach, an der Tapetenfabrik vorbei in die Hafenstraße, wo wir im Restaurant „AM RHEIN“ einkehrten. Es war grade 15.oo Uhr.

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Irene (Chip-Chip) erwartete uns hier und wir stillten unseren Durst und auch den Hunger. Gegen 16.30 wollten die meisten wieder los zu ihren Autos, die am Bhf. Breisach standen und ich ging mit Helga (CUBA) zum Fahrrad, weil sie ihres und meines zusammengeschlossen hatte.
Wir drei Bahn-Fahrer wollten noch etwas sitzen bleiben, da unser Zug erst in ca. 45 Minuten abfuhr.

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Zum Schreck sah ich, dass mein Fahrrad „Plattfuß“ hatte ! Und natürlich am Hinterrad ! ! ! Ein Glück, erst hier in Breisach - ein weiteres Glück, daß wir noch genügend Zeit hatten, bis unser Zug nach Freiburg fuhr. Ich hatte einen Schlauch dabei und Hans-Peter (hapetki) hatte im Nu den kaputten Schlauch aus dem Reifen draußen und mit geschickten (und bald schwarzen) Händen den neuen wieder drinnen, und nach dem Aufpumpen konnte ich zum Bahnhof Breisach fahren und in Freiburg bis nachhause. Hans-Peter fuhr übrigens mit dem Rad wieder bis Freiburg! Und vom Zug aus zwischen Breisach und Ihringen haben wir ihn winkend strampeln sehen !

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An dieser Stelle noch mal ausdrücklich ein herzliches Dankeschön an Hans-Peter und alle anderen, die mit Rat und Tat dabeiwaren, mein Fahrrad wieder flottzukriegen.

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Unseren geplanten Zug nach Freiburg haben wir drei Bahnfahrer locker erreicht und so nahm eine sehr schöne Fahrradtour ein gutes Ende.

Hier noch mal ein großes Dankeschön an Erwin und Irene (die leider nicht mitfahren konnte, weil es ihr in der Nacht zuvor nicht gut ging), die die Tour und die Route organisierten und aussuchten. Irene kam dafür per Auto mit ihrer Tochter Ellen zum „Überraschungspunkt“ – auch dafür hier noch mal einen herzlichen Dank für die Super-Überraschung!

Autor

Christa Judith (Libana)

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