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Allgäu
Wanderung auf dem Jubiläumsweg
Wanderung mit meinen 2 Freundinnen, Ursula1 und Ursula2Hinterstein – Willersalpe – Jubiläumsweg – Schrecksee – Prinz-Luitpold-Haus
Schönberg – Giebelhaus - Hinterstein
Freitags Abfahrt mit den beiden um 14:30 h: Höllental Richtung Donaueschingen, am Bodensee entlang über Sonthofen, Oberstdorf, Hindelang nach Hinterstein. Es war schon Nerven aufreibend, aber wir ließen uns nicht aus der Ruhe bringen.
Einen Dämpfer gab es auf dem Parkplatz in Hinterstein: 8 Euro Gebühr/Tag, das verdarb uns ein wenig die Stimmung. Schwülwarm war es, als wir die Wanderschuhe anzogen, den Rucksack aufsetzten und langsam in die Höhe stiegen – wir wollten noch zur Willersalpe (1.456 m) an diesem Tag, um die Etappe des nächsten Tages ein wenig zu verkürzen.
Wir schwitzten was das Zeug hielt, trieften nur so. Nach ca. 1 ½ h sahen wir ganz hoch oben, weit entfernt, eine Hütte – das würden wir niemals schaffen hatten wir uns innerlich gesagt (haben wir nachher zugegeben), aber nach einem kleinen Hügel stand sie da, die Willersalpe – ein bisschen sehr einfach und vernachlässigt ist sie ja schon.
So gut ging es uns nicht, als uns der Wirt das Lager zeigte für die Nacht – mit einigen fränkischen Saufbrüdern sollten wir es teilen! Nein, das wollten wir nun wirklich nicht und baten um einen anderen Raum, den wir überglücklich nahmen mit 3 netten Leuten zusammen! Das Essen war mäßig (aus der Packung), auf jeden Fall teuer war der ganze Spaß. Eine Entschuldigung ist, dass alles, was auf dieser Hütte benötigt wird, mit 3 Pferden hochgeschafft wird; am Beginn der Saison müssen die Tiere bis 3 x am Tag laufen. Sie sahen gut und gepflegt aus; übermütig wälzten sie sich im Gras. Auch die Kälber waren eine Augenweide, ganz süß waren sie miteinander!
Wäre nicht das Gegröle der Franken, die tranken gewesen…
Die Nacht war gut und ruhig, der nächste Morgen war etwas diesig, aber die Sonne kam durch. Nach Frühstück und Packen ging es um 08:00 h aufwärts durch die Vordere Schafwanne, steil, aber ohne Hindernisse …
Die Nacht war gut und ruhig, der nächste Morgen war etwas diesig, aber die Sonne kam durch. Nach Frühstück und Packen ging es um 08:00 h aufwärts durch die Vordere Schafwanne, steil, aber ohne Hindernisse …
Samstag
Auf 2.041 m Höhe war's, wo wir die erste Vesperpause einlegten – lecker war’s, die Expertin Ursel1 hatte an alles gedacht und schleppte alles in ihrem Rucksack für uns – ungewohnt, sonst schleppt jeder seinen Krempel selbst!
Auf 2.041 m Höhe war's, wo wir die erste Vesperpause einlegten – lecker war’s, die Expertin Ursel1 hatte an alles gedacht und schleppte alles in ihrem Rucksack für uns – ungewohnt, sonst schleppt jeder seinen Krempel selbst!
Gut ging’s uns wieder und weiter liefen wir, am Rauhhorn vorbei aller Unkenrufe zum Trotz und in eigenartiger Erwartung der Dinge, die da auf uns zukommen würden. Denn man hatte uns gewarnt auf der Hütte, jeder hatte etwas anderes zu berichten gehabt: von der Möglichkeit, problemlos zum Prinz-Luitpold-Haus kommen zu können bis zum Einsinken zur Hüfte im Schnee war so ziemlich alles geboten. Wir hätten aber noch viel mehr Leute fragen können, machten wir aber nicht! Wir machten uns von allem frei und wollten auf jeden Fall bis zum Schrecksee laufen, vorher gibt es dort noch einen Abstieg. Tatsächlich kamen Schneefelder, die wir aber sehr gut queren konnten, der Schnee war weich und hielt uns, wir rutschten kaum ab; immer nur den Schuh fest eingestampft bei jedem Schritt, dann ging's.
Herrliche Aussichten boten sich uns, die Flora so zart und farbenfroh, eine Wohltat für die Seele. Der Schrecksee – unwirklich schön, eingefasst von sattem Grün, umgeben von Bergen mit Schnee, der sich im See spiegelte, am Rand war er zum Teil noch gefroren! Ein herrliches Farbenspiel das Wasser, von grün bis türkis, blau bis grau. Mehr als schön genug für die nächste Pause. Unsere Bewunderung galt einem Mann, der nackt (!) in den See sprang und sogar ein paar Züge machte!
Unterwegs hatten wir mehrmals eine Gruppe Wanderer von der Willersalpe gesehen, sie gaben auf und stiegen ab, ein eigenartiges Gefühl! Wir liefen weiter auf dem Jubiläumsweg in der Bergwelt, hatten Aussichten auf Seen, einen Flussmäander in der Tiefe, überwanden ein paar kurze Kraxelpassagen, die aber durch Drahtseile entschärft waren, tranken öfter unterwegs; es war sehr heiß, und waren richtig zufrieden mit uns und der Welt. Bis wir – die Bockkarscharte erreichten und gaaaaanz weit oben das Kreuz (2240 m) sahen – ein durchgängiges Schneefeld (normalerweise ein Geröllfeld) der Höhenunterschied macht knapp 400 m aus! Der Aufstieg war hart, jeder Schritt musste in den Schnee eingekerbt werden, Ursula1 lief vor und legte eine Spur.
Wir schwitzten und zogen schweigend hoch, bis wir die Schreie von Ursula2 hörten – sie war abgerutscht und hatte sich nicht gleich auf den Bauch gedreht, aber Gott sei Dank, bald blieb sie liegen. Sie war kreidebleich im Gesicht und einfach fertig. Aber sie stand wieder auf und zog unbeirrt weiter nach oben, und ich finde, für ihre erste Bergtour war sie wirklich tapfer.
Bald saßen wir auf der Bockkarscharte um das Denkmal des gefallenen Kameraden herum und teilten uns das letzte Wasser. Zur Entschädigung gibt es eine beeindruckende Aussicht auf den Hochvogel und die Scharte hinunter, diesseits wie jenseits. Vor uns lag nur noch der Abstieg zum Prinz-Luitpold-Haus; noch 40 Minuten stand auf dem Schild.
Bald saßen wir auf der Bockkarscharte um das Denkmal des gefallenen Kameraden herum und teilten uns das letzte Wasser. Zur Entschädigung gibt es eine beeindruckende Aussicht auf den Hochvogel und die Scharte hinunter, diesseits wie jenseits. Vor uns lag nur noch der Abstieg zum Prinz-Luitpold-Haus; noch 40 Minuten stand auf dem Schild.
Ursel1 und ich hatten den gleichen Gedanken: wir wollten uns im Bach waschen, nicht in der Hütte – und das war ein erfrischendes Erlebnis in Gottes freier Natur. Unten dachten wir, endlich angekommen zu sein, durften dann aber erst noch ewig ums Haus herumlaufen, bevor die letzten Meter zwischen Schneewänden rauf zum Haus führten.
Ganz lustig und freundlich waren alle auf dem Haus, und – wir bekamen als DAV-Mitglieder ein Zimmer nur für uns 3! Die Stimmung war harmonisch am Abend, Quetsche wurde gespielt, ein schöner Ausklang dieses Tages.
Sonntag
Ein kleines Hin und Her war das am Morgen als es um die Frage ging, steigen wir auf den Hochvogel oder nicht. Ursula2 schwankte zunächst und war bereit, so weit mitzukommen, wie es ging. Aber der Mut verließ sie, sie wollte unten bleiben und auf uns warten – 5 Stunden – das wollten wir ihr nicht zumuten – schließlich war es ihr Wanderwunsch zum 60. Geburtstag gewesen! Also frühstückten wir gemütlich, studierten die Karte und liefen in Richtung Schönberg, von wo wir noch mal eine herrliche Aussicht auf die Bockkarscharte hatten und uns ordentlich auf die Schultern klopfen konnten.
Ganz lustig und freundlich waren alle auf dem Haus, und – wir bekamen als DAV-Mitglieder ein Zimmer nur für uns 3! Die Stimmung war harmonisch am Abend, Quetsche wurde gespielt, ein schöner Ausklang dieses Tages.
Sonntag
Ein kleines Hin und Her war das am Morgen als es um die Frage ging, steigen wir auf den Hochvogel oder nicht. Ursula2 schwankte zunächst und war bereit, so weit mitzukommen, wie es ging. Aber der Mut verließ sie, sie wollte unten bleiben und auf uns warten – 5 Stunden – das wollten wir ihr nicht zumuten – schließlich war es ihr Wanderwunsch zum 60. Geburtstag gewesen! Also frühstückten wir gemütlich, studierten die Karte und liefen in Richtung Schönberg, von wo wir noch mal eine herrliche Aussicht auf die Bockkarscharte hatten und uns ordentlich auf die Schultern klopfen konnten.
Wir sahen Slalomläufer auf einem Schneehang, Ursula2 zollte jedem einzelnen Bewunderung – 20 waren es insgesamt, die an unserer Raststelle am Bach vorbeigelaufen kamen! Auch an diesem Bach waren Ursel1 und ich von einem Bad nicht abzuhalten; Ursual2 hielt eine schöne Rede und dann stiegen wir ab, es war sehr heiß und von einer Stelle konnten wir noch einmal das Prinz-Luitpold-Haus und den Hochvogel sehen…
Im Giebelhaus gab’s noch Kaffee und Kuchen, um 16:10 h fuhren wir mit dem Bus nach Hinterstein zurück.
Die Heimfahrt war anstrengend, ein starkes Gewitter kam runter, wir mussten auf einem Parkplatz Pause machen. Aber alles ging gut, wir kamen gesund zu Hause an.
Es war ein wunderbares Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Im Giebelhaus gab’s noch Kaffee und Kuchen, um 16:10 h fuhren wir mit dem Bus nach Hinterstein zurück.
Die Heimfahrt war anstrengend, ein starkes Gewitter kam runter, wir mussten auf einem Parkplatz Pause machen. Aber alles ging gut, wir kamen gesund zu Hause an.
Es war ein wunderbares Erlebnis, das mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.


















