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Reise von Erwin

Grosse Fahrt durch Südfrankreich berichtet von Erwin

Südfrankreich 1

24.04.06
Nach einem langen Winter war es wieder soweit, das Wohnmobil flott zu machen und auf die Straße zu bringen.
Anneli und Trudel vom „ Feierabend „haben uns den Auftrag gegeben, von unserer Reise durch Südfrankreich einen Reisebericht zu erstellen.
Die Reise fing gut an, in dem Christel uns vor der Abfahrt zu einem opulenten Spargelessen eingeladen hat. Abfahrt in Merzhausen 12.30 Uhr bei wunderbarem Sommerwetter nach St. Aubin am Neuchateler-See. Ankunft gegen 16.00 Uhr. Auf dem uns wohlbekannten Stellplatz direkt am See haben wir alles so vorgefunden wie wir das von früheren Reisen kennen.

25.04.06

Da wir uns heute eine große Fahrstrecke vorgenommen haben, mussten wir bereits schon um 6.00 Uhr aufstehen.
Diese Stecke führte uns von St. Aubin entlang des Lac de Neuchatel nach Lausanne und weiter über Geneve, Annecy, Aix-Les-Bains, Chambery, Voiron ins Tal der Isère.
In St. Nazire bogen wir ab in den Nationalpark Vercors.

Eine hoch angelegte und interessante Bergstraße ( Combe Laval ) über eine kurvenreiche Strecke, durch viele Tunnels mit herrlichen Ausblicken auf die Höhe von 1011m. Diese Bergstraße ist so in das Gebirge hineingebaut, dass selbst ein routinierter Automobilist seine Fahrkünste voll ausschöpfen muss. Damit haben wir eine tolle Tagesarbeit vollbracht . Einen ruhigen Übernachtungsplatz fanden wir in der Nähe eines Jugendhauses.

Südfrankreich 2
26.04.06

Unser heutiges Frühstück verlegten wir auf den Col de Rousset einem 1254 m hoch gelegenen Aussichtspunkt. Die Fahrstraße ist in vielen Serpentinen angelegt, die man mit dem Auge bis in den Talgrund verfolgen kann.



Die Route führte uns über Die, Col de Cabre (1180 m weiter nach Aspres-s-Buech, Sisteron, Digne-les-Bains an das heutige Endziel Castellane an der Route Napoleon.
Der Wettergott hatte ein Einsehen und bescherte uns bis jetzt wunderbares Reisewetter.

Südfrankreich 3
27.04.06

Heute ist der große Tag, der ausschließlich der Besichtigung des
Grand-Canyon du Verdon vorgesehen ist. Schon bereits einigen Km nach unserem Übernachtungsplatz Castellane beginnt die Schlucht. Die Straße windet sich hinauf auf eine Höhe von Ca. 1350m, immer wieder hat man Aussichtpunkte eingerichtet, die einen grandiosen Einblick in die Schlucht sowie auf die senkrecht abfallenden Felswände zulässt .Für die Schluchtumfahrung benötigt man fast einen vollen Tag und legt dabei ca. 125 km. zurück.





Die Fahrt führte uns weiter über Grasse, Cannes in Richtung Frejus, wo wir einen erholsamen Übernachtungsplatz fanden.

Canyon Verdon in Frankreich

Franzosen sprechen liebevoll von ihrem »Grand Canyon«.


Vor 2 Millionen Jahren hat sich der Verdon sein heutiges Bett durch den geologischen Bruch eines Kalkplateaus gegraben. Kajakfahrer, Schluchtler, Wanderer und Kletterer schätzen die gewaltige Landschaft im Ostrand der Provence.

Die Wasserführung durch die 30 Kilometer lange Schlucht wird von einem Kraftwerk bei Castellane gesteuert. Am Ende des Canyons liegt der tiefblaue Stausee von Sainte Croix, umgeben von duftenden Lavendelfeldern.
Bei aller Kritik gegen Wasserkraftwerke: Hier wurde ein akzeptabler Kompromiss geschlossen. Der Wasserablass des E-Werks lässt meist auch im Sommer eine Kajakbefahrung zu, in Trockenperioden ist ein Durchschwimmen der Schlucht möglich.
Wanderer finden zahlreiche Weganlagen, auf denen man die Schönheiten der Schlucht ausgiebig kennen lernen kann.

Südfrankreich 4
28.04.06
Am Morgen des nächsten Tages führte unsere Tour durch Frejus, vorbei an St-Tropez nach Le Lavandou. Hier haben wir uns auf einem 5 Sterne Campingplatz eingerichtet. Unser Stellplatz bietet einen außerordentlichen Ausblick auf das Meer und die Cote d´ Azur

Südfrankreich 5
29.04.06
Nach dem Frühstück unternahmen wir einen Spaziergang in den nahe gelegenen Jachthafen. Der Weg führte uns über den Strand, wo bereits sommerlicher Badebetrieb stattgefunden hat. Auch wir trauten uns, Schuhe und Strümpfe auszuziehen um unsere Füße leicht „anzuwässern“. Die Wassertemperatur war relativ kühl, trotzdem trauten sich ein paar Unentwegte in das Wasser. Beim Rundgang durch den Jachthafen konnten wir die „kleinen“ Boote der reichen Leute aus aller Welt besichtigen und bestaunen.


Südfrankreich 6

30.04.06
Nach einem glutroten Sonnenaufgang und einem guten Frühstück kraxelten wir einen Felsenweg in 10-20m Höhe über dem Meer an der Küste entlang. Dies war bereits eine Herausforderung an uns ältere Knaben. Nach der Rückkehr genehmigten wir uns ein kühles, „Blondes Bierchen“.

Südfrankreich 7

01.05.06

Der erste Mai diente uns zur geistigen und körperlichen Aufrüstung. Dies erledigten wir bei umfangreichen Spaziergängen am Strand und im Ort. Mit einigen Gläsern Bier konnten wir dies schnell erreichen.

Südfrankreich 8

02.05.06
Adjeu du schöner Campingplatz., scheiden tut weh, aber es kommen ja noch viele schöne highlights auf unserer Tour durch Südfrankreich. Wir begannen heute mit einigen komplizierten Großstadt-Durchfahrten, die wir ohne unseren bewährten und satelitengesteuerten Navigations-Computer kaum hätten schaffen können. Vor allem waren dies die Städte Toulon, Aubagne, und Marseille. Vor uns das große Gebiet der Camargue. Zunächst mussten wir unser Wohnmobil auf einer Fähre über den hier sehr breiten Fluss Rhone übersetzen. So dann kamen wir in die Region der großen Salinen sowie zu den Lagunen mit dem seichten Wasser und der dort lebenden, hunderten von Flamingos. Unser heutiges Reiseziel war St. Maries-de-la-Mer . Der von uns gesuchte Stellplatz liegt direkt am Meer.

Südfrankreich 9

03.05.06

Bei einem Spaziergang durch den Jachthafen interessierten wir uns für eine ausgeschriebene Schiffstour durch die Camargue und speziell im kleineren Wasserarm der Rhone. Diese Tour haben wir gebucht für die Abfahrt 10.30 Uhr. Interessante Dinge waren zusehen. Wilde Stiere, wilde Pferde, Flamingos und am Ufer stehende Fischreiher. Viele der großen Tiere wurden uns durch einen Hirten vorgeführt.

Am Nachmittag besichtigten wir die Kirche von St. Maries- de-la Mer. Zunächst gingen wir durch die Kirche in die Krypta zur schwarzen Madonna, der Schutzpatronin aller Zigeuner.


Die Kirche war eine Wehrkirche. Vom Kirchendach, das ringsherum einen Wehrgang besitzt, hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Camargue und das Meer.

Fritz und Erwin auf dem Kirchendach, unsere bisher außergewöhnlichste Aussichtsplattform. Anschl., Nach einer Tasse Kaffee ging unsere Fahrt weiter über Aigues-Mortes , Montpellier nach Millau. Hier befindet sich die höchste Autobahnbrücke der Welt, (ca. 300 m hoch und ca. 2400m lang ) über die Tarn-Schlucht.

Am Stadteingang von Millau fanden wir einen kleinen Stellplatz, wo wir in die letzte Lücke eingefahren sind.

Südfrankreich 10
04.05.06
Wie immer waren wir auch heute sehr früh auf den Beinen. Der Weg führte uns direkt in die Tarn-Schlucht, Kilometer für Kilometer kamen wir in höhere Lagen, bis wir einen Aussichtspunkt in 1000 m erreicht hatten. Wunderschön lag der Fluss Tarn tief unter uns in der Schlucht. Die Tarnschluchtstraße endet nach Ca. 50 km und geht über in eine Höhenaussichtsstraße der Cevennes, die uns wiederum Postkarten- Idylle geboten hat. In Anduze interessierte uns der dort angelegte Bambusgarten mit über 200 verschiedenen Sorten von Bambusstauden. Der dortige Parkplatz bot sich auch gleichzeitig zum Übernachten an
.

Südfrankreich 11
05.05.06
Unser nächstes Reiseziel war der Pont du Gard. Ein monumentales Steinbauwerk aus der Römerzeit, das vor ca. 2000 Jahren als Äquadukt geplant und auch gebaut wurde.

Anschl. fuhren wir weiter über Avignon nach Carpentras und weiter nach Aubignan, das uns von früheren Reisen bereits bekannt ist. Von hier aus starten wir zu weiteren Besichtigungen

Südfrankreich 12
06.05.06
Der Morgen schien zunächst etwas verregnet zu sein, erholte sich aber recht schnell und bot ein wunderbares Fotografierwetter. In Vacqueyras machten wir eine Weinprobe in der dortigen Winzergenossenschaft. Schnell entschieden wir uns für 10 Ltr. Prämierten 2005 Rotwein „ LE PRIVILEGE“ Aus der hiesigen Region „ Cotes Du Rhone


Südfrankreich 13
Weiter fuhren wir auf der Weinstraße Cotes Du Rhone in ein kleines Bergdorf ( Seguret ), das sich auszeichnet mit vielen schmalen und grob gepflasterten Gässchen . Dieser Ort ist ein Anziehungspunkt für viele Touristen.

Dass die Römer in dieser Gegend sehr aktiv waren beweisen die Ausgrabungen in der Stadt Vaison-la-Romaine . Eines der besonderen Merkmale ist der Aufbau der Kathedrale, auf Fundamentsteinen der alten römischen Säulen.

Eine weitere Bauleistung der Römer ist die römische Bogenbrücke.


Die Rückfahrt erfolgte über eine Passhöhe zu unserem Übernachtungsplatz in Aubignan .
Unterwegs machten wir noch die üblichen Einkäufe, u.a. Lachsfilet-Steaks die wir dann am Abend in der Grillpfanne zubereiteten und genüsslich verzehrten.


Südfrankreich 14
07.05.06
Jeden Tag neue Eindrücke und besondere Attraktionen ! Gordes, eine wunderbare Kleinstadt an einem Steilhang gelegen, bietet viele enge Gassen, steile Treppen und wunderbare Ausblicke in die Provence. Im Ortszentrum befindet ein Schloss mit 2 Rundtürmen.

In einem Talgrund befindet sich das Zisterzienser-Kloster ( Abbaye de Senanque ) Wunderschön präsentiert sich die Klosteranlage wenn der Lavendel blüht.

Südfrankreich 15
Unsere nächste Station an diesem Tage befindet sich in einer Entfernung von 12 km der Ort Roussillon, der sich auszeichnet durch seine besonderen Formationen der Ockerfelsen. Ein angelegter Rundweg führt an den Hauptfelsen vorüber, die sich in einer üppigen Farbenpracht zeigen. Von hellgelb über ocker bis weinrot.

Zum Tagesabschluss besuchten wir den Touristenort Fontaine-de-Vaucluse, der auch von Kunstmalern oft aufgesucht wird. Am Ortsausgang befindet sich im Fels- Massiv ein großes Wasserloch, das gleichzeitig eine Quelle ist und bei Hochwasser eine Förderleistung von 150 Kubikmeter in der Sekunde hervorbringt. Bei niedrigem Wasserstand nur 4.5 Kubikmeter .


Südfrankreich 16
08.05.06
Langsam heißt es Abschied nehmen und den Heimweg antreten. Die ganze Zeit hatten wir wunderschönes Wetter, welches wir als einen besonderen Glücksfall empfanden. Heute ist der erste Regentag auf unserer ganzen Südfrankreichtour. Ein schönes Übernachtungsplätzchen direkt am See bei Aix-Les-Bains schließt unseren Tag heute ab.


Südfrankreich 17
09.05.06
Am letzten Tag unserer Reise regnete es genau so wie am Vortag, wir fuhren KM für KM das Isere-Tal aufwärts weiter die bekannte Route durch die Schweiz. Gegen 17.00 Uhr sind wir in Breisach gut und frohgelaunt eingefahren. Zum Abschluss unserer Reise bereitete Irene für uns ein köstliches Spargelessen, zu dem wir mitgebrachten französischen Rotwein tranken. Bei dieser geselligen Runde konnten wir unsere Eindrücke zum ersten Mal erzählen.

Südfrankreich 19
Diese Fotos schenkte uns
Goldkettchen - sie war ebenfalls
in der Camargue und
hat die Stiere fotografiert.

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