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Dresden

ein Bericht von Anke (Oleander) über diese interessante Stadt

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Dresden
ein Bericht von Anke (Oleander)

Eigentlich wollte ich diese Dresdenreise schon im letzten Jahr machen, dann kam mir aber eine Fußfraktur in die Quere. Dieses Jahr hat mich eine ehemalige Schulkameradin, deren Tochter in Dresden eine Wohnung hatte die gerade wegen Urlaub frei war, eingeladen, mit ihr ein paar Tage in dieser Wohnung zu verbringen. Das Unterkunftproblem war also gelöst und so fuhr ich am 31.7.2006 mit dem Auto, ein Klapprad im Kofferraum, von Freiburg nach Chemnitz, um dort Karola, meine Klassenkameradin abzuholen. Wir fuhren dann gleich nach Dresden in den Stadtteil Striesen, wo Karola Z´s Tochter im 2. Hinterhof einer sehr schön restaurierten Wohnanlage ein kleines Häuschen gemietet hatte. Das Häuschen war sehr schön restauriert und renoviert und ich habe mich dort sehr wohl gefühlt. Da es erst später Nachmittag war, sind wir nach dem Auspacken gleich mit unseren Klapprädern Richtung Elbe gefahren und ich konnte von unserer Elbseite sehr schön die 3 Schlösser

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(Schloß Albrechtsberg, Lingner Schloß, Schloß Eckberg) am anderen Elbhang bewundern. Die beiden Elbufer sind sehr schön asphaltiert, ein Eldorado für Fahrradfahrer. So sind wir elbaufwärts Richtung Blaues Wunder, einer aus Stahl bestehenden Hängebrücke, die blau gestrichen ist, gefahren. Beidseits des Blauen Wunders gibt es sehr schöne Restaurants mit Terrassen,

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aber es tat auch weh, dort sehr schöne alte Gebäude zerfallen zu sehen

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Wir sind dann über die Brücke zur Loschwitzer Kirche, der kleinen Schwester der Frauenkirche gefahren, an der der Architekt Bähr schon mal den zentralen Kuppelbau geübt hat. In unmittelbarer Nähe befindet sich die Bergschwebebahn

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die sich zur Loschwitzer Schönen Aussicht emporhebt. Wir haben unsere Klappräder nach oben geschoben und wurden dort im Schweiße unseres Angesichts durch eine prachtvolle Aussicht auf das Blaue Wunder entlohnt.

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Bergab ging es mit den Klapprädern über ziemlich holpriges Pflaster, keine leichte Abfahrt. Wir gingen noch an der in der Nähe befindlichen Standseilbahn vorbei, die sich über 547m in 3 Minuten zum Villenvorort Weißer Hirsch emporhebt. Nach einem für mich sehr anstrengenden Tag sind wir nach Hause geradelt.

2. Tag
Das war der größte Besichtigungstag. Karola kannte sich ganz gut aus und ich hatte meinen Dresden-Reiseführer. So haben wir ohne spezielle Führung die Stadt erobert. Mit den Klapprädern ging es am Morgen wieder an der Elbe entlang Richtung Zentrum. Am Schloßplatz stellten wir unsere Räder ab und sind dann zu Fuß ins Zentrum gegangen. Vorbei an den Stufen der Brühlschen Terrasse mit ihren 4 Skulpturen der 4 Tageszeiten (Morgen, Mittag, Abend und Nacht) von Schilling, hatten wir Einblick auf das monumentale Wandfries der Wettiner Herrscher vom 12. bis 20. Jhd. aus Meißener Kacheln.

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Rechts davon das Residenzschoß August des Starken

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mit dem Durchgang
zur ehemaligen katholischen Hofkirche

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die wir auch von Innen in seiner ganzen italienisch barocken Pracht bewunderten.
Von dort aus ging es zum Theaterplatz zur Semperoper

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zum Zwinger durch den Eingang
der Gemäldegalerie

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Es eröffnete sich uns ein wahrlich beeindruckendes Bild.
Rechts sahen wir den Wallpavillion

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gegenüber das Kronentor

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links der Glockenspielpavillion

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Kein einziges Gerüst versperrte unsere Sicht. In dieser Zwingeranlage mit den Blumenanlagen und Springbrunnen spielten Schüler der Musikhochschule Werke von Bach und Vivaldi. Diese Atmosphäre werde ich nie vergessen.
Weiter ging es durch das Tor des Glockenspielpavillion vorbei am Taschenbergpalais, das inzwischen ein Hotel Kempinski ist, Richtung Neumarkt,
wo sich die Frauenkirche befindet.
Ein wahrlich beeindruckendes Bauwerk.
Man sieht die einzelnen schwarzen alten Bausteine zwischen den neuen Steinen.
Sehr schön ist die Architektur um die Frauenkirche herum im alten barocken Stil.

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In der Frauenkirche beeindruckt die Decke

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und natürlich der barocke Altar

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sowie die Emporen

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für meinen Geschmack etwas zu rosa-himmelblau. Am Ausgang steht das unter dem Schutt
gefundene alte Kuppelkreuz

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Von dort aus ging unser Weg
Richtung Kreuzkirche am Altmarkt

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Die Kreuzkirche hat mich von Innen sehr beeindruckt und ich fand es eine gute Lösung, den abgeschlagenen Putz so rau zu lassen

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Um uns noch einmal von Oben einen Überblick zu verschaffen,
haben wir uns einen Aufstieg auf das Rathaus hinter der Kreuzkirche gegönnt und das hat sich gelohnt,
vor allem die Frauenkirche mit ihren alten Wohnhäusern kam von Oben voll zur Geltung

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Anschließend ging es zu Fuß auf die Brühlsche Terrasse, von der man auf das gegenüberliegende Elbufer einen wunderbaren Blick auf die Staatskanzlei und das Finanzministerium hatte. Wir schauten noch mal in die Hochschule für Bildende Kunst mit ihrer Zitronenpressekuppel

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und fanden dort in unmittelbarer Nähe
einen sehr schönen Spruch von
Caspar David Friedrich für die angehenden Künstler.

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Spatzen haben uns beim Vespern aus der Hand gefressen.
Heimwärts ging es durch den Lennè-Garten
zum Großen Garten mit seinen wunderbaren Blumenarrangements,
vorbei am Zoo, Carolasee, barocken Palais

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Richtung Fetscherplatz,
wo in der Nähe das Geburtshaus
meines Vaters steht

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Ich hatte diese Villa noch nie gesehen und fand sie wunderschön. Dann ging es wieder nach Hause nach einem sehr erfüllten Tag.

3. Tag
Wir fuhren schon sehr früh Richtung Pillnitz, elbaufwärts, mit den Rädern auf dem Elbweg entlang und setzten in Pillnitz vor 9 Uhr auf die Seite des Schlosses über. Wir begegneten noch keinem Touristen und genossen die Ruhe auf der Elbtreppe des Sommerschlosses August des Starken

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Wir fuhren durch die
gepflegte Parkanlage
zum englischen Pavillon

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vorbei an der 1780
gepflanzten japanischen Kamelie,
die 8,50m hoch ist
zum Wasser und Bergpalais

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Anschließend fuhren wir zur Weiterfahrt
nach Pirna wieder mit der Fähre ans andere Elbufer. Pirna ist eine kleine historische Stadt, die sehr schön restauriert ist.
Es existiert von dieser Stadt ein Gemälde von Canaletto

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"Der Marktplatz von Pirna"
in der Gemäldegalerie Dresden.
Wir schlenderten durch die
Fußgängerzone vorbei an sehr schönen
alten Türen

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Erkern

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einem Kloster

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zum Markplatz

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Mit dem Rad ging es dann zurück
in einem Rutsch nach Dresden.
Nach einer kleinen Pause sind
wir am Nachmittag noch einmal
ans andere Elbufer zur
Bautzener Strasse in den berühmten
Molkereiladen Pfund gefahren

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Das ist ein mit schönen Jugendstilkacheln ausgestattetes Molkereigeschäft. Da die Preise dort so touristisch waren, habe ich mir nur eine Karte gegönnt. Gleich neben dem Molkereiladen befand sich ein Senfladen mit über 200 Sorten Senf. Dort konnte man sich gute Anregung holen, um seinen Senf schmackhafter zu machen. So gab es z.B. Bärlauch-, Mango-, Pfirsich-, Hagebutten-und Knoblauchsenf. Aber am besten hat mir immer noch der gute Bautz´ner Senf geschmeckt. Davon habe ich mir 10 kleine verschiedene Proben mitgenommen. Den werde ich nur noch über Internet bestellen. Anschließend ging es am rechten Elbufer über das Blaue Wunder wieder nach Hause Richtung Striesen.

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4.Tag
Dieser Tag sollte uns mit unseren Rädern über die Augustusbrücke zur Neustadt führen.
Am Barockhaus und Japanischen Palais vorbei
ging es in die Königstrasse zum Albertplatz. Dort war man auf den Spuren Erich Kästners,
der mit meinem Vater zeitweilig in einer Klasse war

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Er hat dort in der Nähe gewohnt und es gibt eine Plastik von einem Jungen auf der Mauer und an einem Café ein Erich-Kästner-Denkmal. Weiter ging es in einem Künstlerinnenhof in der Alaunerstraße mit sehr schönen geschmackvollen Hausfassaden

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und vielen kleinen Geschäften.
Das war offensichtliche nur was für Insider,
da man kaum Touristen dort sah.
Zurück ging es über den Albertplatz,
durch die Hauptstrasse mit dem neu renovierten Kügelhaus

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am Denkmal Goldener Reiter

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am Neustädter Markt vorbei wieder über die Brücke zum Zwinger in die Gemäldeausstellung. Dort gab es die Alten Meister,
eine Brücke-Ausstellung und eine
Lucas Cranach-Ausstellung.
Mir lag mehr die Brückeausstellung mit
Gemälden von Kirchner, Häckel, Pechstein,
Otto Müller, Nolde und Kokoschka.
Von den Alten Meistern habe ich nur das Gängigste wie Rembrandt, Raffael,
Caneletto u.a. verkraftet.
Geschafft sind wir von den unsagbaren Eindrücken nach Hause geradelt

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und ich bin am nächsten Tag
in aller Frühe wieder über
Chemnitz zum Abladen von Karola

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über meine Heimatstadt
Gera am Mittag über
Nürnberg nach Freiburg gefahren

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Anstrengende Tage
aber ich möchte sie nicht missen.

Karola ein herzliches Dankeschön für ihre Gastfreundschaft.

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Dresden Schloss

Autor

Anke (oleander)

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